Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Derby zum Heimspiel-Ausklang

Derby zum Heimspiel-Ausklang

Samstag, 19:00 Uhr, Dragons Rhöndorf vs. RheinStars Köln

Es ist der letzte Aufgalopp auf heimischen Parkett-Boden, bevor eine von der sportlichen Bilanz her desaströse Spielzeit eine Woche später Geschichte sein wird. Während die die Dragons als Absteiger feststehen, ist auch bei den RheinStars Köln die Messe bereits gelesen und die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann rangiert ohne Chance auf die Playoffs im sogenannten gesicherten Mittelfeld der ProA.

Es scheint ein Derby ohne sportlichen Wert zu sein, denn die Ausgangslage ist auf beiden Seiten mehr als deutlich. Jedoch dürften sowohl die Dragons, als auch die gastierenden RheinStars aus der nicht allzu fernen Domstadt trotzdem top motiviert in die Begegnung gehen. Für die Dragons ist es die letzte Chance sich in dieser Spielzeit mit einer engagierten Leistung von den eigenen Fans zu verabschieden und den treuen Zuschauern am Menzenberg ein Erfolgserlebnis zu kredenzen. Jedoch wird Headcoach Arne Woltmann auch bei den RheinStars dafür sorgen, dass kein Schlendrian einkehrt und seine Mannen entsprechend fokussiert in die letzten Begegnungen der Saison gehen, denn jeder sportliche Erfolg in der Bilanz ist in einer Sportstadt wie Köln wichtig für die Außendarstellung des Clubs.

Die 2013 neu formierten RheinStars feierten einen furiosen Start in ihre erste ProA-Spielzeit, nachdem sie zuvor durch eine Wildcard-Regelung den freien Startplatz der Artland Dragons in der ProA einnehmen konnten. Mit 4 Siegen starteten die Kölner in die Saison und die Mannschaft von RheinStars-Macher Stephan Baeck RheinStars_Köln_Logo_kleinwurde bereits als mögliche neue Konkurrenz zu den Liga-Größen Vechta und Jena gesehen. Doch nach dem überraschend guten Start flachte die Leistungskurve der Mannschaft zusehends ab. Empfindliche Heimniederlagen wie gegen Heidelberg (62:68) oder Kirchheim (61:71) sorgten dafür, dass es tabellarisch sukzessive abwärts ging. Auch der knappe 84:83-Hinspielsieg gegen die Dragons vor über 2000 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena konnte die grundsätzliche Tendenz nicht stoppen und besonders die 7 Niederlagen in Folge zu Beginn diesen Jahres ließen die RheinStars endgültig aus den Playoff-Rängen rutschen. Die Bilanz des vergangenen Doppelspieltags fiel ebenfalls gemischt für unsere Gäste aus Köln aus, denn dem erfolgreichen Betriebsausflug gen Süden, wo man mit 66:54 bei den Baunach Young Pikes gewinnen konnte, folgte zwei Tage später eine bittere 71:78-Heimniederlage gegen die NINERS Chemnitz.

Auf dem Feld kann Coach Woltmann ein starkes Trio aus dem Mutterland des Basketballs ins Rennen schicken. Angeführt wird die Mannchaft dabei von Aufbauspieler David Downs, der scheinbar mühelos den Sprung aus der Regionalliga in die ProA vollzogen hat und allabendlich auf 15,2 Punkte und 5,1 Assists kommt und auch von der 3er-Linie ein sicheres Händchen besitzt. Ihm folgt Forward Lakeem Jackson, der seine 12,7 Punkte jedoch vornehmlich in Brettnähe erzielt und zusätzlich 7,4 Rebounds pro Partie einsammelt. Direkt am Brett ist Center Aaron Jones zuhause, der jedoch auch immer mal wieder einen Wurf von jenseits der 6,75-Meter-Linie einstreuen kann und mit 11,1 Punkten pro Spiel ebenfalls zweistellig punkten kann. Als Bonus sammelt er aktuell 7 Rebounds pro Partie und schickt zwei Wurfversuche pro Partie zurück an den Absender. Mit doppelter Staatsbürgerschaft und entsprechend nicht als klassischer US-Spieler läuft Forward Alexander Foster auf, der in Deutschland geboren wurde, aber nahezu sein komplettes bisheriges Leben in den USA verbrachte. Foster avancierte mit seinem Wurf im Hinspiel zum Gamewinner seiner Mannschaft und die Drachen dürften entsprechend gewarnt sein über seine basketballerischen Fähigkeiten, mit denen er es durchschnittlich auf 9,4 Punkte und 3,2 Rebounds bringt. Ein wichtiger Faktor im Spiel der RheinStars ist Routinier Marin Petric, der bereits in Spanien, der Schweiz und bei verschiedenen Clubs in Deutschland als Profi aktiv war und mit seinen mittlerweile 36 Jahren immer noch 5,9 Punkte pro Partie aufs Parkett bringt. Noch bestens bekannt in Rhöndorf sind die beiden ehemaligen Drachen Lennart Steffen und Jonathan Malu, die beide zum festen Stamm der RheinStars gehören und regelmäßig von ihrem Trainer ins Spiel gebracht werden. Shooting Guard Steffen bringt es dabei auf 3,4 Punkte im Schnitt, während Power Forward Malu 5,8 Punkte und 4,2 Rebounds verbuchen kann. Ebenfalls bestens bekannt in Basketball-Deutschland ist Center Bernd „Der Storch“ Kruel, der zwischen 2006 und 2008 beim Rhöndorfer Kooperationspartner in Bonn in Lohn und Brot stand und dort regelmäßig mit „Kruel! Kruel! Kruel!“-Rufen gefeiert wurde. Der 39 Jahre alte Senior der Mannschaft musste zu Beginn der Saison  jedoch verletzungsbedingt aussetzen und konnte erst im Dezember in den Spielbetrieb eingreifen und kann seitdem 3,5 Punkte pro Spiel erzielen. Weitere wichtige Minuten in der Rotation können zumeist noch Aufbauspieler Leon Baeck und Shooting Guard Tim van der Velde für sich verbuchen.

„Die Niederlage in Köln haben wir alle noch vor Augen und dürfte jeden von uns nochmal gesondert motivieren alles zu geben.“, blickt Headcoach Christian Mehrens voraus, der gegen Köln auf die Youngster Anton Geretzki, Alex Möller und David Falkenstein verzichten muss, die zeitgleich mit der NBBL-Mannschaft des Team Bonn/Rhöndorf zum Auftakt der NBBL-Playdowns nach Hamburg reisen. „Wir wollen uns bestmöglich von unseren Fans verabschieden und wieder einmal alles in die Waagschale werfen was wir haben und wollen den RheinStars einen heißen Tanz im DragonDome liefern.“, zeigt sich der Cheftrainer der Drachen angriffslustig und hofft auf ein entsprechend stimmungsvolles letztes Heimspiel.

Tip-Off zur Partie gegen die RheinStars Köln ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr in der Sporthalle an der Menzenberger Straße. Die Tageskassen öffnen 60 Minuten vor Spielbeginn. Ein Livestream der Partie wird bei Sportdeutschland.TV angeboten.