Der Coach ist happy – erster Auswärtssieg der Talents in der 2.DBBL

Dank eines beherzten Defensivauftritts in der zweiten Halbzeit konnten die Talents BonnRhöndorf in der TOYOTA 2. Damen-Basketball-Bundesliga mit 62:54 (27:29) gegen den TuS Lichterfelde gewinnen. Erneut war es Amelie Kröner (15 Punkte/10 Rebounds), der gegen TuSLi ein Double-Double gelang und ihr Team damit maßgeblich zum ersten Auswärtssieg führte.

Als Greta Gomann das Spielgerät in der Schlusssekunde demonstrativ auf dem Hallenboden ablegte, war es endlich geschafft: Im siebten Anlauf hatte es geklappt mit dem Punktgewinn in der Fremde für Bea Waffenschmieds Team. Dass die BonnRhöndorferinnen gleich beide Duelle gegen die Kaderschmiede aus der Hauptstadt für sich entscheiden konnten, hätten vor dem Hinspiel Mitte Dezember sicherlich nur die wenigsten Basketballauguren erwartet. Die Ausgeglichenheit der Liga, in der auch der Tabellenachte jederzeit gegen den -zweiten gewinnen kann, wurde aber wieder einmal unter Beweis gestellt.

Nimmt man nur die nackten Zahlen, dann reihte sich der Auftritt der Talents in der Goethe-Schule in Berlin-Lichterfelde leider in die eher unbefriedigenden Vorstellungen der vergangenen Auswärtsbegegnungen ein: nur 10 von 20 Freiwürfen fanden ihr Ziel, die 37 Prozent Trefferquote aus dem Feld reichten normalerweise auch nicht für das begehrte „W“. Bei den Dreiern war es ein mageres Prozentpünktchen mehr. Aber immerhin acht Treffer verzeichneten die Talents bei ihren 21 Versuchen. Und sie gewannen das Reboundduell mit 36:23, was sich vor allem nach der Halbzeit positiv auswirken sollte.

Eine punktearme und Ballverlust-reiche erste Spielhälfte beider Teams führte zu einem mehr oder weniger ausgeglichenen Spielstand, wobei Zoe Perlick per Dreier zum 27:29 aus Gästesicht ein Ausrufezeichen setzte. Der Buzzer-Beater der Spielmacherin war so eine Art Initialzündung für die Talents, die mit einem 9:0-Lauf aus der Kabine kamen und das Match erstmals an sich rissen (29:36, 22.). Bitter für Lichterfelde war zweifellos der verletzungsbedingte Ausfall von Magdalena Landwehr gewesen, die sich bereits in der Anfangsphase das Knie verdreht hatte. So ruhte die Berliner Offensivlast fast ausschließlich auf der Kanadierin Jessica Hanson, die die Talents Zonenverteidigung zu beschäftigen wusste. Zwei ganz wichtige Dreier von Kröner hielten die Gästeführung auch nach Viertel Nummer drei aufrecht (39:45).

Berlin gab sich natürlich noch nicht geschlagen, denn TuSLi hatte schon einige Heimspiele nach dem Seitenwechsel gedreht. Als Helen Spaine für die Hausherrinnen aus der Distanz zum 47:47 ausglich, waren nämlich plötzlich starke Talents-Nerven gefragt (34.). Jene hatte ausgerechnet das jüngste BonnRhöndorfer Puzzlesteinchen im Gepäck. Greta Gomann traf im Gegenzug ebenfalls „für drei“ und holte die Führung zurück. Die Talents spürten, dass der erste Auswärtssieg zum Greifen nah war und erkämpften sich immer wieder Rebounds. Berlin foulte, Olivia Okpara verwandelte Freiwürfe (49:54, 37.). Gomanns vierter verwandelter Distanztreffer sorgte dann für die Vorentscheidung (51:58, 38.). Hanson war zwar mit 17 Punkten Topscorerin der Partie geworden, das Mach drehen konnte sie aber nicht mehr.

„Der Coach ist happy“, diktierte Waffenschmied noch aus der Hauptstadt in die digitalen Notizblöcke. Eine gute Defensivleistung hatte Waffenschmied gesehen. Aber auch viele Fehler der eigenen Mannschaft, die gerade im Fast Break schmerzhafte Ballverluste verzeichnete. Die schwache Freiwurfquote sei zum Glück nicht spielentscheidend gewesen.

Viertel: 14:13 / 15:14 / 10:18 / 15:17

Es spielten: G. Gomann 13 Punkte/4 Dreier, A. Kerluku, L. Arz 3, N. Carstens, Z. Perlick 7/1, O. Okpara 14/8 Rebounds, A. Hans, S. Flottmann, M. Koopmann 4, A. Kröner 15/3 Dreier/10 Rebounds, L. Brinkmann 6, M. Kleinert.

 

Fotos: Daniela Hans

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