Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Duell der bislang sieglosen Aufsteiger

Duell der bislang sieglosen Aufsteiger

hanau_beitragSamstag, 19.00 Uhr, Hebeisen White Wings Hanau vs. Dragons Rhöndorf

Für Spannung ist am kommenden Samstag (19.00 Uhr) reichlich gesorgt. Dann nämlich treffen die Rhöndorf Dragons auf die bislang ebenfalls sieglosen Hebeisen White Wings Hanau. Beide Aufsteiger operieren vermeintlich auf Augenhöhe und es bietet sich die Chance den ersehnen Brustlöser zu landen. Ein Erfolgserlebnis bedeutet nicht nur zwei wertvolle Punkte gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um den Klassenerhalt, sondern birgt wertvolles Selbstvertrauen für den Abstiegskampf.

In einem Punkt herrscht vor dem Aufeinandertreffen Einigkeit: Von einem „Do-or-die-Spiel“ wollen beide Cheftrainer nichts hören. Es wäre auch verfrüht, bereits nach sechs Begegnungen die Segel zu streichen – und überzogener Druck wäre derzeit absolut kontraproduktiv. Das die anstehende Partie richtungsweisenden Charakter hat dürfte jedoch jedem klar sein. Zur entsprechenden Vorsicht mahnt der Dragons-Coach. „Hanau hat eine große individuelle Qualität in seinem Team, die es für uns in der Defensive zu kontrollieren gilt“, warnt Boris Kaminski. „Unser Umschaltverhalten in der Verteidigung ist gefragt, da sie über gute Werfer verfügen, die nicht lange zögern.“ Besonders unter den Brettern erwartet Rhöndorfs Cheftrainer eine konzentrierte Teamleistung. Vielen Fans dürfte der kollektive Aussetzer vom letzten Heimspiel noch in schlechter Erinnerung sein, wo die Dragons Paderborn insgesamt 46 Rebounds gestatteten. „Hier wollen wir einen deutlich besseren Job machen.“

Insgesamt sind die Vorzeichen bei beiden Klubs ähnlich gestrickt. Rhöndorf wie Hanau sind als Nachrücker in die ProA aufgestiegen und stellen sich der Herausforderung mit einem vergleichsweise überschaubaren Etat. Mit neun Spielern ist der Kader der Hessen nicht gerade üppig besetzt. Die Dragons haben mit 15 Akteuren nominell eine komfortablere Personaldecke, im Laufe einer lange Saison durchaus ein Vorteil, faktisch operieren beide Teams jedoch mit einer ähnlichen Rotation. Die Match-up’s versprechen interessant zu werden. Mit Till-Joschka Jönke haben die White Wings einen BBL-erfahrenen Guard verpflichtet. Der 23-jährige stand zuletzt bei Tübingen unter Vertag, ist erst seit zwei Spielen wieder fit und will sich in Hanau wieder für die erste Liga empfehlen. Ihm zur Seite stehen die beiden US-Amerikaner Miles Jackson-Cartwright (ø 8,6 Pkt./3,8 As.) und der 1,98 Meter lange Loucks Luke Issac Rhoad (ø 7 Pkt./ 4 As.) sowie Jonathan Mesghna (9,8 Pkt.). Auf der Small Forward-Position hat sich zuletzt Robin Manuel Christen prächtig in Szenen gesetzt (ø 10,2 Pkt.). Der Fels unter den Brettern ist Power Forward Kruize Alshaude Zah-Kee Pinkins, der durchschnittlich 12,6 Punkte und 8,4 Rebounds auflegt. Insgesamt betrachtet verfügen die White Wings also über keinen herausragenden Scorer, was das Team um Coach Simon Cote wiederrum schwer ausrechenbar macht. Es sind viele in der Lage zehn Punkte jederzeit einzustreuen. Nicht zu vergessen Mannschaftskapitän Christian von Fintel, der als ehemaliger Rhöndorfer gegen die Dragons traditionell extrem motiviert ist.

Unter dem Strich dürfen sich die Dragons in Hanau also auf einen heißen Tanz einstellen. Da gibt sich auch Boris Kaminski keinen Illusionen hin: „Es wird sicherlich ein umkämpftes Spiel, in dem wir voll dagegen halten müssen um den ersten Sieg einfahren zu können.“