Dragons gehen in Trier unter

Gladiators Trier vs. Dragons Rhöndorf 93:57 (17:15, 27:14, 29:13, 20:15)

Bei den Gladiators Trier konnten die Dragons Rhöndorf zu keinem Zeitpunkt an die guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen und mussten sich teils furios aufspielenden Hausherren deutlich mit 93:57 geschlagen geben.

Die Dragons starteten vor 1574 Zuschauern in der Arena Trier engagiert in die Partie und versuchten mit einer aggressiven Defense die Trierer direkt vom Einwurf weg unter Druck zu setzen. Nach einem Foul von Dragons-Topscorer Sterling Carter erzielte Dwayne Evans den ersten Punkt der Trierer von der Freiwurflinie, ehe Viktor Frankl-Maus nach schönem Assist von Florian Wendeler die ersten Rhöndorfer Punkte auf die Anzeigetafeln der Arena bringen konnte (1:2). Carter erhöhte anschließend via 3er nochmals auf 3:5, ehe die Gladiators durch einen 10:0 Lauf binnen weniger Minuten auf 13:5 davonziehen konnten und so Headcoach Boris Kaminski zu seiner ersten Auszeit zwangen. Im Anschluss fanden die Drachen besser in die Partie und konnten sich  auf das 3er-lastige Spiel der Gladiatoren einstellen. Carter, Holiday und Frankl-Maus brachten die Dragons wieder heran und auch Marco van den Berg bat beim Spielstand von 15:12 seine Mannen zur ersten Auszeit. Mit einem Spielstand von 17:15 aus Sicht der Trierer endeten die ersten 10 Minuten.

gladiators_08Dwayne Evans eröffnete das zweite Viertel mit einem freien 3er gegen die Rhöndorfer Zonenverteidigung und konnte die Führung der Hausherren leicht ausbauen (20:15). Robin Lodders war es vorbehalten die ersten Punkte der Drachen im zweiten Spielabschnitt zu erzielen (20:17), ehe Tim Weber auf der Gegenseite einen weiteren 3er für die Gladiators einstreute (23:17). Die Trierer fanden zusehends Mittel und Wege gegen die Drachen-Defense und auch Kevin Smit konnte seinen ersten 3er der Partie im Korb der Dragons unterbringen (26:18). Die Drachen agierten dagegen in der Offense erneut fahrig und waren bei den Rebounds zu häufig nur sprichwörtlich zweiter Sieger. Als Kilian Dietz die Trierer Führung auf 10 Punkte (28:18) ausbauen konnte bat Dragons-Headcoach Kaminski seine Mannen bei noch 5 zu spielenden Minuten erneut zum Gespräch auf die Bank. Aus Sicht der Drachen konnte man froh sein, dass die Trierer mit vielen Chancen ebenfalls mehr als fahrlässig umgingen und den Vorsprung zunächst nicht weiter ausbauen konnten. Durch frühe fünf Teamfouls der Trierer konnten die Drachen den Rückstand zunächst konstant halten und Tim Schönborn und Sterling Carter konnten wichtige Punkte von der Freiwurflinie erzielen (42:29). Dem stark aufspielenden Brandon Spearman war es vorbehalten mit zwei erfolgreichen Freiwürfen die letzten Punkte vor der Halbzeitpause zu erzielen und die Führung der Hausherren weiter auszubauen (44:29).

Auch nach der Halbzeitpause agierten die Trierer wacher und aggressiver und konnten schnell auf 52:31 davonziehen. Auch die anschließende Auszeit von Coach Kaminski brachte nicht die erhoffte Wende und die Trierer diktierten trotz Punkten von Thomas Michel und Sterling Carter weiterhin an beiden Enden des Feldes das Geschehen. Vor allem Brandon Spearman machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte und konnte sein persönliches Punktekonto bereits im dritten Viertel auf 23 Punkte ausbauen. Bei den Drachen lief nichts mehr zusammen und die Trierer bauten die Führung bis zum Viertelende auf 73:42 aus.

Im letzten Spielabschnitt änderte sich das Bild nicht mehr. Zwar versuchten die Drachen alles, um die furios aufspielenden Trierer in Schach zu halten, aber die Gladiatoren fanden immer wieder durch einfache Pässe den freien Mitspieler, während die Drachen verkrampft und verunsichert agierten und reihenweise Würfe vergaben. Auch von der Freiwurflinie wollte nichts mehr gelingen, exemplarisch dafür die zwei vergebenen Freiwürfe von Routinier Savo Milovic beim Stand von 82:49. Beide Trainer wechselten munter durch und gaben bei diesem deutlichen Spielstand den Spielern aus der zweiten Reihe ihre Chance sich zu zeigen. Mit einem einem Dunking war es schließlich Center Florian Wendeler vorbehalten, die letzten Punkte der Partie zu erzielen, welche die Dragons deutlich mit 93:57 verloren.

Boris Kaminski (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Gratulation an Trier. Die Gladiators haben uns mit ihrer hohen Intensität heute den Zahn gezogen. Wir haben versucht zu vieles spielerisch zu lösen und haben dabei die physische Spielweise der Trierer nicht angenommen. Sowohl bei den Rebounds, als auch bei vielen anderen Dingen waren die Trierer uns heute einfach kämpferisch überlegen.“

Rhöndorf: Carter (14/2-3er), Milovic, Holiday (2), Lodders (7), Frankl-Maus (9/1, 3 Assists), Schönborn (5), Wendeler (8, 8 Rebounds), Davis (3), Winterhalter (4), Tratnjek, Michel (5/1)

Trier: Breiling, Smit (12/2-3er, 5 Assists), Engel, Dahlem, Eggleston (10), Breu, Spearman (27/3), Evans (21/1, 11 Rebounds), Herrera (16/4), Dietz (4), Weber (3/1)

Rhöndorf/Trier: FG 31%/45%, 2er 37%/54%, 3er 19%/34%, FT 68%/72%, R 33/54, AS 10/20, ST 3/5, TO 15/12, BS 1/6, PF 19/25