Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | NBBL: Tolles Comeback wurde nicht belohnt

NBBL: Tolles Comeback wurde nicht belohnt

Team Bonn/Rhöndorf – Phoenix Hagen Juniors: 61:62

Im ersten Viertel 32 Punkte zugelassen – im weiteren Spielverlauf nur noch 30. Trotzdem musste sich das Team Bonn/Rhöndorf am Sonntag, dem 27.1.2019, hauchdünn mit 61:62 (11:32, 16:6, 17:18, 17:6) den Phoenix Hagen Juniors in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) geschlagen geben. Nach 21 Punkten Rückstand, und anschließendem tollen Comeback, vergab Bonn/Rhöndorf in der entscheidenden Phase mehrmals die Chance auf den Sieg.

Das erste Viertel verschliefen die Jungs von Trainer Christian Mehrens komplett. Ohne Körperspannung, stets einen Schritt zu langsam und mit zu vielen Ballverlusten machten sie es den Gästen aus Hagen allzu einfach, ihre 32 Zähler im ersten Spielabschnitt zu markieren. Erst gegen des ersten Viertels wachten die Hausherren langsam auf. Durch gute Defense und daraus resultierenden einfachen Fastbreak-Punkten fanden sie Zugriff aufs Spiel, schenkten aber das erste Viertel mit 11:32 (10. Minute).

Nach der Viertelpause war das Team Bonn/Rhöndorf endlich bereit, Basketball zu spielen: Angeführt von Timo Schneider (Jahrgang 2001) startete die Kooperationsmannschaft einen 6:0-Lauf (17:32, 13. Minute). Erneut war es die gute Defense, die zu einfachen Punkten im Schnellangriff führte und Hagen fünf Minuten keinen Korberfolg ermöglichte. Der Run hätte auch höher ausfallen können, wenn Bonn/Rhöndorf nicht viele gute Wurfchancen leichtfertig vergeben hätte (17:34, 15. Minute). Auch von der Freiwurflinie hatten die Gastgeber wieder einmal große Probleme (insgesamt 13/26, 50 Prozent), was weitere Anstrengung erschwerte, das Punktedefizit deutlich zu verkleinern. Trotzdem: Das Team Bonn/Rhöndorf hatte sich gefangen und lag bis zur Halbzeitpause noch mit 27:38 (20. Minute) zurück.
Nach dem Seitenwechsels bekamen die gut 50 Zuschauer im DragonDome am Menzenberg eine ausgeglichene Partie geboten. So schaffte es Hagen zwar nie, sich wieder deutlicher abzusetzen, Bonn/Rhöndorf jedoch auch nicht, in Schlagdistanz zu kommen 34:44 (25. Minute).
Das letzte Viertel gehörte dann den Hausherren: Durch ein Unsportliches Foul gegen den Ex-Bonn/Rhöndorfer Max Fouhy an Max Körner, der die zwei fälligen Freiwürfe traf, und dem anschließenden Korbleger von Marc Klesper wurde der Rückstand erstmals wieder in den einstelligen Bereich gedrückt (7:2-Lauf, 51:58, 34. Minute). Das Team Bonn/Rhöndorf witterte nun Morgenluft und schickte gleich einen weiteren 7:0-Lauf hinterher, der das Spiel in der 36. Minute zum 58:58 ausglich. Als Klesper eine Minute vor Schluss einen Dreipunktewurf zur 61:58-Führung (39. Minute) traf, sah alles nach einem Heimsieg aus. Vor allem, weil auch in der Defensive um jeden Ball gekämpft wurde.

Für die Szene des Spiels sorgte dann Aufbauspieler Noah Völzgen, der bei noch acht Sekunden Restspielzeit und beim Stand von 61:60 einen gegnerischen Korblegerversuch mit einem spektakulären Block ins Seitenaus hämmerte. Doch im Jubel der Zuschauer ertönte plötzlich ein Pfiff – der Unparteiische hatte ein Foul gesehen. Völzgen konnte es nicht glauben, ebenso sein Team und die Fans auf den Rängen, und beschwerte sich über die Entscheidung des Schiedsrichters wohl eine Spur zu vehement, sodass augenblicklich ein technisches Foul folgte. Hagen traf nur zwei der fälligen drei Freiwürfe (61:62, 40. Minute) und ließ den Rheinländern eine letzte Chance auf den Sieg, doch Klespers Dreipunktewurf fand mit Ablauf der Spieluhr nicht das Ziel.

Christian Mehrens (Trainer Team Bonn/Rhöndorf): „Wir haben das erste Viertel komplett verschlafen, waren nicht ready und viel zu passiv. Aber ansonsten haben wir ein gutes Spiel gespielt. Mir hat gefallen, wie die Mannschaft von sich aus reagiert und sich nach dem ersten Viertel gesteigert hat. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Systeme gut zu Ende spielen können, Noah [Völzgen] und Max [Körner] haben gut das Pick & Roll zusammen gespielt. Auch Timo Schneider hat heute sein bestes NBBL-Spiel gemacht. Durch unsere Verletzungsprobleme musste er heute natürlich mehr spielen, hat sich aber auch unabhängig davon seit der Winterpause gut entwickelt.“

Punkteverteilung: Falkenstein (DNP), Schneider (6), Schmidt (2), Klesper (13/2-3er), Völzgen (7, 11 Rebounds), Dahl (6), Kara (5), Isah (6), Körner (16)