Dragons Rhöndorf – feuer.und.flamme | Zwei harte Bewährungsproben für die Dragons

Zwei harte Bewährungsproben für die Dragons

gotha_vechta_slideFreitag, 20.00 Uhr, RASTA Vechta vs. Dragons Rhöndorf
Sonntag, 18.00 Uhr, Dragons Rhöndorf vs. OeTTINGER Rockets Gotha

 

Von einem erholsamen Wochenende für die Dragons kann keine Rede sein. Am Freitag (20.00 Uhr) müssen die Jungs um Headcoach Boris Kaminski beim erklärten Meisterschaftsfavoriten Rasta Vechta ran. Am Sonntag (18.00 Uhr) steht dann, quasi zum Nachtisch, das Heimspiel gegen die Oettinger Rockets Gotha auf dem Programm. Zwei harte Bewährungsproben für Carter, Frankl-Maus & Co., bei denen man nichts zu verlieren hat.

Im Gegenteil, die Dragons können in beiden Partien nur gewinnen – und zwar wertvolle Erfahrung für die laufende Saison. Von einem Sieg in Vechta zu träumen ist sicherlich nicht strafbar, realistisch betrachtet jedoch unwahrscheinlich bis unmöglich. Dafür ist das Team der Niedersachsen schlicht weg zu übermächtig besetzt. Jedenfalls ließen die Verantwortlichen der Rastafaris mit ihren Einkäufen in der Off-Season keinen Zweifel daran aufkommen, wohin die Reise in dieser Spielzeit gehen soll, nämlich nach ganz oben. Für dieses Ziel griff man tief in die Tasche und holte sich gebündelte BBL-Erfahrung ins Team. Derrick Allen bedarf keiner besonderen Vorstellung. Der 35-jährige Routinier zählte in Frankfurt, Berlin und Braunschweig zu den absoluten Leistungsträgern. Trotz lukrativer Angebote aus der 1. Liga wechselte der „Allstar“ Christian Standhardinger von Weißenfels zu RASTA. Damit verfügt Vechta über ein Forward-Duo, was in der ProA seines Gleichen sucht. Aus Würzburg kamen mit Carlos Medlock und Jeremy Dunbar zwei richtig gute Verstärkungen für die Guard-Positionen. Ansonsten ist der erprobte Kader der vergangenen Saison zusammen geblieben. Eine Kostprobe ihrer Stärke gab RASTA Vechta gleich im ersten Spiel in Hanau ab. Ohne die Muskeln übermäßig spielen lassen zu müssen rupften sie die White Wings mit 93:51 und setzen sich gleich mal an die Tabellenspitze.

Viel leichter wird die Herausforderung am Sonntag (18.00 Uhr) vor heimischer Kulisse wohl auch nicht. Mit den OEttinger Rockets Gotha schlägt nämlich kein Geringerer als ein Halbfinalist der vergangenen Saison am Menzenberg auf. Wenngleich die aktuelle Mannschaft ihr Gesicht gründlich verändert hat, nur noch drei Spieler von 2014/15 stehen im aktuelle Kader. Die zahlreichen Abgängen bedeuten gleichzeitig den Verlust von einer Menge ProA-Erfahrung. Außerdem haben die Verantwortlichen das Team deutlich verjüngt. Faktoren, die Boris Kaminski in die Karten spielen dürften. Allerdings sind die Thüringer, im Gegensatz zu Rhöndorf, mit einem Erfolgserlebnis in Saison gestartet. Beim 71:62-Sieg in Heidelberg waren es zwei bewährte Kräfte, die in der entscheidenden Phase das Heft in die Hand nahmen. Der erfahrene US-Guard Carlton Guyton steuerte 20 Punkte zum Sieg bei und Kapitän Marco Völler markierte seine elf Zähler als es darauf ankam. Gut aus den Startblöcken gekommen sind zudem die Neuzugänge Jordan Riewer, der die erhoffte Verstärkung auf der Aufbauposition zu sein scheint, sowie Delvon Johnson. Der 2,08 Meter lange und 108 Kg schwere Modellathlet verfügt über fünf Jahre Erfahrung in europäischen Ligen, unter anderem beim rumänischen Eurochallenge-Team BC Timisora. Mit Gerard Gomila konnte außerdem ein aktueller U20 Nationalspieler aus Prat (Spanien) nach Gotha gelockt werden. Und auch der Rest der Raketen-Truppe von Headcoach Chris Ensminger birgt eine Menge Qualität.

Daran besteht auch für Boris Kaminski kein Zweifel. „Wir haben zwei exzellente Teams vor der Brust“, hält der Dragons-Coach fest. „Für uns hat Priorität, dass wir Fehler aus dem Spiel gegen Kirchheim minimieren und viel befreiter aufspielen.“ Aus dieser Warte passe es ganz gut, gegen zwei Hochkaräter in Folge antreten zu müssen. Sich nur auf einzelne Spieler einzustellen bringe wenig, da beide Teams durch die Bank enorme Qualität bieten. „ Wir wollen Vechta wie Gotha am Wochenende jedoch alles abverlangen. Und wer weiß, vielleicht gelingt uns schon am Wochenende ein kleiner Coup?“

 

Das Team hinter dem Team hat im Laufe dieser Woche jedenfalls intensiv daran gearbeitet, um den Dragons-Fans in der Menzenberger Halle ein möglichst unbeschwertes Basketball-Erlebnis zu ermöglichen.