WNBL: Erster Sieg für die jungen Dragons

Am Sonntag konnten die WNBL Mädels der Dragons Rhöndorf in Bamberg einen Sieg einfahren. Auch wenn die Aufregung zum Saisonauftakt noch deutlich zu spüren war, konnten die Drachen vor allem im Fastbreak kaum gestoppt werden. Der Fokus lag schon vor der Partie darauf, schnell zu agieren und so einfache Punkte unter den Körben zu erzielen. Man wollte den Gegner überlaufen, auch wenn dadurch das Risiko von leichten Ballverlusten gegeben war. Und genau dies konnten die Dragons vor allem zu Beginn des Spiels gut umsetzen. Sie rannten was das Zeug hielt, konnten aber dennoch die Kontrolle waren. Bamberg schien zunächst von dem temporeichen Spiel der Rhöndorf überrascht, legte jedoch nach einer Auszeit nach und fokussierte sich neu. Ein hart umkämpftes Match entwickelte sich und die Dragons zeigten hin und wieder ihre Nervosität. Viele gut ausgespielte Layups verfehlten das Ziel und man hoffte zu oft das Foul im Penetration zu bekommen, anstatt aggressiv zum Korb weiter zu ziehen. Nach der Halbzeit klappte dies jedoch wieder besser. Allen voran Mira Eulering nahm sich zu dieser Zeit ein Herz und setzte klare Aktionen zum Korb. So trug sie sich in die Scorerliste ein und steuerte wichtige Punkte bei, die das Team animierten weiter an ihre Stärken im Zug zum Brett zu glauben. Auch Toni DeMuirier war immer wieder zur Stelle und glänzte durch entschlossene Aktionen, sowohl in der Defense als auch Offense. Vor allem ihr „and-one“ Spiel gegen Ende des Games machte den Deckel drauf und bewies ihre Stärke einen kühlen Kopf zu bewahren. Elli Emrich war es auf der Point Guard Position die das Spiel anheizte und es schaffte das Tempo der Dragons aufrecht zu erhalten. Sie schaffte es ihre Mitspielerinnen gezielt in Szene zu setzen und die Fäden des Spiels in der Hand zu halten. Außerdem sammelte sie Unmengen an Rebounds ein. In der Defense passierten den Dragons, vor allem in den schwächeren Phasen, noch zu viele einfache Fehler. Unkonzentriertheit und Müdigkeit schlichen sich hier ein. Doch klappte in der Verteidigung die Helpside erstaunlich gut und wurde aggressiv gespielt. Normalerweise eine Schwachstelle der Dragons WNBL in der letzten Saison. Dies demonstrierte den unbändigen Willen des Teams füreinander zu kämpfen und bis zum Schluss zu fighten. Besonders Cora Theisohn machte defensiv auf sich aufmerksam. Sie konnte vor allem im 1:1 ihre Spielerin müde machen und ihr auf die Nerven gehen. Auch wenn Nina Kühhorn ein sehr gutes Spiel für Bamberg ablieferte und schwer zu stoppen war, stand Cora ihr immer wieder auf den Füßen.

Alles in allem war es ein unangenehmer Gegner dem die Dragons gegenüber standen. Bamberg gab niemals auf, kämpfte sich immer wieder heran und war nicht abzuschütteln. Doch der Reboundwille und die Abschlusstärke, wie sie auch Ulf Schabacker Headcoach der Bamberger, den Dragons attestierte, machten den hauchdünnen Unterschied aus. Absolut herausragend präsentierte sich Linda Brückner, die 28 Punkte für ihr Team erzielte, noch 7 Rebounds abgriff und sich keinen einzigen Turnover leistete. Sie schaffte es ihren Gegnern davon zu sprinten und wurde von ihren Mitspielerinnen immer wieder gut gesehen und angespielt. Sie war gefühlt überall und arbeitete hart in Offense und Defense. So schaffte sie es ihr Team zu tragen und immer wieder anzutreiben. Hut ab vor so einer Leistung die immer im Namen der Mannschaft stand.

„Auch wenn wir ärgerlicherweise noch viele einfache Dinger liegen gelassen haben, ist der Zug zum Korb, den wir auf dem Parkett gezeigt haben, sehr positiv. Auch das schnelle Spiel liegt uns und kann hoffentlich noch etwas ausgebaut und weiter effektiv gespielt werden. Dies macht ein Team sehr unberechenbar. Die Nervosität und die Unkonzentriertheit sind Faktoren an denen wir arbeiten müssen und wollen, aber ich bin mir sicher, dass die Mädels dafür mehr als motiviert sind.“, so resümierte Headcoach Nicola Happel nach dem Spiel. „Wir freuen uns riesig auf das nächste Match und können es kaum abwarten. Mir gefällt vor allem der Teamgeist und der Wille den die Mädels entwickelt haben, das soll aber dennoch von Spiel zu Spiel noch mehr werden.“, so Assistentcoach Kristaps Reksna zum Kampf in Bamberg.

Toni DeMuiriers Stimme zum Spiel: „Vor dem Spiel habe ich vom Match erwartet, dass obwohl wir wussten, dass es schwer werden wird, wir als Team zusammenhalten und zeigen, wie hart wir die letzten Wochen gearbeitet haben. Im Endeffekt haben wir dann auch eine starke Teamleistung aufs Feld gelegt und hatten vor allem Spaß dabei.“

Wenn das nicht Lust auf mehr macht. Unterstützt die jungen Dragons und kommt zahlreich am Sonntag, den 15.10, um 13.30 Uhr in die Menzenberger Halle. Dort heißt es für die WNBL Mädels um die nächsten Punkte gegen Würzburg kämpfen und dafür wird jedes klatschende Händepaar benötigt.

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