Bonner SV Roleber 4 – Dragons Rhöndorf 7 61:54

Niederlage in Bonn – aber mit einem starken Schlussakt
(16:10, 17:11, 12:12, 16:21)

Bonn, 24. September 2026. Sechs Tage nach dem geglückten Ligadebüt gab es für die Dragons Rhöndorf 7 die erste Niederlage: Beim Bonner SV Roleber 4 hieß es am Ende 54:61. Dass der Abend trotzdem Mut macht, lag an den letzten zwanzig Minuten.

Denn der Start ging gründlich daneben. Roleber traf früh aus der Distanz, führte nach zehn Minuten 16:10 und baute den Vorsprung bis zur Pause auf 33:21 aus – allein im zweiten Viertel fielen drei Dreier der Gastgeber. Rhöndorf fand in dieser Phase offensiv kaum statt, elf Punkte in zehn Minuten waren schlicht zu wenig.

Nach dem Seitenwechsel kam die Wende – und sie hatte einen Namen. Admir Weidner erzielte im dritten Viertel elf der zwölf Rhöndorfer Punkte und hielt sein Team damit im Spiel. Der Rückstand blieb bei zwölf Zählern (33:45), aber die Richtung stimmte wieder.

Das Schlussviertel gewannen die Dragons dann verdient mit 21:16, dem besten Abschnitt des jungen Ligajahres. Maik Exner und Felix Kern trafen, Roman Gisbertz legte in der Schlussphase noch einen Dreier nach und verkürzte auf 52:57. Näher als fünf Punkte kam Rhöndorf nicht mehr heran, auch weil Gisbertz kurz darauf mit seinem fünften Foul vom Feld musste.

Herausragend war Weidner mit 22 Punkten – deutlich mehr als ein Drittel des Teamergebnisses. Er stand mit 27:46 Minuten am längsten auf dem Feld, blieb dabei ohne ein einziges Foul und holte allein acht seiner Punkte von der Freiwurflinie. Dahinter verteilte sich die Last gleichmäßig: Kern, Exner und Gisbertz kamen auf je sieben Zähler, Alen Nezic auf vier. Alle elf eingesetzten Spieler standen auf dem Feld, neun von ihnen punkteten.

Nicht zu übersehen war allerdings der Ausnahmeabend auf der Gegenseite: Roleber-Spieler Tahar-Djebour traf 35 Punkte und damit mehr als die Hälfte aller Bonner Zähler. Gegen einen derart heißen Schützen ein Konzept zu finden, bleibt die Hausaufgabe für die kommenden Wochen.

Positiv dagegen: Die Foulbilanz hat sich gegenüber dem Auftaktspiel spürbar gebessert (17 gegenüber 23 beim Gegner), und von der Freiwurflinie kamen 13 Treffer bei 23 Versuchen – deutlich mehr als die drei aus Spiel eins.

Unterm Strich eine Niederlage, die niemanden ärgern muss: Wer nach zwölf Punkten Rückstand das letzte Viertel gewinnt, hat die richtige Reaktion gezeigt.

Dragons Rhöndorf 7: Weidner (22), Exner (7), Gisbertz (7), Kern (7), Nezic (4), Glaue (2), Kock (2), Schmiede (2), Rosenthal (1), Schell, Kares

Bericht: Jens Schmiede

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