Talents BonnRhöndorf scheiden aus dem DBBL-Pokal aus

Ein desaströses zweites Viertel (6:24) besiegelte das Schicksal der Talents BonnRhöndorf im DBBL-Pokal-Erstrundenspiel in Bad Homburg. Der Basketball-Damen Zweitliga-Neuling war bei der 54:80 (21:45) – Niederlage gegen die Falcons bereits zur Halbzeit entscheidend in Rückstand geraten und konnte das Spiel trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause nicht mehr drehen.

Bis zum ersten Bundesligamatch haben die Talents jetzt noch acht Tage Zeit. Klar scheint zu sein, dass bis zum Auftakt in Bochum (03.10.23) ein gehöriges (Leistungs-)Schüppchen oben drauf gelegt werden muss, um in der Liga mitzuhalten. Gegen ein sicher hoch einzuschätzendes Bad Homburger Team, welches im Zweitliga-Süden antritt, lag die Messlatte am Samstagabend noch etwas zu hoch. Interimscoach Lindsay Füg, die Bea Waffenschmied (3×3 Nationalteam) zusammen mit Tom Becker vertrat, hatte vor der Fahrt in die Kurstadt einige Ausfälle zu beklagen. Amelie Kröner und Greta Gomann mussten krankheitsbedingt passen, Sina Flottmann war im Training umgeknickt, spielte aber dann doch.

Anfangs hielten die Talents noch gut mit und konnten die Partie durch Treffer von der Drei-Punkt-Linie offen halten (13:11, 6.). Marisa Koopmann hatte besonders viel Zielwasser zu sich genommen und punktete regelmäßig. Leider war sie die einzige BonnRhöndorfer Akteurin, die offensiv auf sich aufmerksam machte. Bad Homburg ging mit einem 21:15-Vorsprung ins zweite Viertel und baute die Führung kontinuierlich aus. Die Gastgeberinnen bestraften zudem jeden Ballverlust, von denen sich die Talents bis zur Halbzeit satte 15 Stück erlaubten, mit erfolgreichen Körben. So gerieten die Gäste immer weiter in Rückstand und kassierten einen 17:0-Lauf des Heimteams. Das zweite Viertel ging so mit 24:6 an die Falcons, die damit bereits zur Halbzeit (45:21) den Grundstein für das Weiterkommen legten.

Aus der Halle schießen lassen, wollten sich die Talents jedoch nicht. So wuchs die rheinische Gegenwehr nach der Pause merklich an. Jetzt ging man auch mit dem Spielgerät sorgfältiger um, was die Turnoverrate nach unten und die Punkteausbeute nach oben schnellen ließ. Zwar gewann Bad Homburg auch Durchgang drei (18:16), war aber lange nicht mehr dominant. Im letzten Abschnitt waren beide Teams auf gleicher Augenhöhe, was auch beim Score (17:17) sichtbar wurde.

Der Sieg der Falcons war angesichts der Trefferquoten (50 % bei der Zweiern, 44 % bei den Dreiern) in jeder Hinsicht verdient, BonnRhöndorf lag keine Sekunde des Spiels in Führung und hatte in beiden Wurfkategorien das Nachsehen (34 %/35 %). Koopmann war mit 15 Punkten die beste Schützin ihres Teams, Lisa Arz (7) und Sina Flottmann (6) lieferten einstellig zu.

Viertelergebnisse: 21:15 / 24:6 / 18:16 / 17:17

Fotos: Norbert Kleinert