Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | U14.1: Schmerzhafte Niederlage im Derby

U14.1: Schmerzhafte Niederlage im Derby

Telekom Baskets Bonn – Dragons Rhöndorf 84-76 (26-18, 18-15, 18-20, 22-23)

Nach zwei Niederlagen in Folgen mussten die Dragons Rhöndorf im Derby gegen die Telekom Baskets Bonn die schmerzhafteste Niederlage der Saison hinnehmen. In einer bis zum Ende hin offenen Begegnung behielten die Baskets aus Bonn die Oberhand und sind nun kaum noch vom zweiten Platz zu verdrängen.

Zur wieder einmal ungewöhnlichen Zeit am Dienstagabend machte sich das Team von Coach Johannes Sünnen auf den Weg nach Bonn, zum entscheidenden Spiel um den zweiten Platz in der Jugend-NRW-Liga. Einen Tag zuvor konnten die Rhöndorfer zum ersten Mal seit über 3 Wochen wieder fast vollzählig (bis auf drei Ausnahmen) trainieren und obwohl die Baskets im Hinspiel noch besiegt wurden, waren die Vorzeichen vor der Partie andere als noch vor dem Hinspiel.

Mit Linus Kahlscheuer, Tim Sauber, Mats Linden, Levent Schrank und Max Körner starteten die Dragons ins Derby. In den ersten Minuten brachten die Baskets eine extrem hohe Intensität aufs Spielfeld, mit der die Rhöndorfer zunächst Probleme hatten. Insbesondere Rayen Ben-Achour auf Seiten der Bonner konnte in der Anfangsphase überzeugen und machte insgesamt ein starkes Spiel. Trotz 12 Punkte von Max Körner waren es die Lücken in der Rhöndorfer Defense, die ein ums andere Mal von den Baskets ausgenutzt wurden, wodurch die Dragons mit einem 18-26 Rückstand in die erste Viertelpause gingen.

Zu Beginn der zweiten zehn Spielminuten änderte sich am ersten Eindruck nicht viel. Die Intensität blieb auf beiden Seiten sehr hoch, doch merkte man den Rhöndorfern an, dass die ein oder andere gemeinsame Trainingseinheit in den letzten Wochen fehlte. Viele Abstimmungsprobleme sorgten dafür, dass das Team bereits bis zur Halbzeit 18 Turnover produzierte, für ein solch wichtiges Spiel definitiv zu viel. Einzig Max Körner konnte in der ersten Halbzeit Akzente setzen und war mit 20 Punkten und 17 Rebounds zur Halbzeit der Grund, warum die Dragons noch im Spiel waren.

Mit mehr Energie und vor allem auch mehr Ausgeglichenheit auf Seiten der Rhöndorfer sollte sich in der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen zunächst zum positiven Wenden. Fast wie eine Erlösung waren die ersten Punkte von Mats Linden und Levent Schrank zu Beginn der zweiten Halbzeit, die im ersten Spielabschnitt zusammen gerade einmal auf 7 Punkten kamen. Der Ball wurde deutlich besser und vor allem gegen die Presse der Bonner auch schneller bewegt, wodurch die Dragons in der 27. Spielminuten zum ersten Mal mit 50-48 in Führung gingen. Warfen die Rhöndorfer in den ersten sieben Minuten kein einziges Mal den Ball weg und ließen nur vier Punkte zu, folgten in den letzten drei Minuten des dritten Viertels vier Ballverluste, die die Bonner eiskalt ausnutzten und mit einem 14-3 Run das Viertel beendeten (53-62 aus Sicht der Dragons).

Doch wer die Mannschaft kennen gelernt hat der wusste, dass sie sich in schwierigen Situation immer wieder zurückkämpft. Obwohl abermals Rayen Ben-Achour (34 Punkte, 6 Rebounds, 6 Steals, 4 Assists), die ersten Punkte des letzten Viertels erzielte, antworteten die Rhöndorfer mit einem 17-4 Run und eroberten in der 37. Spielminute erneut die Führung zurück (70-68). Ab dem Zeitpunkt war es ein Krimi, der zunächst durch zwei Dreier der Bonner und im Anschluss durch vier Punkte der Rhöndorfer eröffnet wurde. Doch in dieser Phase, 90 Sekunden vor dem Ende, wurden das Rhöndorfer Team zum ersten Mal in der Saison in einer entscheidenden Phase nervös und warf drei Mal hintereinander den Ball in die Hände der Bonner, welche die einfachen Fehler ausnutzten und am Ende nicht nur das Spiel, sondern auch den direkten Vergleich für sich entschieden.

Der Grund für die Niederlage war, trotz der Reboundüberlegenheit (64-44) und einem starken Max Körner (28 Punkte, 35 Rebounds), die 33 Ballverluste (davon 11 im letzten Viertel), die auch nicht durch die gute Trefferquote aus dem Feld (55%) ausgeglichen werden konnten. Im Endeffekt ein verdienter Sieg für die Baskets aus Bonn, die insbesondere in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen bestimmten. Die Rhöndorfer hingegen wachten erst in der zweiten Spielhälfte auf und mussten während der beiden Aufholjagden viele Kräfte lassen, die in den letzten Minuten des Spiels fehlten.

Trotz der Niederlage stehen mit der SG BG Bonn-MTuS, den Telekom Baskets Bonn und den Dragons Rhöndorf drei Teams aus der Region auf den ersten drei Plätzen der höchsten Liga in Nordrhein-Westfalen, was jetzt schon für alle Beteiligten als Erfolg gesehen werden kann.

Telekom Baskets Bonn – Dragons Rhöndorf: 2-Punkte 28/76 37% – 28/51 55%; 3-Punkte 6/11 55% – 2/15 13%; Freiwürfe 10/21 48% – 14/25 56%; Rebounds 44 – 64; Steals 20 – 13; Assists 17 – 17; Turnover 17 – 33.

Es spielten: Esther Kaltwasser (2), Tom Hansult, Darius Pervan, Mats Linden (18), Levent Schrank (19), Linus Kahlscheuer (4), Said Solak, Sascha Rodionov (3), Tim Sauber (2), Sally Jo Hartmann und Max Körner (28).