Dragons Rhöndorf

Feuer und Flamme seit 1912

So Isset! – Verlieren verboten!

Die Marschroute für die restlichen drei Spiele der regulären Saison ist klar: Niederlagen sind nicht erlaubt. Denn jeder Sieg kann im Abstiegskampf entscheidend sein. So gesehen war der Erfolg über die Rheinstars Köln der erste wichtige Schritt zum Verbleib in der ProB.

Insgesamt geht’s in der Liga nämlich richtig eng zu. Als Absteiger in die Regionalliga stehen derzeit im Süden nur scanplus plus Baskets Elchingen sowie im Norden nahezu sicher der ETV Hamburg fest. Die Ausgangslage das rettende Ufer noch zu erreichen erscheint auch für Bayern München II, angesichts von bislang nur vier Punkten, relativ aussichtslos. Ein wenig besser stellt sich die Situation für die Rheinstars Köln dar. Mit acht Punkten auf dem Konto glimmt noch die Hoffnung mit einem starken Schlussspurt das Unmögliche möglich zu machen. Was im Übrigen auch auf KIT Karlsruhe zutrifft, die ebenfalls mit acht Zählern dastehen. 

Mal ganz langsam, werden jetzt einige sagen, abgerechnet wird doch erst nach der Playdown-Runde! Schon richtig, allerdings ist der Modus in der aktuellen Saison ein wenig verzwickt. Bedingt durch Corona gab’s in der vergangenen Spielzeit keine Absteiger aus den zweiten Ligen. Nun möchten die Verantwortlichen die Sollstärken wieder herstellen, in der ProB 24 (sprich zwölf im Norden wie Süden) und der ProA 16 Teams. Dabei wird es in der ProB vier Aufstiegsplätze für die Regionalligen sowie drei für Absteiger aus der ProA geben. Bedeutet: auch wenn jeweils die beiden Letztplatzierten aus der ProB weichen (plus Elchingen macht fünf) fehlt noch immer ein nomineller Abstiegskandidat. Also muss in diesem Jahr auch der Tabellenzehnte mit der schlechteren Bilanz in den sauren Apfel beißen.

Es reicht also nicht nur den zehnten Platz abzusichern, sondern es muss im Vergleich mit dem Konkurrenten aus dem Süden ein Sieg mehr her. Die in Frage kommenden Kandidaten liegen derzeit punkgleich mit uns im Rennen. Soviel zum Minimalziel, wenden wir noch kurz dem Idealfall zu. Unser Restprogramm lässt Raum zum Träumen: Mit Hamburg, Rist Wedel sowie Iserlohn stehen drei lösbare Aufgaben auf dem Zettel und mit sechs Punkten und ein wenig Glück sind die Playoffs vielleicht doch noch möglich.

Aber lassen wir den Rechenschieber vorerst aus dem Spiel. Unsere Jungs haben gegen Köln sämtliche Tugenden gezeigt, die in der aktuellen Situation gefordert sind: Kampfgeist, starke Nerven und mannschaftliche Geschlossenheit. Gelingt es die Spannung in der Form hochzuhalten und spielerisch noch ein Schüppchen draufzupacken, müsste es mit dem Teufel zugehen, sollten wir am Ende des Tages absteigen. Nicht zu vergessen die großartige Kulisse am Menzenberg, die das Zünglein an der Waage sein kann, wie zuletzt gegen Köln erlebt.

Es grüßt

Euer Klaus Beydemüller