Bittere Niederlage nach großem Kampf

Dragons Rhöndorf vs. HEBEISEN WHITE WINGS Hanau 74:80 (24:18, 13:23, 20:18, 17:24)

Knapp 700 Zuschauer erlebten am Sonntagnachmittag kämpferische Dragons, die den White Wings alles abverlangten. Erst in der Schlussminute konnte Hanau den verdienten 80:74-Sieg (41:37) klarmachen. Bis dahin bot Rhöndorf den Gästen aus Hessen eine Partie auf Augenhöhe. Letztendlich war die Lufthoheit der Hanauer entscheidend.

 Die Kulisse am MDSC_1681enzenberg tobte, als 60 Sekunden vor Ende Robin Lodders per Layer auf 73:75 verkürzte und Hanau im Gegenzug verlegte. Tom Schönborn angelte sich den Rebound, passte allerdings einen Moment nicht auf und Kruize Pinkins spitzelte ihm den Ball aus den Händen. Anstatt den möglichen Ausgleich für Rhöndorf, erhöhte Hanau auf 73:77. Trotzdem hatten die Rheinländer nochmals die Chance auf zwei Punkte heranzukommen. Doch Tim Schönborn konnte im Gegenzug nur einen von zwei Freiwürfen verwandeln. So wurde der Forward in der Crunchtime zur tragischen Figur, zu vor allerdings schloss er nahtlos an seine starke Vorstellung gegen Leverkusen an. Als dann Luke Rhoad zweimal von der Freiwurflinie zum 74:79 traf und Thomas Michel einen Dreierversuch an den Ring setzte war das Spiel entschieden.

Schon bitter aus Rhöndorfer Sicht, denn die Dragons schüttelten den vermeintlichen Favoriten im ersten Viertel ordentlich durch. Jordan Hamilton krönte mit einem Korbleger und einem Dreier den starken Auftakt der Rhöndorfer (3“/9:0). Hanau wirkte in der Anfangsphase unkonzentriert und leistete sich etliche Ballverluste. Bis zur siebten Minute waren die Hausherren eindeutig am Drücker und lagen 16:6 in Front. Alleine Miles Jackson-Cartwright hielt seine White Wings mit gekonnten Alleingängen im Spiel. Dann allerdings bekamen die Hessen über den Rebound das Spiel zunehmend besser in den Griff. Dane Johnson und Kruize Pinkins waren maßgeblich an der knappen 41:37-Halbzeit-Führung beteiligt.

Der Beginn des dritten Viertels gehörte den Gästen. Mit einer 10:0-Serie innerhalb von zwei Minuten setzten sich die White Wings erstmals mit acht Punkten ab (23“/41:49). Doch Rhöndorf bewies Moral und konterte. Sterling Carter, Tim Schönborn und Justin Smith glichen das Punkte-Konto in der 37. Minute wieder aus (51:51). Thomas Michel brachte seine Dragons per Layer und Dreier in der 29. Minute wieder in Führung (57:55). Auch im vierten Viertel erwischte Haunau wieder den besseren Start. Luke Rhoad setzte mit sechs Punkten schmerhafte Nadelstiche zum (32“/57:65). Justin Smith & Co. stemmten sich nochmals mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Jordan Hamilton brachte die Dragons in der 36. Minute per Dreier bis auf zwei Punkte heran (69:71). Der Traum vom vierten Sieg platzte in der Schlussphase jedoch jäh, wie eingangs bereits beschrieben. Unter dem Strich setzte sich die Länge und Masse der White Wings durch. Dies belegen zwei statistische Werte deutlich: Hanau griff 48 Rebounds ab, Rhöndorf konnte dagegen nur 26 sichern. Außerdem markierten die Gäste 46 Punkte in „the Paint“, die Hausherren musste sich mit 22 Zählern in Korbnähe begnügen. So betrachtet geht der Sieg für Hanau vollkommen in Ordnung.

Simon Cote (Headcaoch Hanau): Das war ein verdammt hartes Spiel. Es war keine Überraschung für mich, das Rhöndorf uns so gefordert hat. Was unsere Distanzwürfe anbelangte, war es heute alles andere als optimal. Dafür haben wir den Rebound beherrscht, in der Defensive unsere Zone sehr gut dicht gemacht und Sterling Carter effektiv verteidigt. Das waren aus meiner Sicht die Schlüssel zum Erfolg. Wir sind allerdings noch nicht auf der sicheren Seite, die Situation im unteren Tabellendrittel bleibt eng.

Christian Mehrens (Headcoach Rhöndorf): Wir haben heute gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können. Letztendlich haben uns die Rebounds den Sieg gekostet, ein Problem, das uns schon die ganze Saison zu schaffen macht. Sicherlich hatten Sterling Carter und Justin Smith einen schweren Stand. Allerdings könnten dann auch mal andere in die Bresche springen. Insgesamt erwarte ich von unseren Centern deutlich mehr. Wenngleich man sagen muss, dass wir einen Typen vom Format von Johnson einfach nicht haben. Die verworfen Freiwürfe kurz vor Schluss waren geplant, wir wollten mehr als nur zwei Punkte daraus machen, der Plan ging aber leider nicht auf.

Rhöndorf: Carter (8 Pkt./2-3er), Smith (24), Frankl-Maus (8/1), Lodders (2), Hamilton (9/2), Schönborn (15/3), Michel (5/1), Wendeler (1), Angerer, Milovic (DNP), Tratnjek (DNP)

Hanau: Christen (15 Pkt./0-3er), Rhoad (11/1), Johnson (8), von Fintel (7/1), Eichler (2), Jöhnke (8), Pinkins (11), Jackson-Cartwright (16), Schaffrath (2), Mesghna, Heck (DNP)

Rhöndorf/Hanau: FG 42%/46%, 2er 48%(16/33)/63%(26/41), 3er 35%(9/26)10%(2/20), FT 65%(15/23)/69%(22/32), R 26/48, AS 18/10, ST 8/7, TO 14/18, BS 1/1, PF 28/21

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