Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Das Comeback bleibt unbelohnt! – Dragons unterliegen den Rackelos

Das Comeback bleibt unbelohnt! – Dragons unterliegen den Rackelos

Dragons Rhöndorf vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 70:74 (19:24/15:24/15:16/21:10)

680 Zuschauer erlebten im DragonDome abermals eine sportliche Achterbahnfahrt, bei der die Dragons Rhöndorf trotz eines famosen Comebacks am Ende mit leeren Händen dar standen und nun auch rechnerisch klar in die Playdowns der ProB müssen.


Mit einer Hiobsbotschaft musste Coach Thomas Adelt das wichtige Heimspiel gegen die Rackelos aus Mittelhessen angehen. US-Boy Kwan Waller war aufgrund einer Ruptur am Bizeps nicht einsatzfähig und musste ebenso wie Philipp Gruber in Zivil auf der Bank Platz nehmen.

Ohne ihren wichtigen US-Amerikaner in Arbeitskleidung waren die restliche Drachen gefordert in die Bresche zu springen und den talentierten Rackelos einen heißen Kampf zu liefern. Besonders Forward Julian Jasinski wusste diese Chance zu nutzen und konnte in einem über lange Zeit ausgeglichenen ersten Viertel solide 5 Punkte für sich verbuchen. Vor allem dank dem sichereren Händchen von Downtown konnten die Gäste mit einer 19:24 ins zweite Viertel starten, wo die Hessen mit einem 6:0-Lauf ihre Führung erstmals in den zweistelligen Bereich ausbauen konnten, ehe Anish Sharda für die Hausherren von jenseits der 6,75-Meterlinie kontern konnte (22:30). Doch auch dieses kleine Zwischen-Hoch konnte nicht verhindern, dass das gut eingestellte Team von Coach Rolf Scholz nun die Kontrolle übernahm und sich angetrieben von Jestin Lewis Punkt um Punkt absetzen konnte und jeden Turnover der Drachen eiskalt bestrafte. Zwar stemmten sich Joe Koschade & Co nach Kräften gegen die variabel auftretende Zonen-Defense der Rackelos, doch dies änderte nichts an einem 34:48-Rückstand der Basketballer vom Drachenfels zur Halbzeitpause.

Nach dem Pausentee blieben die Drachen ihrer Marschroute treu und suchten weiterhin konsequent den Weg unter den Korb, wo sie mit Julian Jasinski und Zygimantas Riauka ihre Aktivposten hatten und auch fanden. Doch erneut waren es die eigenen Fehler und Unkonzentriertheiten in Form von Ballverlusten und Fehlpässen, welche die Rackelos eiskalt nutzten und sich zur Mitte des 3. Viertels bereits scheinbar vorentscheidend mit 38:58 absetzten. Besonders Routinier Johannes Lischka bereitete der Drachen-Defense zusehends Kopfschmerzen und war ob seiner Variabilität von Downtown und in der Zone ein wichtiger Faktor im Spiel des Giessener Nachwuchs. Center Alexander Möller sorgte zwar nochmals mit einigen gelungenen Aktionen für Jubel auf den Tribünen des DragonDome, konnte aber den deutlichen 49:64-Rückstand vor den finalen 10 Minuten nicht verhindern. Trotz eines klaren Spielstands auf dem Scoreboard zeigten die Drachen, dass das Wort Team keine leere Hülse bei den Mannen vom Menzenberg ist und setzten zum Comeback an. Spätestens beim 59:69 war der Funke Hoffnung zurück und wurde durch Julian Jasinski von der Freiwurflinie weiter entfacht (61:69). Das Momentum war nun klar auf Drachen-Seite, doch es gelang beim Stand von 65:71 nicht mehr den nächsten Punsh zu setzen und so versetzte Tim Uhlemann mit einem weiteren 3er dem Comeback der Rhöndorfer den Todesstoß und brachte seine Farben auf die Siegesstraße zum 70:74-Erfolg am Menzenberg.

Thomas Adelt (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Zunächst einmal Glückwunsch an Rolf und sein Team. Besonders unsere Jungs von der Bank haben am Ende mit der nötigen Energie gespielt, die wir in der jetzigen Situation brauchen. Wir müssen jetzt jedes Spiel als wichtigen Kampf ums überleben annehmen, nur so geht’s!“

Rolf Scholz (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Respekt an Thomas und sein Team. Letztlich können wir froh sein, dass es uns dank unserer guten Quote von Downtown gelungen ist den Sieg über die Ziellinie zu retten, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir das Rebound-Duell sehr deutlich verloren haben.“

Rhöndorf: Sharda (3/1-3er), Otshumbe (0), Möller (10, 7 Rebounds), Meister (8), Koschade (5/1), Riauka (12, 12 Rebounds), Falkenstein (5/1), Kneesch (3/1), Jasinski (18/1), Dia (6)

Giessen: Kraushaar (3/1-3er), Köpple (4), Williams (4), Thurau (DNP), Pjanic (20/2), Uhlemann (9/3), Okpara (3), Lischka (13/1), Tshikaya (8/2), Hahn (3/1), Lewis (7)