Talents in Heidelberg ohne Biss und Fortune

Im Hinspiel des Play-off-Achtelfinales in der TOYOTA 2. Damen-Basketball-Bundesliga unterlagen die Talents BonnRhoendorf am Samstagnachmittag dem Südzweiten BasCats USC Heidelberg mit 63:43 (30:24). Bea Waffenschmieds Mannschaft ließ vor allem in der zweiten Halbzeit ihr Play-off-Format vermissen und verlor nach vielen individuellen Fehlern und dank einer Scoring-Flaute auch in der Höhe verdient.

Im Rückspiel am kommenden Samstag wartet nun eine monumentale Aufgabe auf die BonnRhöndorfer Kooperationsmannschaft. Um noch in das Viertelfinale einzuziehen, müssen 20 Punkte aufgeholt werden.

Dass man in Heidelberg nicht als strahlender Sieger vom Platz gehen würde, war schon vor dem Hochball klar. Amelie Kröner und Nika Carstens standen Waffenschmied krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, was die rheinischen Scoring Optionen limitierte. Zwar gab mit Greta Kröger die für Leverkusen in der 1. Bundesliga spielende Bonnerin ihren Einstand bei den Talents, die fehlende Bindung des BG Bonn-Eigengewächses war aber nicht zu übersehen.

Trotzdem hielten die Gäste anfangs noch gut mit (13:13, 7.), doch Heidelberg bewegte den Ball deutlich besser und fand immer wieder Schnittstellen auf dem Weg zum Korb. Centerspielerin Miriam Diala war nicht zu bremsen und holte sich nahezu jeden Rebound. Zusammen mit Michala Palenickowa, die das Fehlen der BasCats-Spielgestalterin Helena Nägele mühelos kompensierte, dominierten die Gastgeberinnen das Ende des Viertels (21:13) und machten den Talents das Leben schwer. Obwohl die Distanzwürfe nicht fielen, sorgte Olivia Okparas Korberfolg in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit (30:24) dann doch für etwas Hoffnung bei Waffenschmied & Co..

Lara Brinkmanns erfolgreicher Drei-Punkt-Wurf (32:27, 11.) schien das Match nach dem Wechsel offen zu halten, doch die Gäste kamen nun immer schlechter mit der Play-off-Härte zurecht, welche die gewiss nicht kleinlich pfeifenden Referees erlaubten. Heidelberg gelang ein 12:1-Lauf zum 44:28 (27.) und die Felle der Talents schwammen zusehends davon. Zwei Körbe von Zoe Perlick verkürzten, doch die BasCats gingen mit Plus 17 in das letzte Viertel (49:32).

Spätestens jetzt war klar, dass man den Rückstand unbedingt verkürzen musste, um angesichts des Modus im Rückspiel noch Chancen zu haben. Leider gestaltete sich dies extrem schwer, weil offensiv kaum etwas zusammenlief. Wie schon in Grünberg und Bielefeld, wie kürzlich in Osnabrück agierte Team planlos und verließ sich auf Dreier – die nicht fielen. Die BasCats wussten allerdings auf jeden gelungenen Spielzug auch direkt eine Antwort. So verpufften die beiden Distanztreffer von Kröger in den Schlussminuten, Heidelberg konterte seelenruhig – mit 63:43 unterlag man schließlich unter Wert aber insgesamt auch leistungsgerecht.

Waffenschmied fand hinterher die richtigen Worte: „Für uns ist nun wichtig mit einer vernünftigen Performance zuhause die Saison vor einer vollen Halle und einem lautstarken heimischen Publikum zu beenden.“

Viertel: 21:13 / 9:11 / 19:8 / 14:11

Es spielten: G. Gomann 4 Punkte/1 Dreier. A. Kerluku 2, L. Arz 4, Z. Perlick 4, O. Okpara 10/9 Rebounds, A. Hans, S. Flottmann, M. Koopmann, L. Brinkmann 10/1, M. Kleinert, G. Kröger 9/2

Fotos: Andreas Gieser

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