Dragons Rhöndorf können Elchinger Heimnimbus nicht brechen

Scanplus Baskets Elchingen vs. Dragons Rhöndorf 103:72 (29:17/29:24/18:9/28:22)
Der Lauf ist vorüber! Nach vier Siegen zum Saisonstart kassieren die Dragons Rhöndorf bei den Scanplus Baskets Elchingen eine auch in der Höhe verdiente 103:72-Niederlage und müssen die spielstarken Gastgeber in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

Vor lautstarken 327 Zuschauern in der Brühlhalle zu Elchingen hatte Coach Jerkic seine gastgebenden Korbjäger bestens eingestellt, denn sehr zur Freude ihrer Fans erwischten die Hausherren den besseren Start und konnten sich nach 6 gespielten Minuten bereits mit 17:9 absetzen. Vor allem Brian Butler war von der Dragons-Defense nur schwer zu kontrollieren und punktete sowohl via Dunk im Fastbreak, als auch in der Isolation. Beim Stand von 21:11 hatte Headcoach Thomas Adelt genug gesehen und bat seine Mannen zum Timeout auf die Bank, um die heiß gelaufenen Gastgeber etwas abzukühlen. Der erhoffte Effekt verpuffte jedoch zunächst, denn Elchingen nutzte auch von der Freiwurflinie jede sich bietende Chance und konnte mit einem 29:17 ins zweite Viertel starten. In der Viertelpause schienen die Dragons-Coaches die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Drachen starteten mit einem 4:0-Lauf, ehe Elchingen wieder das Kommando übernahm und mit einem 3er antworten konnte (32:21). Der Tabellenführer vom Menzenberg musste weiterhin für jeden Punkt hart arbeiten, während der ehemalige Bundesligist aus Schwaben teils immer befreiter aufspielte und sogar mit Alley Oops durch Jere Vucica gegen die Drachen punkten konnte. Und wenn es einmal läuft, dann läuft es eben und so zogen die Scanplus Baskets immer weiter davon und konnten sich auf 47:28 absetzen, ehe Capitano Frankl-Maus von der Freiwurflinie verkürzen konnte und Kameron Taylor, sowie Kevin Thomas ebenfalls nachlegten (47:34). Doch wer glaubte, dass die Dragons nun in Schlagdistanz kommen könnten sah sich getäuscht, denn Routinier Marin Petric sorgte mit dem Buzzer für eine 58:41-Führung der Hausherren zum Pausentee.
Auch nach der Pause setzte sich das Geschehen auf dem Parkett, sehr zum Missfallen der Drachen-Trainer, nahezu unverändert fort. Die Scanplus Baskets diktierten vorne wie hinten das Geschehen und trafen weiterhin traumwandlerisch sicher von jenseits der 6,75-Meterlinie. Vor allem die Trefferquote von knapp 50% von außen sorgte dafür, dass sich die Gastgeber bereits im dritten Viertel vorentscheidend mit 72:45 absetzen konnten und schließlich beide Teams beim Stand von 76:50 in den finalen Spielabschnitt des Abends starteten. Das letzte Viertel nutzten beide Trainer, um bei diesem deutlichen Spielstand viel zu rotieren und bereits die ersten Kräfte für die anstehenden Aufgaben in der ProB zu schonen. Während bei den Dragons Patrick Reusch wichtige Spielpraxis sammeln konnte, schraubte auf der Gegenseite US-Boy Haydon Thomas Lescault weiter an seiner Punkteausbeute und konnte am Ende 25 Punkte zum 103:72-Erfolg seiner Farben gegen die Dragons beisteuern. Damit untermauern die Scanplus Baskets Elchingen ihren Heimnimbus mit einer saisonübergreifenden Serie von 10 Siegen in Folge auf heimischem Parkett.
Einige Gründe für die deutliche Niederlage im Spitzenspiel in Elchingen sind aus Dragons-Sicht beim Blick in die Statistiken schnell gefunden. Während die Dragons als Mannschaft 19 Assists verbuchten, kamen die Gastgeber auf starke 33 direkte Korbvorlagen. Auch bei den Rebounds hatten die Drachen mit 32 zu 45 das Nachsehen.
Thomas Adelt (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir sind eine Mannschaft, die von ihrer Intensität lebt und genau diese Intensität haben wir heute nicht aufs Feld bekommen. Elchingen hat sich immer mehr in einen Rausch gespielt und uns damit letztlich überrannt. Gratulation an Elchingen zu diesem verdienten Erfolg heute Abend. “
Rhöndorf: Frankl-Maus (11/1-3er, 6 Assists), Taylor (21), Thomas (5, 7 Rebounds), Blass (2), Geretzki (10/2), Vermum (0), Kneesch (10/3), Möller (3), Koschade (4/1), Michel (3/1), Elksnis (1), Reusch (2)
Elchingen: Fekete (7/1-3er, 12 Assists), Köpple (2), Krstanovic (3, 10 Assists), Vucica (17/3), Butler (18), Lescault (25/3, 11 Rebounds), Petric (7/1), Alispahic (9/2), Rozic (2), Beck (3/1), Kuhn (10)