NBBL-Team erzwingt Entscheidungsspiel im Playoff-Achtelfinale!
Foto: Severin Wolf
Die Playoffs und Playdowns in der U19- sowie U16-Bundesliga sind in vollem Gange und drei Baskets-Kooperationsteams sind dabei nach wie vor aktiv. In der NBBL (U19) konnte das Team BonnRhöndorf am Montagabend durch einen 76:75-Heimsieg über die EWE Baskets Juniors Oldenburg vor rund 200 Zuschauern im Baskets Ausbildungszentrum ein entscheidendes drittes Achtelfinalspiel erzwingen. In der JBBL (U16) gewann das Team Baskets Bonn/Köln RAG nach dem bereits überstandenen Sechzehntelfinale am Wochenende gegen TS Jahn München mit 105:100 auch das erste Achtelfinalspiel. Für das Team BonnRhöndorf geht es in der JBBL derweil in die zweite und entscheidende Playdown-Runde um den Klassenerhalt, nachdem das dritte Spiel der ersten Playdown-Serie gegen die WITT Oberpfalz Hunters am Wochenende mit 47:63 verloren wurde.
Beide JBBL-Teams sind Kooperationsmannschaften der Telekom Baskets Bonn, Dragons Rhöndorf, BG Bonn und Rise and Grind Basketball Academy Köln. In der NBBL kooperieren die Telekom Baskets Bonn, Dragons Rhöndorf und BG Bonn.
NBBL: Entscheidungsspiel erzwungen!
Das NBBL-Team BonnRhöndorf feierte im ersten Playoff-Heimspiel seit 2015 den ersten Playoff-Sieg seit 2013! Bereits im ersten Achtelfinalspiel bei den EWE Baskets Juniors Oldenburg brachten die Rheinländer den Favoriten an den Rand einer Niederlage, nun gelang mit 76:75 der historische Erfolg! Vor 13 Jahren hatte das Team BonnRhöndorf den späteren deutschen Vizemeister aus Breitengüßbach durch einen 72:68-Heimsieg in der „Best-of-Three“-Serie in ein Entscheidungsspiel gezwungen. Nun steht nach dem diesjährigen Ausgleich im Achtelfinale also ein Do-or-Die-Spiel am kommenden Sonntag (29.03. – 16 Uhr) in Oldenburg an.
Ins Heimspiel am Montagabend war das Team BonnRhöndorf grandios gestartet und führte dank starker Verteidigung schnell mit sieben Punkten (7:0, 2. Minute). In der Folge kamen zwar auch die Gäste aus Oldenburg nach und nach besser ins Spiel, doch die Kontrolle lag permanent bei den Hausherren. Nach dem ersten Viertel führten die Bonn-Rhöndorfer sogar zweistellig und markierten dadurch die höchste Führung des Spiels (23:13, 10.)! Ab dem zweiten Viertel bewegte sich die Differenz zwischen beiden Teams bis zum Spielende durchgehend im einstelligen Bereich. Bis Ende der ersten Hälfte behielt das Team BonnRhöndorf dabei die ganze Zeit die Führung, wenngleich der Vorsprung beim Gang in die Kabine auf vier Punkte zusammengeschrumpft war (41:37, 20.). Im dritten Viertel hatten die Gäste mehrmals die Chance, durch einen erfolgreichen Angriff einen Führungswechsel herzustellen, doch genau im richtigen Moment griff die Bonn-Rhöndorfer Defense zu und machte den Laden dicht. Dadurch führte die Mannschaft von Headcoach Francesco Tubiana auch nach dem dritten Viertel noch mit vier Punkten (58:54, 30.). Nach einem 5:0-Lauf zum Start des Schlussabschnitts ging Oldenburg das erste Mal in der Partie in Führung (58:59, 33.). Nervenstark antworteten die Hausherren und erarbeiteten sich dank starker Defense und Geduld in der Offense einen eigenen 6:0-Lauf (64:59, 35.). Noch einmal drehten die Gäste das Spiel und die Bonn-Rhöndorfer Saison drohte zu enden (66:68, 37.). Dusan Ilic per And-One, Kenan Reinhart aus dem Zweierbereich, von der Freiwurflinie und aus der Distanz sorgten in der Crunchtime für einen 9:0-Lauf und die vermeintliche Vorentscheidung (75:68, 39.). Doch der favorisierte Hauptrundenzweite aus Oldenburg glich binnen einer Minute durch einen 7:0-Lauf nochmal aus (75:75, 40.). Ilic traf wenige Sekunden vor Schluss nur einen seiner zwei Freiwürfe, doch mit einer weiteren erfolgreichen Defense-Sequenz sicherte das Team BonnRhöndorf den hauchdünnen 76:75-Sieg, der unter lautem Jubel der rund 200 Zuschauer im Baskets Ausbildungszentrum gefeiert wurde.
Francesco Tubiana (NBBL-Headcoach Team BonnRhöndorf): „Es ist eine äußerst physische und taktisch anspruchsvolle Playoff-Serie gegen eine der besten Mannschaften in Deutschland. Wir arbeiten weiterhin daran, über 40 Minuten hinweg Konstanz und verschiedene Lösungen zu finden. Das ist nicht einfach, da wir gleichzeitig versuchen, in jedem Spiel einen Großteil unseres Kaders einzusetzen und zu rotieren. Wir sind froh, dass wir die Serie in ein drittes Spiel bringen konnten. Jetzt liegt unser Fokus darauf, uns bestmöglich vorzubereiten, im Bewusstsein, dass uns erneut eine sehr intensive Partie auf physischem Niveau erwartet.“
JBBL: Noch ein Sieg bis zum Viertelfinale
In der JBBL führt das Team Baskets Bonn/Köln RAG im Playoff-Achtelfinale gegen TS Jahn München mit 1:0! Die Zuschauer im Baskets Ausbildungszentrum sahen von Beginn an ein besonders offensiv starkes Spiel. 28 Punkte erzielten beide Mannschaften im ersten Viertel (28:28, 10.). Diese Leistung übertrumpften die Hausherren im zweiten Viertel nochmal auf beeindruckende Art und Weise. 37 Zähler ließ die Mannschaft von Headcoach Tom Becker bis zur Halbzeitpause folgen, was in einer 14-Punkte-Führung zur Ende der ersten Hälfte resultierte (65:51, 20.). Im dritten Viertel kürzten die Münchener ihren Rückstand zwischenzeitlich bis auf vier Punkte zusammen (70:66, 24.), doch bis Ende des dritten Spielabschnitts wuchs die Differenz wieder auf zwölf Zähler an (85:73, 30.). Das Team Baskets Bonn/Köln RAG erhöhte den Vorsprung zu Beginn des letzten Viertels auf 16 Punkte (89:73, 31.), doch das war noch keine Vorentscheidung. Die Gäste kamen nun minütlich näher heran und zwei Minuten vor Schluss führten die Hausherren nur noch mit einem Pünktchen (99:98, 38.). In der Schlussphase behielt das Team Baskets Bonn/Köln RAG jedoch die Nerven und führt nach dem knappen 105:100-Sieg in der Achtelfinalserie nun mit 1:0. Damit fehlt der Mannschaft von Coach Becker nur noch ein weiterer Sieg zum Einzug ins Viertelfinale! Das zweite Spiel der „Best-of-Three“-Serie wird am Freitagabend (27.03. - 18 Uhr) in München ausgetragen. Ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel stünde am Sonntag (29.03. - 13 Uhr) wieder im Baskets Ausbildungszentrum an.
Tom Becker (JBBL-Headcoach Team Baskets Bonn/Köln RAG): „Wir sind ein wenig ersatzgeschwächt in das Spiel gestartet, hatten zudem bereits früh Foulprobleme und haben am Anfang zu viele einfache Punkte zugelassen. Da waren wir noch nicht bereit genug. Im Laufe des ersten Viertels sind wir dann aber immer besser ins Spiel gekommen und konnten uns im zweiten Viertel durch eins der offensiv wahrscheinlich besten Viertel der gesamten Saison nochmal steigern. Und auch defensiv waren wir dann besser. Nach dem Buzzer-Beater-Dreier von Oli zum Ende der ersten Hälfte sind wir dann eigentlich mit sehr viel Momentum in die Pause gegangen. In der zweiten Hälfte ging bei uns von außen dann nichts mehr und München hat da auch teils schwierige Würfe von außen getroffen. Hinzu wurden wir ein wenig zu nachlässig, was die Münchener mit ihrer offensiven Klasse dann ausgenutzt haben. Obwohl es am Ende dann nochmal sehr eng wurde, haben wir aber die Nerven behalten und sind insgesamt natürlich zufrieden, dass wir diesen ersten Sieg geholt und jetzt gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale haben.“
JBBL: Entscheidung um Klassenerhalt gegen Nürnberg
Die Entscheidung um den Klassenerhalt des Team BonnRhöndorf in der JBBL fällt in der zweiten Playdown-Runde. Nachdem die Mannschaft von Headcoach Lars von Saldern das erste Spiel bei den WITT Oberpfalz Hunters gewinnen konnte und im zweiten Spiel zuhause den Ausgleich kassiert hatte, ging es zum Entscheidungsspiel der ersten Playdown-Runde wieder zu den Hunters. Von Anfang an war das dritte Spiel von der Defense geprägt. Nur elf Punkte ließen beide Mannschaften jeweils im ersten Viertel zu und duellierten sich somit auf Augenhöhe (11:11, 10.). Im zweiten Viertel übernahmen die Bonn-Rhöndorfer dann zunächst die Kontrolle über das Spielgeschehen. Durch weiterhin starke Verteidigung und nun auch deutlich verbesserte Offensive legte die Truppe von Coach von Saldern einen 20:8-Lauf auf das Parkett und führte mit zwölf Punkten (19:31, 16.)! Ab diesem Zeitpunkt schien der Korb dann aber wie vernagelt und auch die physische Spielweise der Hausherren stellte die Bonn-Rhöndorfer vor Probleme. Bis zur Halbzeitpause war fast der gesamte Vorsprung bereits wieder aufgebraucht (30:31, 20.). Im dritten Viertel folgte schnell der Führungswechsel, die Rheinländer konnten sich dank ihrer weiterhin mehr als soliden Verteidigung aber noch auf Schlagdistanz halten (38:35, 27.). Auch nach Ende des dritten Viertels war ein erneuter Überraschungserfolg nach wie vor möglich (48:42, 30.). Im Schlussviertel ging im Angriff dann leider fast gar nichts mehr. Nur fünf Punkte brachten die Bonn-Rhöndorfer im letzten Viertel auf die Anzeigetafel und verloren schließlich mit 47:63 das dritte Spiel und die Serie mit 1:2.
Am kommenden Sonntag (29.03.) startet die zweite Playdown-Runde gegen die Nürnberg Falcons. Wer diese erneute „Best-of-Three“-Serie gewinnt, schafft den Klassenerhalt. Der Verlierer steigt sportlich ab. Das zweite Spiel in Bonn findet aufgrund der Osterferien erst am 12. April statt. Ein möglicherweise entscheidendes drittes Spiel um den Klassenerhalt ist für den 19. April wieder in Nürnberg angesetzt.
Lars von Saldern (JBBL-Headcoach Team BonnRhöndorf): „Wir sind hervorragend in das Spiel gestartet, weil unsere Einstellung und unser Kampfgeist gestimmt haben. Dadurch konnten wir uns auch die zwischenzeitliche Zwölf-Punkte-Führung erarbeiten. Unsere Wurfquote von nur 30 Prozent aus dem Feld und 35 Freiwürfe für unsere Gegner haben uns am Ende den Sieg gekostet. Wir standen hingegen nur 17 Mal an der Freiwurflinie. Wir konnten aufgrund dieser Dinge und der nicht geahndeten harten Gangart im Spiel keinen richtigen Rhythmus mehr aufnehmen. Es ist schade, dass ein so wichtiges Spiel nicht nur durch die sportlich bessere Leistung entschieden wurde. Glückwunsch jedoch an die Hunters zum insgesamt verdienten Klassenerhalt.“

