Dragons Rhöndorf – 2.Basketball-Bundesliga/ProB | Just #PlayoffsBaby – Das Halbfinale steht!

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Es ist angerichtet! Nachdem die Iserlohn Kangaroos überraschend deutlich mit zwei Siegen das direkte Ticket für die Runde der letzten Vier lösen konnten, musste die Konkurrenz aus Elchingen, Schalke und Rostock über die maximale Länge von drei Spielen gehen, um ins Halbfinale der diesjährigen Playoffs einzuziehen. 


scanplus baskets elchingen vs. VfL SparkassenStars Bochum 82:72 (Serie: 2-1)

Nach dem deutlichen 79:63-Erfolg in Spiel 2 witterten die Korbjäger aus dem Ruhrpott die Chance auf eine Überraschung und wollten der Übermannschaft der Süd-Staffel vor eigenem Publikum den Zahn ziehen. Entsprechend fokussiert gingen die Mannen aus der von Herbert Grönemeyer besungenen Ruhrgebiets-Stadt zu Werke und sorgten nach dem ersten Viertel und einem Spielstand von 21:25 für Sorgenfalten bei den 813 Zuschauern in der altehrwürdigen Brühlhalle zu Elchingen. Doch wie so häufig ist Routine gerade in den Playoffs durch nichts zu ersetzen und so gewannen nach und nach die Mannen von Coach Dario Jerkic die Oberhand und konnten vor allem mit einem starken dritten Viertel (21:12) das Momentum endgültig auf ihre Seite bringen. Angeführt von Stefan Fekete (18 Punkte & 8 Assists) und Filmore Beck (18 Punkte) kämpften die Elchinger die Konkurrenz aus Bochum in der zweiten Halbzeit nieder, auch wenn sich auf Bochumer Seite US-Boy Jarvis Davis mit 33 Punkten nach Kräften gegen die Niederlage stemmte. Ein Grund für die Niederlage und das damit verbundene Aus in den Playoffs war aus Bochumer Sicht die schwache Freiwurfquote von gerade einmal 50%, sowie das verlorene Rebound-Duell.

FC Schalke 04 Basketball vs. MTV Herzöge Wolfenbüttel 81:69 (Serie: 2-1)

Der Traum lebt! Unter dem großen Jubel der 750 Zuschauer lösten die königsblauen Korbjäger das Halbfinal-Ticket der Postseason und können weiterhin von einem Aufstieg in die ProA träumen. Vor allem das ausgeglichen auftretende US-Trio des Teams von Headcoach Raphael Wilder war wieder einmal der Schlüssel zum Sieg gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Mannen von Coach Steven Esterkamp. Neben Courtney Allen Belger (14 Punkte & 7 Rebounds) und Randall Slawson (12 Punkte & 6 Rebounds) konnten auch Patrick Carney (12 Punkte), Shawn Tyrell Gulley (13 Punkte) und Niclas Sperber (12 Punkte) zweistellige Punktausbeuten für sich verbuchen und legten gemeinschaftlich den Grundstein für den späteren Erfolg. Vor allem in der Defense wussten die Schalker Korbjäger vor ihren eigenen Anhängern mehr zu überzeugen und zwangen die Gäste aus Niedersachsen zu insgesamt 21 Ballverlusten. Zudem wollte den Herzögen auch von jenseits der 6,75-Meterlinie nicht viel gelingen, denn lediglich 22% ihrer Wurfversuche aus dem 3er-Land fanden den Weg ins Ziel. Da nutzte auch eine gute Performance von Forward Tom Alte nichts, der mit 17 Punkten & 6 Rebounds bester Punktesammler der Partie wurde. Besonders US-Boy und Schlüsselspieler Demetrius Ward hatten die Schalker gut unter Kontrolle und hielten den Spiritus Rector der Herzöge bei überschaubaren 12 Punkten und 6 Assists.

Depant GIESSEN 46ers Rackelos vs. ROSTOCK SEAWOLVES 89:93 n.V. (Serie: 1-2)

Eine wahre Playoff-Schlacht erlebten 867 Zuschauer in der Sporthalle Ost zu Giessen, bei der die Gäste aus dem hohen Norden letztlich das bessere Ende für sich haben sollten. Angetrieben von einem wie entfesselt aufspielenden Bill Borekambi (27 Punkte & 13 Rebounds) konnten sich die ambitionierten Korbjäger aus der Hansestadt bis zur Halbzeit einen Vorsprung erarbeiten und eine 28:36-Führung mit in die zweite Halbzeit nehmen. Doch scheinbar hatte das Trainer-Duo Ralf Scholz und Lutz Mandler die richtigen Worte in der Pausenansprache gefunden, denn ein zwischenzeitlicher 10:2-Lauf sorgte für Feierstimmung im Rund der Sporthalle und eine knappe Führung der Hausherren vor den finalen 10 Minuten. Jetzt war Nervenstärke und Wille gefragt und beide Teams gaben ihren Kontrahenten keinen Zentimeter Parkett kampflos her. 9 Sekunden vor der Sirene gelang es Borekambi zum 66:66 auszugleichen und Dennis Teuchert stellte sogar via Freiwurf eine knappe Führung für die Seewölfe her, doch ein technisches Foul gegen die Rostocker Bank sorgte für die finale Chance auf den Ausgleich, die Youngster Bjarne Kraushaar nutzte und die Partie in die Overtime schickte. Auch dort wollte zunächst kein Sieger gefunden werden und so musste eine zweite Verlängerung herhalten, in der ein später 7:0-Lauf der Rostocker den Ausschlag zu Gunsten der Seawolves gab. Bei den Gastgebern wussten trotz der Niederlage vor allem Alen Pjanic (20 Punkte & 5 Rebounds), sowie die beiden US-Boys Dennis Mavin (19 Punkte & 6 Assists) und Nick Hornsby (17 Punkte & 8 Rebounds) zu überzeugen. Weitere Garanten für den Sieg und den damit verbundenen Einzug ins Halbfinale waren auf Rostocker Seite neben dem bereits erwähnten Bill Borekambi noch Jordan Talbert mit 20 Punkten und 12 Rebounds, sowie Brandon Lockhart mit 19 Punkten und 8 Assists.

Iserlohn Kangaroos vs. Artland Dragons 79:78 (Serie: 2-0)

Mit den Artland Dragons hat sich einer der großen Favoriten auf die Meisterschaft und einen Aufstieg in die ProA aus den diesjährigen Playoffs verabschiedet. Ein Gamewinner von US-Forward Donte Nicholas sorgte drei Sekunden vor dem Ende für die viel umjubelte Entscheidung in der wieder einmal stimmungsvollen Iserlohner Hemberghalle, die mit 1400 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach einem intensiven und körperlich geführten Basketball-Spiel legten die Sauerländer ihr Glück in die Hände ihres erfahrenen US-Boys Donte Nicholas, der im Isolation Play lieferte und gegen zwei Drachen-Verteidiger den Ball via Brett im Korb unterbringen konnte. Der Favorit aus dem Artland hatte zwar nochmals drei Sekunden um nach einer Auszeit die passende Antwort zu finden, doch angefeuert und angestachelt von ihren Fans ließ das Kooperations-Team von Phoenix Hagen keine Wurfchance der Dragons mehr zu und sorgte so für  absolute Ernüchterung bei Fans, Spielern und Trainern im Lager der Artländer. Gamewinner Donte Nicholas konnte am Ende mit 17 Punkten und 10 Rebounds ein solides „Double Double“ für sich verbuchen und hatte mit Julian Scott (16 Punkte) und Nikita Khartchenkov (17 Punkte) zwei weitere sichere Punktelieferanten an seiner Seite. Auf der Gegenseite wurde Andre Calvin mit 19 Punkten bester Scorer, gefolgt von Center Yasin Kolo mit 11 Zählern.

Die Halbfinal-Paarungen:

scanplus baskets elchingen vs. FC Schalke 04 Basketball

ROSTOCK SEAWOLVES vs. Iserlohn Kangaroos