Drittes Viertel wie ein Schalter: Herren 7 der Dragons feiern Kantersieg
Dragons Rhöndorf 7 – TV Lohmar 3 76:48 (14:13, 17:14, 24:6, 21:15)
Bad Honnef, 2. Oktober 2026. Nach dem knappen Auftaktsieg und der Niederlage in Bonn war das dritte Ligaspiel der Dragons Rhöndorf 7 lange ein offener Schlagabtausch – bis zu zehn Minuten, die alles entschieden. Am Ende stand ein 76:48 gegen den TV Lohmar 3, der höchste Sieg und zugleich das beste Angriffsergebnis der jungen Saison.
Davon war in der ersten Halbzeit wenig zu ahnen. Lohmar hielt mit, lag nach dem ersten Viertel nur 13:14 zurück und ging mit 27:31 in die Pause. Beide Teams trafen regelmäßig, Rhöndorf musste jeden Vorsprung einzeln erarbeiten.
Was dann folgte, war die stärkste Phase, die diese Mannschaft bisher gezeigt hat. Im dritten Viertel ließen die Dragons ganze sechs Punkte zu und erzielten selbst 24. Zehn Minuten, in denen Lohmar nur ein einziger Korb aus dem Feld gelang. Roman Gisbertz traf in diesem Abschnitt zwei Dreier, Milan Bölefahr legte sechs Punkte nach, dazu kamen Treffer von Michal Obuchowicz, Alen Nezic, Maik Exner und Admir Weidner. Aus 31:27 wurde 55:33 – die Partie war entschieden.
Auch danach ließ Rhöndorf nicht nach und gewann das Schlussviertel mit 21:15. Mathias Lingnau erzielte in dieser Phase sechs seiner Punkte, und am Ende stand ein Ergebnis, das dieses Team so noch nicht gesehen hatte: 76 Zähler nach 48 und 54 in den ersten beiden Spielen.
Das Bemerkenswerteste steht allerdings in der Spalte ganz unten: Alle elf eingesetzten Spieler haben gepunktet. An der Spitze lagen Jonathan Diederich und Bölefahr mit je zwölf Punkten, dahinter Weidner mit elf und Obuchowicz mit neun. Nach den ersten beiden Spielen, in denen jeweils ein einzelner Spieler über ein Drittel der Punkte trug, war das die deutlich gesündere Verteilung.
Auch sonst zeigen die Zahlen Fortschritt: drei verwandelte Dreier nach je einem in den ersten beiden Partien, dazu neun von fünfzehn Freiwürfen (60 Prozent). Und während Lohmar alle vier Auszeiten brauchte, kamen die Dragons ohne eine einzige aus.
Unterm Strich: zwei Siege aus drei Spielen und der Beweis, dass dieses Team auch Partien dominieren kann.
Dragons Rhöndorf 7: Bölefahr (12), Diederich (12), Weidner (11), Obuchowicz (9), Gisbertz (6), Kern (6), Lingnau (6), Exner (5), Nezic (4), Kares (3), Schmiede (2)
Bericht: Jens Schmiede

