Weiße Heimweste sitzt, Talents rücken auf Rang vier vor

Alles wie gehabt bei den Talents BonnRhöndorf, die zu Hause kaum zu bezwingen sind. Mit einem 66:54 (39:34)-Erfolg gegen die Bender Baskets Grünberg in der „Festung Pennenfeld“ untermauerte die BonnRhöndorfer Kooperationsmannschaft ihre derzeitige Topform und rückte vorläufig auf Tabellenplatz vier in der TOYOTA 2. Damen-Basketball-Bundesliga vor.

Durch den dritten Sieg in Folge verschafften sich die Talents etwas Luft im Abstiegskampf. Abstiegskampf? So zufrieden Bea Waffenschmied mit ihrer Mannschaft auch sein konnte nach dem Erfolg gegen Grünberg: Die unglaublich enge Tabellenkonstellation sorgt dafür, dass sich Woche für Woche Verschiebungen in alle Richtungen ergeben. So gewann das Schlusslicht aus Neuss sensationell gegen den Ersten aus Rotenburg. Herne schlug wenig später Lichterfelde, alles rückte wieder zusammen. Nur zwei Siege trennen die Talents damit weiterhin vom Tabellenende. Und einer von Platz zwei. Verrückt.

Immerhin sicherte man sich gegen Grünberg auch den direkten Vergleich, was Waffenschmied als unbedingtes Ziel für die Partie ausgegeben hatte. Der Talents-Coach schickte von Beginn an wieder seine Nachwuchs-Point Guards in die Begegnung, Greta Gomann und Alinde Kerluku lenkten das Spiel der Gastgeberinnen. Man ist das ja gewohnt bei Waffenschmieds junger Crew. Gomann (16) und Kerluku (17) waren zusammen genau so alt wie Grünbergs erfahrene Spielgestalterin Tonisha Baker. Gomann hatte anfangs auch das „heiße Händchen“ für die Würfe von außen. Drei Dreier erzielte die Nationalspielerin und verhalf ihrem Team zur 26:19-Führung nach Viertel Nummer eins.

Das hätte eigentlich die Grundlage für einen lockeren Heimsieg sein sollen, doch die Gäste erkannten schnell, dass sie einen Shootout kaum gewinnen würden. Also taten die Baskets alles, um das Match zu entschleunigen. Mit Erfolg, denn nach Bakers zwei verwandelten Freiwürfen stand es plötzlich 29:29 (17.) und die Talents-Offensive war sichtlich zum erliegen gekommen. Zwei weitere Distanztreffer von Gomann führten immerhin zum 39:34-Halbzeitvorsprung. Obwohl sich Olivia Okpara, Lara Brinkmann und Amelie Kröner immer wieder gut unter dem Korb in Szene setzen konnten, gelang keine größere Führung. Weil, da waren ja auch noch die nicht wenigen Freiwurfchancen, die man eher „zurückhaltend“ nutzte.

Nach der Pause hatten die Talents ihre beste Phase. Mit Zoe Perlick, Nika Carstens und Lara Brinkmann beteiligten sich jetzt auch die anderen Spielerinnen am Scoring. Als Marisa Koopmann per Dreier auf 58:41 stellte (29.), schien das Match entschieden. Doch die Gäste kämpften sich wieder heran. In der Vorwoche war man von minus 21 in die Partie zurückgekommen und ähnliches bahnte sich für die Schlussphase im Sportpark an. Bis auf sechs Zähler (60:54) war man gut drei Minuten vor der Schlusssirene herangekommen. Die Zuschauer feuerte die Talents lautstark an. Über einen der insgesamt 53 Rebounds (Grünberg 31) gelangte das Leder zu Kröner in der Spielfeldecke, die zuerst zögerte, dann nochmal angespielt wurde und schließlich „für drei“ zum 64:54 traf (39.). Ball game. Brinkmanns Korb sorgte dann für das Endergebnis. Spiel gewonnen, direkter Vergleich gewonnen, Waffenschmied zufrieden. Über die Freiwurfausbeute (8 von 23) musste hinterher nicht gesprochen werden.

Greta Gomann wurde mit 17 Punkten Topscorerin der Talents, Kröner folgte mit 16 Zählern, Brinmann kam auf elf Punkte. Olivia Okpara gelang mit zehn Punkten und 16 Rebounds wieder einmal ein Double-Double.

Für die Talents geht die Saison – nach einem spielfreien Wochenende – am 27.01.24 mit einem weiteren Heimspiel gegen Herne/Recklinghausen weiter.

Viertel: 26:19 / 13:15 / 19:9 / 8:11

Es spielten: G. Gomann 17 Punkte/5 Dreier, K. Steffen, A. Kerluku 1, L. Arz, N. Carstens 2, Z. Perlick 2, O. Okpara 10/16 Rebounds, S. Flottmann, M. Koopmann 7/1, A. Kröner 12/2 Dreier, L. Brinkmann 11/8 Rebounds, M. Kleinert.

 

Fotos: Jan Fante

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