Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Hagerhof Girls stehen im Finale

Hagerhof Girls stehen im Finale

Die weibliche Schulmannschaft des Schloss Hagerhof aus Bad Honnef hat das Finale der Wettkampfklasse II bei Jugend trainiert für Olympia erreicht. Ausschlaggebend war dafür bei den deutschen Schulmeisterschaften in Berlin eine großartige defensive zweite Halbzeit im Halbfinale, durch das sich die Hagerhof Girls für das heutige Finale gegen den Turnierfavoriten aus Berlin qualifizierten.

Der zweite Wettkampftag begann für die Mannschaft von Martin Otto und Robert Gan mit dem Spiel gegen das Helmholtz Gymnasium aus Heidelberg. Nach vielen Unkonzentriertheiten und schwacher Passqualität in der ersten Halbzeit steigerten sich die Rheinländerinnen in der zweiten Halbzeit enorm und entschieden das Spiel mit einem 20:2-Run. Vor allem das Quartett an Spielerinnen von der Bank, Svea Carstens, Alex Ritter, Shannon Rasch und Belkisa Krop, sorgte für Entlastung und sicherten dabei einen letztlich ungefährdeten 43:14 (15:11) Sieg.

Im zweiten Spiel ging es daraufhin gegen den Turnierfavoriten, das Schul-/ und Leidtugssportzentrum Berlin, die erst vor zwei Wochen bei den Schulweltmeisterschaften in Frankreich nur knapp das Finale verloren, Silber gewannen und im Turnier als absoluter Topfavorit gelten. Den Hager Girls gelang ein guter Start (8:5, 3. Minute), bevor Ballverluste und schwache Umstellung zu einem 12:0-Run der Berlinerinnen führten, von dem sich die Rhöndorferinnen nicht mehr erholen konnten. Zu stark waren die Ausnahmespielerin Satou Sabally und ihre jüngere Schwester Nyara Sabally. Trotz der 19:31 (11:17)-Niederlage, die keinen Einfluss auf das Turnierergebnis hatte, gingen die neun Hagerhof Mädels mit Selbstbewusstsein in das alles entscheidende Halbfinale.

Dort traf die Mannschaft, von denen acht Spielerinnen vergangenes Wochenende bei den deutschen Vereinsmeisterschaften in der WNBL den dritten Platz erreichten, auf das Sportgymnasium Chemnitz, dass ebenso mit einer kompletten WNBL-Mannschaft vor Ort war und mit dieser vor wenigen Wochen nur knapp den Einzug ins Top 4 verpasste. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, in dem Jessika Schiffer mit drei Dreiern in den ersten zehn Minuten ihrem Team offensiv die nötige Sicherheit gab. Auch Chemnitz nutzte jedoch mehrere Fehler in der Verteidigung der Hagerhof Girls. Viele Führungswechsel prägten das Spiel, bevor die Hagerhof Girls defensiv hellwach in die zweite Halbzeit starteten. Erst nach drei Minuten gelang Chemnitz der erste Punkt. Die Schülerinnen des Schloss Hagerhof nutzten diese Phase, um mit viel Bewegung in der Offensive zu einem 17:2-Run zu kommen (33:18, 26. Minute). Chemnitz kämpfte weiter, wichtige Punkte von Julia Loock und Carlotta Ellenrieder sowie starke Reboundarbeit von Katrin Menne und die alles überragende Jessika Schiffer, die ihr Team abgebrüht unter Druck führte, sorgten letztlich dafür, dass die Gegner aus Sachsen nicht mehr näher ran kamen. Am Ende hieß es 37:26 (17:16) und damit den vierten Finaleinzug eines weiblichen Teams vom Hagerhof bei Jugend trainiert für Olympia.

Im Finale sind die Hager Girls nun, gegen das vor eigenen Publikum spielende, Berliner Team Außenseiter, hoffen jedoch auf eine Chance, wie in den ersten drei Minuten des Zwischenrundenspiels, den haushohen Favoriten ärgern zu können und das Spiel knapp zu halten.

Es spielten: Carstens 2, Menne 11, Vlasenko 10, Ritter 6, Schiffer 24, Ellenrieder 19, Loock 21, Rasch 6, Kropp

(geschrieben von: Robert Gan)