Dragons kassieren eine völlig unnötige Niederlage!

Skyliners Juniors vs. Dragons Rhöndorf:

73:70 (19:16, 12:25, 17:20, 25:9)

Rhöndorf muss in Frankfurt eine knappe und unter dem Strich selbstverschuldete 73:70-Niederlage (31:41) hinnehmen. Einmal mehr war ein katastrophales Viertel der Grund. Diesmal gingen die letzten zehn Minuten mit 25:9 deutlich daneben. Die Dragons verloren aber nicht nur die Begegnung, sondern auch noch Justin Onyejiaka, der sich am Knöchel verletzte. Die Skyliners Juniors hingegen feierten ihren ersten Sieg der Saison ausgelassen.

Basketball ist ein Spiel der Läufe. Diese Weisheit mussten die Dragons am Mittwoch in Frankfurt schmerzhaft erfahren. Als das letzte Viertel anbrach lag Rhöndorf noch mit 48:61 souverän vorne. Was dann passierte, wird den Rheinländern wohl noch länger in schlechter Erinnerung bleiben. Die Hausherren starteten eine kaum für möglich gehaltene Aufholjagd. Während die Skyliners einen Korb nach dem anderen erzielte, wirkten die Dragons zunehmend nervöser. Zwingende Korbchancen wurden immer rarer. Zudem wollte der Dreier, als es darauf ankam, nicht mehr fallen. Und in dem Maße in dem Rhöndorf abbaute, nahm das Selbstbewusstsein der Hessen zu. Besonders Maximilian Peters (21 Pkt./3-3er), Lukas Smazak (12 Pkt./2-3er) und Moses Pölking (10 Pkt./8 Reb.) taten sich als Scorer hervor. Logische Konsequenz: Ein 16:1-Lauf, durch den die Frankfurter in der 37. Minute mit 64:62 in Führung gingen.

Die Crunchtime war dann ein offener Schlagabtausch, bei dem die Juniors zunächst am Drücker blieben und mit vier Punkten Vorsprung (68:64) 46 Sekunden vor Ende den Sieg schon fast sicher hatten. Doch Sahmi Willoughby zwang noch zwei Punkte in Frankfurts Korb. Im Anschluss bewies Mychael Paulo einen guten Riecher sowie schnelle Hände, landete einen Steal und schloss per Dreier ab. Somit waren die Dragons mit 15,4 Sekunden auf der Spieluhr wieder auf 70:69 dran. Eine Unachtsamkeit der Dragons-Defensive nutzte Leif Zentgraf dann zum entscheidenden Dunk. Die restlichen Freiwürfe waren nur noch Ergebnis-Kosmetik und änderten am 73:70 nichts mehr. 

Rückblickend hatten die Dragons schon den Start in die Begegnung verschlafen. Ohne die richtige Intensität im Spiel lag Rhöndorf schnell 13:3 hinten (5“). Coach Max Becker nahm eine Auszeit, brachte Daniel Mayr und mit ihm ging ein Ruck durchs Team. In der achten Minute dann ein Schock für die Honnefer: Justin Onyejiaka knickte um und musste für die restliche Spielzeit verletzt auf die Bank. Trotzdem bekamen die Dragons das Spiel in der Folge immer besser in den Griff und konnten phasenweise bis auf 16 Punkte davonziehen (28“/43:59). Rhöndorf war in allen Belangen überlegen, warum der Faden im letzten Viertel riss bleibt rätselhaft.

Für das anstehende Heimspiel gegen die starken Fellbach Flashers stimmt positiv, dass man in Frankfurt 25 Minuten lang eine gute Leistung abgerufen hat, bei der sich Mychael Paulo (16 Pkt./4-3er) sowie Sahmi Willoughby (15 Pkt./9 Reb.) einmal mehr als zuverlässige Aktivposten bewiesen. Dusan Ilic (10 Pkt.) und Kenan Reinhart (7 Pkt.) waren solide, können aber eindeutig mehr, was auf den Rest der Mannschaft im Übrigen genauso zutrifft. Außerdem hat sich Daniel Mayr (10 Pkt.) mit einer guten Leistung zurückgemeldet. Warum soll das den Dragons am kommenden Samstag (19:00 Uhr) nicht insgesamt gelingen?

Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an Frankfurt zum Sieg. Wir haben den Start verschlafen, danach aber bis zum Schlussviertel einen wirklich guten Job gemacht. Gerade defensiv haben wir einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Im letzten Viertel haben wir dann aber alles verloren, was uns bis dahin ausgezeichnet hat und so steht unter dem Strich eine völlig unnötige Niederlage, die absolut zu vermeiden gewesen wäre. Wir haben kaum Zeit uns damit zu beschäftigen und müssen jetzt Lösungen finden, um am Samstag einen starken Gegner aus Fellbach zu bezwingen.“

Dragons Rhöndorf: Schmid (4 Pkt./1-3er/6 Reb.), Ilic (10), Viehöfer, Paulo (16/4), Reinhart (7), Onyejiaka, Böning (2), Willoughby (15/1/9), Sadikovic (6/7 Reb.), Mayr (10/9 Reb.)

Frankfurt: Benczak, Pölking (10 Pkt./8 Reb.). J. Zentgraf, L. Zentgraf (8/9), Onyia (3), Nikolic (8/8), Peters (21/3-3er), Widmer, Smazak (12/2), Dietrich (11/2)

Dragons Rhöndorf / Frankfurt: 2er 20/40 (50%) / 20/39 (51%), 3er 6/35 (17%) / 7/31 (39%), FG 26/75 (35%) / 27/70 (39%), FT 12/18 (67%) / 12/25 (48%), REB 56 / 42, ST 6 / 8, TO 19 / 11, BS 5 / 7, PF 23 / 21

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„Gegen Frankfurt zurück in die Erfolgsspur!“