Rheinderby und Aufsteiger-Duell für die Dragons

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Freitag, 19:30 Uhr, Bayer Giants Leverkusen vs. Dragons Rhöndorf

Sonntag, 18:00 Uhr, Dragons Rhöndorf vs. Hebeisen White Wings Hanau

Es ist ein wegweisendes Wochenende für die Dragons Rhöndorf. Mit einem Doppelspieltag biegt die ProA endgültig in ihr Schluss-Drittel ein und beschert den Drachen mit dem Rheinderby zunächst ein Duell gegen einen Tabellennachbarn. Im Anschluss gastiert mit den White Wings Hanau der letztjährige Mitaufsteiger der Dragons am Bad Honnefer Menzenberg. 

Es war eines der wenigen Highlights der bisherigen Saison, als die Dragons Rhöndorf im November 2015 beim 91:64-Erfolg gegen die Bayer Giants Leverkusen ihren ersten Saisonsieg feiern durften. Die Dragons um Headcoach Christian Mehrens wissen also, wie dem deutschen Rekordmeister aus der rheinischen Nachbarschaft beizukommen ist und wollen den Hinspielerfolg auch auswärts in der altehrwürdigen Smidt-Arena (ehemals Wilhelm-Dopatka-Halle) wiederholen. Jedoch dürften die Bayer Giants ebenso bis unter die Haarspitzen motiviert sein, um die Schmach aus dem Hinspiel auszumerzen und den Abstand zum rettenden Ufer weiter zu verkürzen. Am vergangenen Wochenende gelang der Mannschaft von Headcoach Achim Kuczmann beim 63:61-Heimsieg gegen die MLP Academics Heidelberg der erste Erfolg nach zuvor 10 Niederlagen in Serie. Damit konnte der Serienmeister der 1990er Jahre seinen Abstand auf die Dragons Rhöndorf auf 4 Punkte ausbauen und damit etwas Abstand zwischen sich und die Dragons legen.

Leverkusen_Bayer_Giants_01_kleinBester Scorer beim Erfolg über Heidelberg war auf Seiten der Giants Roderick Camphor, der erst im Dezember als Ersatz für Timothy Knipp zur Mannschaft der Giants stieß. In bisher 9 Partien kann der 1,91 Meter große US-Boy durchschnittlich 14,7 Punkte für sich verbuchen und ist damit Topscorer seiner Mannschaft. An seiner Seite agiert Point Guard Drew Gregory Brandon, der als verlängerter Arm von Coach Kuczmann auf dem Feld Richtung und Tempo vorgibt und dabei allabendlich 10,9 Punkte und 4,6 Assists erzielt. Ebenfalls aus dem Mutterland des Basketball stammt Power Forward James Hulbin, der seine 11,4 Punkte und 5,5 Rebounds vornehmlich unter dem Korb erzielt, aber auch durchaus den ein oder anderen 3er einstreuen kann.  Vierter US-Gastarbeiter der Giants ist Flügelspieler Wayne Richard Kreklow, der mit 10,2 Punkten ebenfalls eine zweistellige Punktausbeute vorweisen kann. Auf den deutschen Positionen ist vor allem Center Dennis Heinzmann eine imposante Erscheinung und gehört mit seinen 2,16 Meter zu den längsten Spielern auf seiner Position. Seine 125 kg setzt Heinzmann besonders beim Rebound geschickt ein und kann so 7,6 Rebounds pro Partie sein Eigen nennen, bei lediglich 23 Minuten Spielzeit pro Partie. Mit 2,3 Blocks pro Spiel ist er zudem einer der besten Shotblocker der gesamten Liga und agiert als klassischer „Rim-Protector“ am eigenen Brett. Mit Shooting Guard Michael Kuczmann steht auch ein waschechtes Eigengewächs der Giants im Kader. Der Sohn von Headcoach Achim Kuczmann konnte sich in den vergangen Jahren zusehends in die feste Rotation der Giants vorarbeiten und gehört in diesem Jahr mit 7,2 Punkten pro Partie zu den besten deutschen Scorern im Team der Giganten aus Leverkusen. Die weiteren Minuten verteilen sich auf zumeist auf Power Forward Götz Twiehoff und Small Forward Anton Zraychenko.

„Durch die räumliche Nähe ist das Spiel natürlich wichtig für die Fans, aber es geht auch für mich persönlich darum, dass wir uns anständig aus der Liga verabschieden und endlich mal wieder ein Spiel gewinnen.“, blickt Headcoach Christian Mehrens auf das Gastspiel in Leverkusen und sieht im Hinspiel kein Indiz für eine leichte Aufgabe: „Das Hinspiel spielt für mich absolut keine Rolle, da ich damals nicht in der Halle war. Generell darf man sich im Sport nicht auf Ergebnissen aus Hinspielen verlassen, sondern wir müssen uns einen Sieg mit unserer Leistung verdienen.“

Nur zwei Tage später heißt es wieder „Heimspielzeit am Menzenberg“, wenn mit den Hebeisen White Wings Hanau der Mitaufsteiger der Dragons Rhöndorf zum Gastspiel im DragonDome antritt. Im Gegensatz zu den gastgebenden Dragons konnten sich die White Wings schnell in der höheren Spielklasse akklimatisieren und rangieren derzeit mit 8 Siegen und 14 Niederlagen im gesicherten Mittelfeld der ProA. Die Mannschaft von Headcoach Simon Cote, der vor der Saison das Amt bei White Wings übernahm, konnte vor allem gegen die direkte Konkurrenz im unteren Tabellendrittel wichtige Siege einfahren und schlug unter anderem die Bayer Giants Leverkusen und die Baunach Young Pikes teils deutlich in der heimischen Main-Kinzig-Halle. Auch die Dragons mussten sich zu Saisonbeginn beim Gastspiel in Hanau mit 87:62 deutlich geschlagen geben.

hanau_beitragTopscorer der White Wings ist Power Forward  Kruize Alshaude Zah-Kee Pinkins, der zuvor für die University of San Francisco in der NCAA auf Korbjagd ging. Mit durchschnittlich 12,8 Punkten und 9 Rebounds pro Partie schrammt der 2,04 Meter große Athlet nur knapp an einem allabendlichen „Double-Double“ vorbei. Mit Point Guard Miles Jackson-Cartwright weiß Coach Cote einen gewieften Anführer in seinen Reihen, der bereits bei Aris Leuwarden in den Niederlanden erste Europa-Erfahrung sammeln konnte und bislang mit 10,4 Punkten, 3,7 Assists und 4 Rebounds pro Partie überzeugen kann. Ebenfalls im Spielaufbau beheimatet ist mit Loucks Luke Issac Rhoad ein weiterer US-Boy, der 8,6 Punkte und 4 Assists pro Partie erzielen kann. Vierter US-Amerikaner im Bunde ist Center Dane Johnson, der mit 4,3 Punkten und 3,6 Rebounds jedoch statistisch eher ruhig daher kommt. Langjährige Erfahrung in der 2. Basketball-Bundesliga kann Small Forward Robin Christen vorweisen, der mit 11,9 Punkten pro Partie bester einheimischer Punktesammler der Hanauer ist und aus der Talentschmiede des TV Lich stammt. Auch Shooting Guard Christian von Fintel ist in der ProA bestens bekannt und sorgte auch am Bad Honnefer Menzenberg im Trikot der Dragons zwischen 2009 und 2010 für Furore. Auch bei den White Wings ist der 1,90 Meter große Musterprofi nicht wegzudenken und kann 5,8 Punkte pro Partie erzielen. Unter den Körben sorgt zudem Forward Josef Eichler für Entlastung und verbucht dabei 4,8 Punkte und 3,4 Rebounds pro Spiel. Weitere wichtige Minuten gehen zudem an Shooting Guard Jonathan Meshgna, der 4,7 Punkte pro Spiel erzielt. Mit Till-Joscha Jönke und Joleik Schaffrath musste Headcoach Simon Cote zudem in den vergangenen Spielen auf zwei weitere wichtige Leistungsträger im Kader der White Wings verletzungsbedingt verzichten.

„Hanau hat eine clever zusammengestellte Mannschaft und sich in der Liga zurecht etabliert. Die Mischung passt und die Mannschaft hat den für die Liga passenden Fighting-Spirit eingeimpft bekommen. Mit Pinkins und Jackson-Cartwright haben die White Wings zudem zwei sehr gute US-Amerikaner, die jeden Gegner vor große Probleme stellen. Wir müssen nach dem Spiel in Leverkusen schnell regenerieren und erneut eine kämpferische und leidenschaftliche Vorstellung vor unseren Fans abliefern.“, fordert Headcoach Christian Mehrens die Grundtugenden des Basketball-Spiels von seinen Spielern ein.

Das Auswärtsspiel der Dragons bei den Bayer Giants Leverkusen kann am Freitag ab 19:30 Uhr am Liveticker der 2. Basketball-Bundesliga verfolgt werden. Tip-Off zum Heimspiel gegen die White Wings Hanau ist am anschließenden Sonntag um 18:oo Uhr in der Sporthalle an der Menzenberger Straße in Bad Honnef. Die Tageskassen am DragonDome öffnen 60 Minuten vor Spielbeginn. Die Partie wird zudem im Livestream bei Sportdeutschland.tv zu sehen sein.