Comeback bleibt unbelohnt

Dragons Rhöndorf vs. EPG Baskets Koblenz 78:80 (17:17/19:33/24:11/18:19)
Trotz eines starken Comebacks im dritten Viertel hatten die Dragons gegen starke Koblenzer das Nachsehen und unterlagen nach aufopferungsvollem Kampf in Linz dem vermeintlichen Aufstiegs-Favoriten der Regionalliga Südwest denkbar knapp. 
Neben den verletzten Pal Ghotra, Samuel Horvath und Philipp Gruber setzte beim Testspiel-Kracher im Rahmen der Saisoneröffnung des BBC Linz auch Neuzugang Gabriel de Oliveira aus, der nach Absprache mit den Telekom Baskets Bonn für das Testspiel der Bonner gegen Shanghai geschont wurde. Vor gut gefüllten Rängen entwickelte sich in den Anfangs-Minuten ein offener Schlagabtausch, bei dem US-Boy Curtis Hollis früh erste Akzente setzen konnte. Auch Marek Mboya Kotieno trug seinen Teil zu einem ausgeglichenen ersten Viertel bei, ehe die Basketballer vom Deutschen Eck um Ex-Drache K.J. Sherrill das Kommando übernahmen. Immer wieder waren die Dragons den einen entscheidenden Schritt zu langsam und mussten mit einem deutlichen Rückstand (36:50) den Gang zur Halbzeit-Besprechung antreten.
Nach dem Pausentee starteten die Dragons wie verwandelt in die Partie und sorgten mit einem 18:2-Lauf für viel Applaus und Jubel in den Reihen ihrer Fans, die wieder einmal zahlreich den Weg nach Linz auf sich genommen hatten, um ihr neues Team in Augenschein zu nehmen. Mit einem knappen Rückstand ging es für Curtis Hollis & Co in die finalen 10 Minuten, wo sich den Zuschauern ein spannendes Duell bot. Bis zum finalen Buzzer konnte sich kein Team entscheidend absetzen, doch letztlich hatten die EPG Baskets das entscheidende Quäntchen Glück an diesem Abend auf ihrer Seite und konnten das Spielfeld als Sieger verlassen.
Markus Röwenstrunk (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Das Spiel gegen Koblenz war ein guter Test. Diese Physis und Abgebrühtheit auf Grund von Erfahrung werden wir auch in der Saison erleben. Koblenz hat uns gezeigt, welche Spielstärke uns auch in der 1.Regionalliga West über weite Strecken erwarten wird. Wichtig ist für uns zu lernen in allen Situationen, auch wenn noch so hitzig, einen kühlen Kopf zu bewahren und an unserem Konzept festzuhalten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einen besseren Job gemacht und uns durch gut vorgetragene Fastbreaks wieder ins Spiel gebracht. Am Ende hat nicht viel gefehlt. Unser junges Team wird lernen von Anfang an voll da zu sein und wir werden in den kommenden Einheiten unsere defensive Aktivität noch weiter erhöhen, damit wir pünktlich zum Saisonstart noch wesentlich mehr Druck in der Defense erzeugen können.“
Anish Sharda (#24 Dragons Rhöndorf): „Wir waren besonders im zweiten Viertel in der Defense nicht wach genug und haben auch in der Offense leichte Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gelöst und daraus müssen wir lernen. Koblenz ist eine gute und routiniert besetzte Mannschaft, die schon wesentlich eingespielter als wir sind. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben.“
Dragons Rhöndorf: Hollis (22 Punkte/1-3er, 10 Rebounds), Martin (DNP), Falkenstein, J. (6/1), Otshumbe (3), Falkenstein, D. (8), Binapfl (3), Lukosius (5/1), Gunnlaugsson (0), Isah (6), Besedic (8/1), Sharda (11/1), Kotieno (6)