NBBL: Team Bonn/Rhöndorf mit Niederlage gegen Frankfurt

Am späten Sonntagnachmittag hat das Team Bonn/Rhöndorf (TBR) gegen die Spielgemeinschaft Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners mit 65:76 verloren. Am 3. Spieltag der Nachwuchs Basketball Bundesliga hielt Bonn/Rhöndorf nur eine Halbzeit mit und leistete sich mit insgesamt 30 Ballverlusten zu viele Fehler.
Im ersten Viertel bewegten sich die Gastgeber am Rhöndorfer Menzenberg auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen aus Frankfurt. Zwar konnte sich Frankfurt in der achten Minute auf 9:16 einen leichten Vorsprung erspielen, doch Bonn/Rhöndorf blieb ruhig und schloss die Lücke mit einem 6:0-Lauf, als Marc Klesper nach seinem Steal auch die Fastbreak-Punkte erzielte (15:16, 10. Minute). Trotzdem nahmen die Gäste eine knappe 17:20-Führung ins zweite Viertel.
Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Hessen den Druck und forcierten durch zwei Steals in Folge schnelle vier Punkte. TBR tat sich nun schwer gegen die Defense und wurde zu schweren Würfen gezwungen. So auch, als Silas Engel erst einen schweren Distanzwurf wagte, dieser aber noch vor dem Ring ins Feld fiel. Sein Mitspieler Philippos Georgantzas sicherte sich jedoch den Ball, passte erneut auf Engel, der aus gut neun Metern Entfernung und mit Ablauf der Wurfuhr erneut abdrückte – und diesmal traf (20:24, 13. Minute). Beim Stand von 23:24 (15.) hatte Jona Thiel sogar die Führung auf der Hand, traf jedoch keinen seiner beiden Freiwürfe. Durch einen Frankfurter 8:0-Lauf, in dem die Gäste gleich mehrmals den Ball klauten, setzte sich FFM erst auf 26:37 (19. Minute) und nahmen eine 30:42-Führung in die Halbzeit.
Nach der Pause schafften es die Hausherren, sich schnell wieder auf neun Zähler heranzukämpfen (37:46, 26. Minute), doch dann fing Frankfurter plötzlich Feuer von jenseits der 6,75 Meter. Gleich vier Dreier in den letzten vier Minuten des dritten Viertels fanden ihr Ziel – der letzte zum 45:60-Viertelergebnis.
Im Schlussviertel setzte die Frankfurter Spielgemeinschaft weiterhin auf ihre Ganzfeldverteidigung und brachte so ihre Gegenspieler oft an den Rande von Fünf-Sekunden-Überschreitungen beim Einwurf. Auch offensiv ließen die Mainländer nicht nach und sorgten mit einem 11:2-Lauf für die höchste Führung des Spiels (47:71, 35. Minute). Bonn-Rhöndorf-Trainer Christian Mehrens nahm seine letzte Auszeit und redete seinen Spielern ins Gewissen: „Wir haben noch fünf Minuten, um zu zeigen, was wir können.“ Dabei ging es weniger darum, das Spiel noch zu drehen, sondern sich nicht hängen zu lassen und die verbleibende Restzeit trotz drohender Niederlage vernünftig zu Ende zu spielen. Das Team nahm die Kritik an und kämpfte sich noch bis zur Schlusssirene mit einem 18:5 Lauf bis auf 65:76 heran.
Christian Mehrens (Headcoach Team Bonn/Rhöndorf): „Wir haben die meiste Zeit gegen die Ganzfeldpresse der Frankfurter das gemacht, was wir machen wollten, auch wenn der letzte Pass zum Korberfolg oft ausblieb. Wir haben vor allem im Fünf-gegen-Fünf Fehler gemacht, wo wir es einfach nicht verstanden haben, konsequent zu finishen. Auch haben wir es nicht geschafft, unsere Vorteile am Brett auszuspielen. Aus den letzten fünf Minuten können wir aber noch sehr viel Positives für die nächsten Spiele herausziehen.“
Punkteverteilung
Falkenstein (2), Gramkow (0), Marzouki (DNP), Klesper (16/1 Dreier), Lennart (DNP), Silas (19/3), Fresen (DNP), Dahl (5), Thiel (8, 11 Rebounds), Fresen (2), Georgantzas (7), Hafkemeyer (6)