Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Rockets überrollen Rhöndorf

Rockets überrollen Rhöndorf

OeTTINGER Rockets Gotha vs. Dragons Rhöndorf 93:47 (23:10, 18:8, 29:14, 23:15)

 Nach dem Samstagabend mussten die Rhöndorf Dragons nüchtern feststellen, dass man bei den Rockets Gotha komplett auf verloren Posten stand. Am Ende ging man mit 93:47 (41:18) sang und klanglos unter. Gegen den Aufstiegs-Aspiranten rannten die Rheinländer phasenweise kopflos an, was die Thüringer gadenlos bestraften. Unter dem Strich wurde ein Klassenunterschied mehr als deutlich.

Lediglich in den erstenUnbenannt-1 fünf Minuten konnten die Dragons den aktuellen Tabellendritten herausfordern. Da führte Rhöndorf noch mit
9:8, danach legten die Hausherren erstmals richtig los. Mit einer 11:0-Serie machte Gotha deutlich, wo die Reise für die Drachen an diesem Abend hingehen würde. Die Jungs um Christian Mehrens agierten in der Folgezeit zwar engagiert, aber auch ziemlich unorganisiert. Viktor Frankl-Maus mühte sich redlich Struktur ins Spiel seines Teams zu bringen, schaffte es allerdings nicht. Viel zu oft wurde der Ball einfach „wild weggeworfen“, wie Headcoach Christian Mehrens später beklagte. Die Wurfauswahl war in der ersten Halbzeit wirklich alles andere als gut. Die logische Konsequenz: alle elf Versuche jenseits der Dreipunktelinie gingen daneben. Überhaupt fiel die Korbausbeute der Dragons mager aus. Rhöndorf gelang im zweiten Vierten nur noch acht Zähler. Gotha hingegen bekam die Begegnung immer besser in den Griff und spielte die Rheinländer zunehmend schwindelig. „Die Geschwindigkeit der Pass-Stafetten war schon beeindruckend“, räumte der Dragons-Coach offen ein. Spätestens nach der dritten oder vierten Anspielstation mussten sich die Dragons geschlagen geben und die Rockets konnten leichte Korberfolge verbuchen. So war der Halbzeitstand von 41:18 fast noch schmeichelhaft.

Die Moral der Dragons stimmte jedoch zum Start des dritten Viertels wieder. Man versuchte dagegenzuhalten, wenngleich Wurfauswahl und Treffersicherheit weiterhin zu wünschen übrig ließen. „Der ein oder andere Korbleger hätte sicherlich reingehen können“, monierte Chrisian Mehrens. „Zudem haben wir uns wirklich dumme Ballverluste geleistet.“ Spätestens beim 70:30 Zwischenstand nach 29 Minuten war klar, dass dies eine ganz bittere Angelegenheit für Rhöndorf werden würde, zumal Gotha nicht nachließ. Am Ende wurde es eine deftige Packung mit 46 Punkten, ein alles andere als ein leicht verdaulicher Happen. Mit einer Trefferquote von 27 Prozent aus dem Feld war letztendlich aber auch kein Blumentopf zu gewinnen. Von der Dreierlinie waren es in der Endabrechnung sogar nur drei Treffer bei 22 Versuchen. Da konnte Gotha eine grottenschlechte Freiwurfquote von 35 Prozent locker verschmerzen. Lediglich die lange Rhöndorfer Garde machte ihre Sache ganz gut. Speziell Alexander Angerer wusste mit 14 Punkten und Robin Lodders mit acht Rebounds zu gefallen. Auch Kapitän Viktor Frankl-Maus (7 Pkt./5 Ass.) machte einen ordentlichen Job. Der Rest der Mannschaft blieb trotz der Übermacht des Gegners einiges schuldig.

Christian Mehrens (Headcoach Rhöndorf): Der Sieg war für Gotha auch in der Höhe vollkommen verdient. In der Offensive haben wir als Team nicht gut zusammen agiert und haben es zu oft mit dem Kopf durch die Wand probiert. Das Resultat waren etliche blöde Ballverluste, die Ghota in leichte Korberfolge ummünzte. Man muss allerdings auch zugeben, dass die Rockets uns mit ihren Pass-Spiel generell überfordert haben. Wir haben einfach nicht das Potenzial, um gegen solche Mannschaften mitzuhalten.

Rhöndorf: Carter (5 Pkt./1-3er), Hamilton (5), Schönborn (2), Winterhalter (5), Wendeler (4), Lodders (5), Michel, Angerer (14), Frankl-Maus (7), Tratnjek, Milovic

Gotha: Riewer (9 Pkt / 1-3er), DiLeo (10/2), Razis (4), Durant (7/1), Lodders (2), Woods (2), Johnson (12), Lawson (20/2), Völler (16), Gomilla (8/2)

Rhöndorf/Gotha: FG 27%/59%, 2er 33%(14/42)/64%(30/47), 3er 14%(3/22)/47%(9/19), FT 67%(10/15)/35%(6/17), R 35/47, AS 13/25, ST 4/5, TO 18/10, BS 1/4, PF 20/14

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