Auch gegen Westerstede ist etwas möglich!

Samstag, 07.02., 19:00 Uhr:

Dragons Rhöndorf vs. Baskets Juniors TSG Westerstede

Am kommenden Samstag (07.02, 19.00 Uhr) heißt es für die Fans der Dragons hoffen und bangen. Ein Erfolgserlebnis gegen die Baskets Juniors TSG Westerstede würde Rhöndorfs Tabellensituation jedenfalls erheblich entspannen. Von Iserlohn, auf Abstiegsplatz Dreizehn, trennt die Drachen nämlich nur noch eine Niederlage.

Noch bleiben den Dragons aber sieben Begegnungen, um sich freizuschwimmen oder noch einmal die Playoff-Plätze anzugreifen. Allerdings hat Rhöndorf an den nächsten drei Spieltagen mit Bernau (2.), Itzheoe (3.) und zunächst Westerstede (5.) enorm dicke Bretter zu bohren. Realistisch betrachtet sind die Dragons in den besagten Begegnungen klar in der Rolle des Underdogs. Absolut chancenlos sind die Rheinländer gegen dFarmteam des Erstligisten EWE Baskets Oldenburg aber nicht. Eine Blaupause, wie man den Niedersachsen beikommen kann, hat Iserlohn am vergangenen Spieltag bei der denkbar knappen 90:88-Niederlage geliefert.

Überhaupt dürfte Westerstede dem Team um Max Becker besser liegen als zuletzt Schwelm, was etwas mit der Teamstruktur zutun hat. Die Baskets Juniors werden nämlich von einem überragenden Import-Duo getragen, dem amerikanischen Shooting Guard Jon’ll Larenz Fugett (ø 24,9 Pkt., 5,9 As., 4,7 Reb.) und dem schwedischen Power Forward Beni Fungula (ø 18,6 Pkt., 6,4 Reb.). Nicht selten machen die beiden Ausnahmekönner zusammen 50 Punkte, können aber auch im Alleingang mehr als 30 Zähler einklinken. Was nicht heißen soll, dass sie Alleinunterhalter auf dem Parkett sind. Man sollte beispielsweise auch Colin Schroeder (ø 12,2 Pkt., 7,3 Reb.), Simon Kohlhoff (ø 5,6 Pkt.) und Alan Boger (ø 10,8 Pkt.) unbedingt im Auge behalten.

Überhaupt müssen die Dragons in der Defensive konsequent zu Werke gehen, erlaubte man den Baskets im Hinspiel doch zu viele Wurfversuche. Insgesamt war es 82, selbst erarbeitete man sich nur 55, was im Endeffekt ein wesentlicher Faktor für die 89:74-Niederlage war. Auch wenn Juhwan Harris-Dyson und Jorge Mejias als Scorer mit Jon’ll Fugett sowie Beni Fungula sehr wahrscheinlich nicht mithalten können, auf den anderen Positionen haben Dragons im direkten Vergleich Vorteile. Wenn Benjamin Sadikovic, Dusan Ilic, Kenan Reinhart, Lagui Diallo sowie Duje Dujmovic sich ihrem Leistungsoptimum annähern, ist auch gegen die starken Oldenburger etwas möglich.

Mit Westerstede, derzeit Tabellenfünfter, reist am Wochenende von der Papierform her ein ähnliches Kaliber wie Schwelm an. Wie schätzt du den Gegner ein?

Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Westerstede ist in überragender Form und hat zuletzt fünf der letzten sechs Spiele gewonnen, unter anderem auch gegen Tabellenführer Essen. Sie haben zwei herausragende Importspieler, die wir kontrollieren müssen und sie sind gerade Offensiv eines der gefährlichsten Teams der Liga. Wir haben aber eine klare Idee und wissen was wir machen wollen sowie müssen, um das Spiel am Ende für uns entscheiden können.

Oldenburg hat eines der stärksten Import-Duos im Kader, die im Alleingang 50 Punkte liefern können. Wie wollen die Dragons die Beiden stoppen?

Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, haben uns etwas überlegt, das bleibt aber natürlich Teamintern.

Eines unserer Probleme bei der Hinspiel-Niederlage war der Rebound. In der Regel eine Frage des Willens. Werden unsere Jungs diesmal bereit sein?

Wir sind uns der Thematik bewusst und werden alles dafür tun das Rebound-Duell und das Spiel für uns zu entscheiden

Es ist das Duell zweier BBL-Kader-Schmieden. Sind wir im Vergleich bei den jungen Talenten ebenbürtig?

Ich denke, was dieses Thema angeht, müssen wir uns vor keinem Team der Liga verstecken, auch vor Westerstede nicht.

Es ist als junger Trainer nicht ehrenanrüchig sich Rat von erfahrener Seite einzuholen. Holst du dir Tipps von Marko Stankovic, Trainer der Telekom Baskets Bonn?

Ich stehe im täglichen Austausch mit Coach Marko und natürlich reden wir auch über die aktuelle Situation.

Auch wenn Oldenburg als Favorit ins Spiel geht ist für Rhöndorf was drin. Hat Iserlohn mit seiner knappen Niederlage eine Blaupause geliefert, wie es gegen Westerstede funktionieren kann?

Auch wenn Iserlohn am Ende verloren hat und wir definitiv gewinnen wollen, haben sie viele Dinge gegen Westerstede richtig gemacht. Für uns ist es aber wichtiger unseren eigenen Weg zu finden dieses Spiel zu kontrollieren und am Ende für uns zu entscheiden. Dafür brauchen wir den Support unserer Fans und hoffen auf eine volle Halle.

 

Tip-Off zur Partie gegen Westerstede ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr im DragonDome (Menzenberger Str. 70, Bad Honnef). Ab 18.45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

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