Dragons Rhöndorf – 2.Basketball-Bundesliga/ProB | NBBL: Großer Schritt Richtung Klassenerhalt

NBBL: Großer Schritt Richtung Klassenerhalt

Das Team Bonn/Rhöndorf hat mit einem 64:47 (7:10, 21:10, 25:20, 11:7)-Sieg gegen Bremerhaven in den Playdowns der Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Spiel 2 der Best-Of-Three-Serie findet am 15.04.18 in Bremerhaven statt.

Von Beginn an verteidigte Bonn/Rhöndorf engagiert und fand so über die Defense ins Spiel. Schnell lagen die Gastgeber durch Silas Engel mit 7:0 (5. Minute) in Front. Die Führung hätte auch höher ausfallen können, jedoch wurden viele gut herausgespielte Würfe leichtfertig vergeben. Erst nach fünf Minuten gelang den Gästen die ersten Punkte per Dreipunktewurf, was den Knoten im Bremerhavener Angriffsspiel zu lösen schien. Mit einem 10:0-Lauf übernahmen sie bis zum Ende des ersten Viertels die Führung und waren in dieser Phase besonders beim Rebound deutlich präsenter als das Team Bonn/Rhöndorf (7:10, 10. Minute).

Im zweiten Viertel, und nach insgesamt sechs langen Minuten ohne Korberfolg, traf Bonn/Rhöndorf zum Anschluss und startete direkt einen eigenen 9:0-Lauf zur 16:10-Führung (13. Minute). Nach 15 Minuten musste das Spiel dann aufgrund einer technischen Störung der 24-Sekunden Uhr für knapp zehn Minuten unterbrochen wurden. TBR-Trainer Christian Mehrens präsentierte sich als Mann der Tat und wusste, wo an seiner alten Wirkungsstätte die Ersatz-Uhren gelagert werden. Mit der Spielunterbrechung kam Bonn/Rhöndorf besser zurecht: Jona Thiel und Allen Onyia stabilisierten den Rebound und mit einem Dreipunktewurf des eingewechselten Mikel Marzouki gingen die Hausherren erstmals zweistellig in Führung (26:14, 18. Minute). Beim Stand von 28:20 ging es in die Halbzeitpause.

Jona Thiel, der in der ersten Halbzeit bereits ein „Double-Double“ aus 11 Punkten und 10 Rebounds erzielte, knüpfte im dritten Viertel an seine Leistung an. Auch in der Defensive hielten er und Onyia die Zone sauber und blockten mehrere gegnerische Würfe (34:22, 22. Minute). Dann ließ jedoch die Bonn/Rhöndorfer Intensität nach, die Spielzüge wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Dies nutzten die Eisbären, um wieder aufzuschließen und mit einem Dreipunktewurf des starken Menno Möllers sogar die Führung zu übernehmen (39:40, 26. Minute). Nun ging es deutlich hektischer als noch in den ersten 20 Minuten zu. Doch die Partie kippte nicht, im Gegenteil: Zwei Dreier von Nainoa Schmidt und Marc Klesper zwangen wenig später die Nordlichter zur Auszeit (49:40 , 29. Minute). Bonn/Rhöndorf hatte den Ansturm der Gäste abgewendet und nahm trotz schwacher Freiwurfquote (insgesamt 13 von 25, 52 Prozent) eine 53:40-Führung (30. Minute) mit ins Schlussviertel.

Dort war das Spiel schnell entschieden, da es die Eisbären nicht mehr vermochten, die lange Garde der Bonn/Rhöndorfer Kooperationsmannschaft zu kontrollieren. Zwar war die Wurfquote der Rheinländer weiterhin niedrig, jedoch erkämpften sich die Mannschaft von Coach Mehrens durch insgesamt 16 Offensiv-Rebounds zahlreiche zweite Chancen. So war es Lennart Fresen, der nach erneutem Offensiv-Abpraller zum 60:40 (36. Minute) traf und vier Minuten vor Schluss die höchste Führung des Spiels markierte.

Christian Mehrens (Trainer Team Bonn/Rhöndorf): „Wir hatten Phasen, am Ende des ersten und zu Beginn des dritten Viertels, in denen wir keine gute Defense gespielt haben. In diesen Momenten hat Bremerhaven dann aber auch wirklich gut gespielt und unsere Schwächen ausgenutzt. Ich hatte Mitte des dritten Viertels kurz die Befürchtung, dass das Spiel kippt. Doch nach einer Auszeit haben wir in der Defensive richtig zugepackt und daraus wieder einfache Aktionen kreiert. Da Bremerhaven zwei, drei große, kräftige Spieler unter dem Korb hat, war unsere Devise, die Bretter zu attackieren. Das haben Jona Thiel, Allen Onyia und Philip Georgantzas heute sehr gut gemacht – defensiv und offensiv.“

Punkteverteilung: Falkenstein (4), Marzouki (5/1-3er), Schmidt (3/1), Klesper (12/1), Fresen (2), Engel (6), Burgunder (0), Onyia (11, 13 Rebounds), Dahl (0), Thiel (18, 17 Rebounds), Georgantzas (3), Hafkemeyer (0)