Dragonladies gewinnen gegen Bochum mit 81:77 n.V. (12:20; 29:39; 50:53; 70:70)

Das Spiel war nichts für schwache Nerven als die aufstiegsambitionierte Mannschaft aus Bochum nach Bad Honnef kam. Bis zur 8. Spielminute gab es drei Führungswechsel und es stand 12:13 aus Sicht der Dragonladies. Dann kam es zu einem Bruch im Spiel der Rhöndorferinnen und Bochum zog bis zur 12. Spielminute auf 12:20 davon. Lediglich die stark spielende Karo Krabbe, die zum Schluss auch Topscorerin wurde, hielt die Dragonladies mit 9 Punkten im zweiten Viertel im Spiel, doch das Team geriet bis zur 18. Spielminute sogar mit 21:36 in Rückstand. Durch enfache Ballverluste und folgende schwache transition Defense ließen die Dragonladies für Bochum einfache Fastbreakpunkte zu. Auch die Reboundarbeit war auf beiden Seiten in der ersten Halbzeit äußerst schwach. Erst in der Schlussphase nach der zweiten Auszeit der Dragonladies berappelte sich das Team und durch je ein Korb von Kristina Goncharuk und Karo Krabbe sowie 2 Körbe von Elli Emrich konnte der Rückstand bis zur Halbzeit auf 10 Punkte zum 29:39 reduziert werden.
Nach der Halbzeit kam das Team wie ausgewechselt aus der Kabine und spielte vorne gegen die Zone so richtig guten Basketball. Bis zur 25. Spielminute waren die Dragonladies zwar die bessere Mannschaft, doch im Ergebnis spiegelte es sich beim Zwischenstand von 37:48 noch nicht wieder. Aber nun folgte eine ganz starke Phase der Dragonladies. Ein 8:0 Lauf, eingeleitet durch einen Korb von Karo Krabbe, gefolgt von dem heute sehr gut aufgelegten Aufbauduo – 2 Körbe in Folge von Maike Otto und ein Korb von Elli Emrich – und es stand 45:48. Nach 2 Freiwurftreffern auf Seiten von Bochum folgte der nächste Korb von Elli Emrich und ein Dreipunktespiel von Sera Kadiata. Die 2 Freiwurftreffer von Annika Otto bedeuteten in 29. Spielminute erstmals wieder die Führung – 52:50. Das zwischenzeitliche 56:50 in der 32. Spielminute konnten die Dragonladies nicht halten. Einige Unkonzentriertheiten in der der Verteidigung und 4 von 4 Dreiern von Bochum in den letzten 7 Minuten ließ den Gast zurückkommen und ihrerseits und bis zur 39. Spielminute mit 70:66 in Führung gehen. In der letzten Spielminute setzten die Trainer Martin Otto und Michael Löhr alles auf eine Karte. In Ballbesitz für Bochum wechselte er die beiden großen Spielerinnen Karo Krabbe und Julia Loock aus und es kamen Annika Otto und Antonia DeMuirier rein. Diese sehr schnelle Lineup machte so viel Druck, dass es nach 11 Sekunden einen Ballverlust von Bochum gab. Es sollte sich als die spielentscheidende Situation darstellen. Die Coaches wechselten wieder zurück. Auch wenn es für die beiden Spielerinnen sehr undankbare 11 Sekunden waren, so brauchte das Team die beiden großen Spielerinnen wieder auf dem Feld. Die wieder eingewechselte Julia Loock wurde gefoult und verwandelte sicher ihre beiden Freiwürfe. Sera Kadiata war es dann kurz vor Schluss vorbehalten, einen ganz schwierigen Wurf mit Foul im Korb unterzubringen und rettete die Dragonladies in die Verlängerung. Der fällige Freiwurf verfehlte das Ziel, doch Bochum verwarf den Schlusswurf und es kam zur ersten Verlängerung der Dragonladies in dieser Saison.
Die Verlängerung leitete die Führungsspielerin Maike Otto mit einem Dreier ein und es folgten Körbe von Karo Krabbe und Julia Simonis – die Dragonladies gingen in der 43. Spielminute mit 77:72 in Führung. Der 9. Dreier von Bochum in der 44. Spielminute zum 77:75 war das letzte Aufbäumen von Bochum. Danach gab es nur noch jeweils 2 Freiwurfpunkte von Elli Emrich und Maike Otto und es stand 81:75. Bochum gelang in den Schlusssekunden nur noch die Ergebniskorrektur zum 81:77 Endstand.
Punkte:
Goncharuk (2 Punkte); Otto, M. (11/1 Dreier); Kadiata (9); Emrich (16/1); Flottmann (0); DeMuirier (2); Menne (6); Loock (10); Brückner (0); Simonis (4); Otto, A. (2); Krabbe (19/17 Rebounds)