Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | NBBL: Bonn/Rhöndorf sichert Klassenerhalt

NBBL: Bonn/Rhöndorf sichert Klassenerhalt

Team Bonn/Rhöndorf – Uni Baskets Paderborn: 72:65

Das Team Bonn/Rhöndorf hat auch das zweite Spiel der Best-Of-Three Serie gegen die Uni Baskets Paderborn gewonnen und sich somit das sportliche Startrecht in der Nachwuchs Basketball Bundesliga für die kommende Saison 2019/2020 gesichert. In einem spannenden Spiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Mehrens am Ende mit 72:65 (20:10, 18:23, 17:20, 17:12) durch.

Es war viel mehr die Erleichterung, endlich den drohenden Abstieg hinter sich gelassen zu haben als der Jubel über den Sieg, der am Ende die Arme des Team Bonn/Rhöndorf hoch reißen ließ. Jonas Falkenstein, der wenige Minuten zuvor mit fünf Punkten in Serie seine Mannschaft in der Crunchtime auf die Siegesstraße brachte, fasste es daher auch treffend in seiner Team-Ansprache nach dem Spiel zusammen: „Die Saison ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten viele Verletzungen und andere Ausfälle, aber das letzte Spiel haben wir durch Kampf entschieden!“

Dabei sah es in den ersten Minuten nach einem entspannten Nachmittag für die Kooperationsmannschaft aus Spielern der Telekom Baskets, Dragons Rhöndorf und BG Bonn 92 aus: Schnell lagen sie mit 15:0 in Führung (5. Minute) und schienen sowohl offensiv als auch defensiv eine Kragenweite zu groß für die Gäste aus Paderborn zu sein. Immer wieder standen sie gut in den Passwegen, konnten durch Ballgewinne einfache Punkte generieren, oder spielten mit Ruhe und Übersicht die Paderborner Zonenverteidigung aus. Erst in der 6. Minute gelangen den Uni Baskets die ersten beiden Zähler (15:2). Auch wenn Paderborn nun etwas besser ins Spiel fand, blieben die Hausherren durch einen Dreier von Robin Dahl am Drücker (20:7, 9. Minute), ehe es beim Stand von 20:10 (10. Minute) ins zweite Viertel ging.

Dort war plötzlich nichts mehr von der anfänglichen Intensität zu sehen, wodurch Paderborn mit einem viertelübergreifenden 15:2-Lauf in der 15. Minute den Ausgleich erzielte (22:22). Zu einer schwächelnden Defense gesellte sich nun auch Pech im Abschluss, als Point Guard Noah Völzgen aus aussichtsreicher Position einen Dunking auf den Ring setzte und Paderborn im Fastbreak-Gegenzug per And-1 traf (30:30, 18. Minute). Dennoch nahmen die Hausherren einen knappen 38:33-Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel lief für die Rheinländer erst einmal wenig zusammen. Mit gleich drei Ballverlusten in Serie bauten sie ihren Gegner weiter auf, der zudem vom sehr aktiven und korbgefährlichen Hasan Demibras (insgesamt 26 Punkte) getragen wurde (38:37), ehe Falkenstein per Distanzwurf die zweiminütige Durststrecke seines Teams beendete (41:37, 22. Minute). Nach einer Auszeit von Coach Mehrens packten seine Jungs vor allem defensiv wieder besser zu: Allen voran Völzgen, der ein Zwei-gegen-Eins-Überzahlspiel mit einem spektakulären Block vereitelte. Nachdem Paderborns Alexander Engel mit einem zweiten Technischen Foul des Feldes verwiesen wurde, traf Shooting Guard Falkenstein den fälligen Freiwurf zum 55:53 (30. Minute).

Die Schlussphase versprach also spannend zu werden: Zwar lag Bonn/Rhöndorf auch im vierten Viertel stets leicht in Front (61:60, 36. Minute), doch der knappe Vorsprung sorgte weder bei der Mannschaft noch bei den 120 Zuschauern im gut gefüllten Baskets-Ausbildungszentrum für ein sicheres Gefühl. Eine Minute vor Spielende traf dann Falkenstein einen Floater zum 67:63 (39. Minute) und sorgte 35 Sekunden vor Schluss nach einem erfolgreichen Paderborner Korbleger mit einem Dreipunktewurf zum 70:65 für die Vorentscheidung.

Christian Mehrens (Trainer Team Bonn/Rhöndorf): „Ich bin sehr erleichtert, dass wir sportlich die Klasse gehalten und in der Serie gegen Paderborn mit unseren besten Basketball gespielt haben. Wir haben als Team gespielt, was man auch an den 21 Assists heute sehen konnte. Zudem konnten wir in beiden Spielen Finn Fleute [NBBL-Allstar, Anm d Red] defensiv kontrollieren, was der Schlüssel zum Sieg gewesen ist. Es hat mir Spaß gemacht, Teil dieses Team zu sein und es hat mich beeindruckt, wie wir trotz aller Widrigkeiten in dieser Saison zusammen gekämpft haben!“

Punkteverteilung: Falkenstein (17/2-3er), Schneider (DNP), Crnovrsanin (DNP), Schmidt (3/1), Klesper (0), Völzgen (11/1), Hölz (2), Dahl (7/1), Kara (4), Isah (12, 12 Rebounds), Körner (16)

Fotos: Jörg Mäß