Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Das Comeback bleibt unbelohnt – Herford erobert den DragonDome

Das Comeback bleibt unbelohnt – Herford erobert den DragonDome

Dragons Rhöndorf vs. BBG Herford 91:97 (23:31/19:20/23:23/26:23)

Es war angerichtet zum Spitzenspiel! 425 Zuschauern erlebten ein emotionales Duell im DragonDome am Menzenberg, bei dem die Gäste der BBG Herford mit der reiferen Spielanlage dem jungen Dragons-Ensemble den Schneid abkauften.


Mit Anish Sharda konnte Headcoach Markus Röwenstrunk wieder auf seinen gesetzten Routinier im Spielaufbau zurückgreifen. Zudem stand erstmals in der Spielzeit Neuzugang Pal Ghotra im Aufgebot und vergrößerte die Rotation der Drachen um eine weitere Option. Sehr zum Gefallen ihrer Fans konnten die Drachen direkt mit dem ersten Drive durch Curtis Hollis scoren und früh eigene Akzente setzen. Doch auch die Gäste stellten unter Beweis, warum sie bislang zu den dominantesten Teams der Liga gehören und lieferten den Drachen das erwartet enge und physische Duell, welches vor allem durch einen zwischenzeitlichen 12:0-Lauf der Gäste mit einem klaren Vorteil für Herford ins zweite Viertel ging (23:31). Trotz neuer taktischer Anweisungen hatten die Drachen auch weiterhin ihre liebe Mühe damit die offensive Struktur der BBG Herford zu stören, denn nur allzu leicht fanden die Gäste nach wenigen Pässen ihren freien Mann, der zumeist die sich bietenden Chance zu nutzen wusste. Zudem agierten die Mannen von Coach Masnic auch in den hektischen Szenen des Spiels abgeklärter und konnten eine verdiente 51:42-Führung zur Halbzeit mit in die Kabine nehmen.

Trotz des verletzungsbedingten Ausscheidens ihres US-Boys Derylton Hill agierten die Herforder auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wesentlich effektiver und kauften den Drachen mit einem 10:2-Lauf den Schneid ab und ließen Drachen-Trainer Röwenstrunk keine andere Wahl als via Auszeit das Spiel zu unterbrechen (44:61). Viele Nickligkeiten und Fouls prägten das dritte Viertel, in dem die Drachen sich zwar mit aller Macht gegen die drohende Niederlage stemmten, aber den Rückstand nur minimal verkürzen konnten (65:74). In Abwesenheit ihres Top-Scorers übernahm nun Ole Wendt das Ruder bei den Herfordern und zeigte mit einer klugen Mischung aus Passspiel und eigenen Abschlüssen warum er mehrere Jahre als Stammspieler in der ProA aktiv war. Zusätzlich hatten die Drachen weiterhin Probleme sich auf die physische Spielweise der Herforder einzustellen, die sich auch von teils strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen auf beiden Seiten des Feldes nicht aus der Ruhe bringen ließen. Zwar kam nochmal richtig Feuer ins Haus als die Dragons zum Comeback ansetzten, doch das finale Comeback wollte bedingt durch Unkonzentriertheiten der Drachen in den entscheidenden Situationen nicht mehr gelingen.

Markus Röwenstrunk (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an die BBG Herford zu einem verdienten Sieg. Wir haben in der Defense einfache Fehler gemacht und uns so immer wieder einfache Punkte kassiert. Es darf am Ende nicht sein, dass Herford unserem jungen und talentierten Team mit 7 Spielern den Schneid abkauft. Wir müssen aus den beiden Niederlagen in Folge nun die richtigen Schlüsse ziehen und schnellstens Wege finden unsere Ballverluste zu minimieren.“

Ilijas Masnic (Headcoach BBG Herford): „Es war eine schöne Atmosphäre hier und ich bin sehr froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Am Ende ist es nochmal sehr eng geworden, auch weil wir mit Derylton Hill einen wichtigen Spieler mit einer Verletzung verloren haben. Letztlich haben unsere erfahrenen Spieler trotz Müdigkeit und weniger werdender Kraft das Spiel über die Ziellinie gebracht.“

Rhöndorf: Hollis (24/1-3er), Martin (6/1), Falkenstein, J. (DNP), Otshumbe (2), Falkenstein, D. (0), Binapfl (14), Besedic (13/4), Sharda (12/2), Kotieno (2), de Oliveira (18), Ghotra (DNP), Gruber (DNP)

Herford: Hill (13/3-3er), Stein (DNP), Svinger (2), Zemhoute (19/2), Wendt (21/3), Westerwelle (DNP), Bunte (DNP), Behrens (6/2), Steffen (5/1), Volkus (26/2), Fischer (5)