Die Lage ist schwierig aber lange noch nicht aussichtslos!
Samstag, 21.02., 19:00 Uhr: Dragons Rhöndorf vs. Itzehoe Eagles
Die Saison biegt auf die Zielgerade ein und Rhöndorf steht gehörig unter Druck. Nach sechs Niederlagen in Serie sind die Dragons auf einem Abstiegsplatz abgerutscht. Am kommenden Samstag (21.02./19:00 Uhr) müssen die Rheinländer gegen die Itzehoe Eagles wieder zurück in die Erfolgsspur, um den Druck vom Kessel zu nehmen. Leichter gesagt, als getan …!
Die Lage ist schwierig, aber lange noch nicht aussichtslos. Von den Punkten her zwar gleichauf mit der unmittelbaren Konkurrenz, haben die Dragons gegen Iserlohn und Stahnsdorf den direkten Vergleich abgegeben und liegen in der Tabelle hinter den beiden Teams. Der „Dreiervergleich“ ist aber noch kniffliger und daraus ergibt sich folgende rechnerische Ausgangssituation: Ist Rhöndorf am Ende punktgleich mit Iserlohn und Stahnsdorf hat mehr Siege auf dem Konto, würde den Dragons der Abstieg drohen. Umgekehrt, käme es zum Vergleich mit Stahnsdorf und Iserlohn hat mehr Punkte auf dem Konto, müsste Stahnsdorf runter. Den beschriebenen Szenarien geht Rhöndorf aus dem Weg, wenn sie in der Endabrechnung mindestens einen Sieg mehr als beide Kontrahenten auf dem Konto haben. Ein Erfolgserlebnis gegen Itzehoe käme da absolut zu pass, um den aktuell 13. Tabellenplatz wieder abzugeben – Schützenhilfe bei den anderen Begegnungen am 22. Spieltag vorausgesetzt.
Ungeachtet der Rechenspiele, für Rhöndorf gilt zunächst volle Konzentration aufs kommende Heimspiel. Der Tabellendritte Itzehoe ist ein alles andere als idealer Gegner für eine solche richtungsweisende Partie. Die Eagles darf man salopp formuliert als abgezockte Truppe bezeichnen. Genauer gesagt verfügt das Team aus dem Südwesten Schleswig-Holsteins über ein erfahrenes und herausragendes Trio, das schon Rhöndorfs Hinspielniederlage seinen Stempel aufdrückte: Der US-Amerikaner Walter J. McBride (28) ist Topscorer und zugleich starker Allrounder (ø 18,9 Pkt./3,8 Reb./4,4 As.) der Eagles. Shooting Guard Lucien Schmikale (28) steuert pro Partie 14,9 Punkte bei und Finn Fleute (26) zählt mit durchschnittlich 16,9 Punkten sowie 9,7 Rebounds zu den effektivsten Power Forwards der Liga. Hinzu kommen solide Rollenspieler wie der niederländische Point Guard Sven Cikara (ø 10,8 Pkt./5,0 As.) oder Toni Nickel, der dank seiner 140 Kilo unter den Brettern eine Macht (ø 10,1 Pkt./6,5 Reb.) ist. Bei den jungen Talenten verdienen noch die beiden Guards Sydnee Bijlsma (21) sowie Christopher Herget (21) besondere Erwähnung.
Das Hinspiel haben die Dragons gegen Itzehoe mit 85:74 verloren. Basis des Erfolgs war damals eine Zonenverteidigung, auf die Rhöndorf aus der Distanz zu wenige Antworten fand. Zudem war man an der Freilinie indisponiert und ließ entscheidende zwölf Punkte liegen. Wo man aus Sicht der Dragons ansetzen muss liegt also auf der Hand. Würfe, speziell Freiwürfe, sind eine Frage des Selbstbewusstseins. Außer Frage steht, dass es die Jungs um Headcoach Max Becker draufhaben. Ein Erfolgserlebnis kann da bekanntlich ungeahnte Kräfte freisetzen.
Uns bleiben noch fünf Begegnungen um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Hand aufs Herz: Wie stehen die Chancen, sich aus der prekären Lage zu befreien?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Wir haben nach dem kommenden Samstag gegen alle sechs Topteams der Liga gespielt. Dankbar war der Spielplan da nicht. Wir hätten sicherlich ein bis zwei Parteien davon klauen können, die Finalspiele folgen aber danach. Insbesondere die letzten vier Duelle mit Teams auf vermeintlicher Augenhöhe sind entscheidend. Wir glauben an uns, sehen diese Aufgabe als eine Chance für uns mentale Stärke zu beweisen, zu wachsen und wir sind uns sicher das als Team am Ende gemeinsam zu schaffen.
Unser Restprogramm scheint ein wenig leichter zu sein als von Iserlohn und Stahnsdorf. Siehst du da auch einen kleinen Vorteil für uns?
Ja, rein namentlich vielleicht, die Liga hat allerdings schon zu oft bewiesen, dass es hier nichts einzuplanen gibt, daher liegt unser Fokus voll und ganz auf uns. Ich bin mir sicher, dass wir mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen die Klasse halten werden.
Wie stark ist Itzehoe im Vergleich mit Bernau einzuschätzen, gegen die wir über 35 Minuten auf Augenhöhe agiert haben?
Die Teams sind ähnlich zu bewerten, die beiden direkten Duelle gingen knapp an Bernau. Wir trauen uns zu für eine Überraschung zu sorgen.
Die Eagles verfügen über eine erfahrene Starting Five, die uns im Hinspiel große Probleme bereitet hat. Eine Warnung für die anstehende Begegnung?
Wir sind vorbereitet und werden versuchen die Kreise der Führungsspieler einzuschränken.
Unsere Wurfquoten ließen zuletzt zu wünschen übrig und waren mitverantwortlich für die Niederlagenserie. Wie kann man diese für die Restsaison wieder steigern?
Dafür arbeiten wir in jedem Training. Wir haben zwei Möglichkeiten: entweder wir schaffen es besseren Rhythmus zu kreieren und dadurch die Quoten zu steigern. Oder wir müssen dafür sorgen, dass wir so viele Possesions mehr haben als der Gegner, um auch mit schwächeren Quoten gewinnen zu können. Wir wissen aber, dass unsere Spieler hochprozentig treffen können.
Wie wichtig ist die Unterstützung der treuen Dragons-Fans für unsere junge Mannschaft, um den ohne Zweifel aufkommendem Druck standzuhalten?
Wir sind auf unsere Fans in den letzten drei Heimspielen angewiesen. Die Mannschaft ist jung und braucht den positiven Rückhalt von den Rängen. Wir lassen Woche für Woche unser ganzes Herz auf dem Feld und tragen dieses Trikot mit Stolz. Zusammen mit den Fans werden wir dafür sorgen, dass das auch in der kommenden Saison so bleiben wird.
Tip-Off zur Partie gegen Itzehoe ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr im DragonDome (Menzenberger Str. 70, Bad Honnef). Ab 18.45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

