Talents zeigen Nerven und verlieren enges Match in Chemnitz

Eine kurze Schwächephase zu Beginn des letzten Viertels kostete die Talents BonnRhöndorf am Samstag in der TOYOTA 2. Damen Basketball-Bundesliga einen möglichen Auswärtssieg. Am Ende standen die Schützlinge von Headcoach Bea Waffenschmied nach dem 63:71 (34:32) bei den Chemnitz Chemcats zum dritten Mal ohne Punkte da.

Was war passiert? Eine bis dato total ausgeglichene Partie ging beim Stand von 49:49 in das letzte Spielviertel. Die Talents hatten immer mal wieder eine kleine Führung herausgespielt, Chemnitz aber nicht entscheidend in Rückstand bringen können. So waren es dann die Gastgeberinnen, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Angeführt von ihrer starken US-Importkraft Myah Taylor (24 Punkte) startete Chemnitz zu einem 10:0-Lauf, der die Partie dann mit 59:49 vorentschied.

Zwar kamen die Gäste nach Zoe Perlicks Dreier noch einmal auf 56:61 (34.) und nach Amelie Kröners Treffer auf 58:63 heran (36.), doch überflüssige Ballverluste kosteten die BonnRhöndorfer Kooperationsmannschaft am Ende ein besseres Ergebnis. Wahr ist aber auch: Taylor und die Chemcats ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Das sind die Situationen, in denen man sein Nervenkostüm im Griff haben muss und keine Panik schieben darf“, analysierte Waffenschmied die entscheidenden 2-3 Minuten in der Halle am Schlossteich.

Dabei konnten sich die rheinischen Gäste lange Zeit Hoffnung auf den ersten Punktgewinn in der Fremde machen. Die wieder genesene Zoe Perlick lieferte im Aufbau eine gute Partie ab und machte das krankheitsbedingte Fehlen von Nika Carstens wett. Unter dem generischen Korb sorgte Olivia Okpara immer wieder für Unruhe. So waren es dann die kleinen Dinge, die letztlich über den Ausgang der Partie entschieden. Zwei erfolgreiche Dreier für die Chemcats in Serie, auf der Gegenseite scheiterten die Talents mit ihren Distanzwürfen, ein kleiner Momentum-Umschwung hatte ausgereicht, die Begegnung zu entscheiden.

Ich bin trotzdem nicht unzufrieden mit meiner Mannschaft, wir haben eigentlich bei einem der besseren Teams der Liga ein gutes Spiel abgeliefert. Man darf nicht vergessen, dass wir immer noch nicht eingespielt sind und eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt haben. Mir ist nicht bange vor der Zukunft.“ Waffenschmieds Fokus gehört jetzt das kommende wichtige Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Samstagnachmittag (16 Uhr, Sportpark Pennenfeld).

Viertel: 22:18 / 10:16 / 17:15 / 22:14

Es spielten: G. Gomann 8 Punkte/2 Dreier, K. Steffen 3/1, A. Kerluku, L. Arz , Z. Perlick 11/1, O. Okpara 14/2, J. Flottmann , M. Koopmann 5, A. Kröner 14, L. Brinkmann 8/12 Rebounds, M. Kleinert.

Fotos:  Alexander Trienitz