Dragons kassieren bei den Titans einen vermeidbaren Rückschlag!
Dresden Titans vs. Dragons Rhöndorf: 67:59
(15:15, 19:16, 18:18, 15:10)
Rhöndorfs 67:59-Niederlage (34:31) bei Dresden machte deutlich, eine gute Defensive alleine reicht nicht aus. Enge Spiele entscheiden am Ende wenige Fehler. Davon leisteten sich die Dragons in der Offensive ein paar zu viele, die von den Titans in der Crunchtime gnadenlos bestraft wurden. So bleibt für das Team um Headcoach Max Becker nur die Erkenntnis, für Siege ist eine solide Komplexleistung notwendig.
Einen Schönheitspreis verdiente die Begegnung zwischen Dresden und Rhöndorf insgesamt nicht. Von einem offensiven Feuerwerk waren beide Teams weit entfernt. Im ersten Viertel ließen die Titans etliche freie Layer liegen, aber auch die Dragons taten sich schwer den gegnerischen Korb erfolgreich zu attackieren. Ein 15:15 nach zehn Minuten war die logische Konsequenz. Aber eines war nach dem ersten Viertel klar: In der Defensive wurden keine Gefangenen gemacht. Es ging physisch ordentlich zur Sache.
Im zweiten Spielabschnitt hatten die Rheinländer dann ein kurzes Momentum. Mit der Einwechslung von Daniel Mayr hatten die Dragons ab der 15. Minute die Lufthoheit unter den Brettern. Dresden wusste kurzzeitig nicht, wie sie den 2,18 Meter langen Center bremsen sollte. Rhöndorf nutze den Respekt des Gegners zur zwischenzeitlichen 22:28-Führung (17“). Die Titans reagierten aber in der Defensive, glichen in der 19. Minute wieder aus und gingen durch einen Buzzer-Dreier von Sebastian Heck (11 Pkt./10 Reb.) mit drei Punkten Vorsprung in die Halbzeitpause.
Das dritte Viertel verlief absolut ausgeglichen (18:18). Rhöndorfs Start in den Schlussabschnitt ließ dann schon erahnen, dass es um die Konzentration der Dragons an diesem Sonntag nicht zum Besten bestellt war. Jedenfalls gab’s gleich zwei ärgerliche Ballverluste, am Ende sollten es 18 Turnover werden, in der Summe eindeutig zu viele. Im nächsten Moment waren die Rheinländer wieder voll da und starteten eine 7:0-Serie, zur erneuten Führung (33“/52:54). Doch die Hausherren konterten trocken mit Dreiern von Sebastian Heck sowie Wisdom Uboh (35“/60:56). Den knappen Vorsprung verwaltete die Gastgeber bis in die Crunchtime. Wobei man Rhöndorf auch keine glückliche Hand in der Offensive bescheinigen könnte. Während die Dragons versuchten mit der Brechstange jenseits der Dreierlinie die Begegnung zu ziehen, spielte Dresden geduldig seine Angriffe aus und siegte am Ende verdient mit 67:59.
Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass ein gut aufgelegter Sahmi Willoughby (17 Pkt./3-3er/7 Reb.) sowie ansprechende Leistungen von Carlo Schmid (9 Pkt.) und Daniel Mayr (10 Pkt./1-3er/6 Reb.) nicht genug sind, um bei einem Gegner des Kalibers der Titans einen Sieg zu landen. Zumal bei Dresden vier Akteure zweistellig scorten. Moritz Heck avancierte mit 25 Punkten zum Topscorer, Alexander Leiba steuerte nicht nur 14 Punkte sondern auch noch neun Rebounds bei, Sebastian Heck lieferte sogar ein bemerkenswertes Double-Double ab (11 Pkt./12 Reb.). Da reichte eine solide Leistung von Wisdom Uboh (10 Pkt.) vollkommen aus.
Die Ausfälle von Malik Idbihi und Max von Saldern, besonders der des Rhöndorfer Topscorers Justin Onyejiaka, tun natürlich weh. Wer von den Dreien am kommenden Wochenende wieder Einsatzfähig sein wird bleibt abzuwarten. Leichter wird die Aufgabe mit den Bayer Giants Leverkusen (31.01./19:00) jedenfalls nicht.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an Dresden zum Sieg. Wir hätten diese Niederlage heute absolut vermeiden können, wir waren aber das ganze Spiel über zu langsam in unseren Offensiven Entscheidungen. Defensiv haben wir es weitendgehend gut gemacht aber dann immer wieder unnötig geschlafen. Ein vermeidbarer Rückschlag, dennoch stehen wir immer noch erst am Anfang und werden unsere Schlüsse ziehen, um am Samstag gegen Leverkusen für den Heimsieg zu spielen.“
Rhöndorf: Schmid (9 Pkt./1-3er), Nduche (1), Ilic (2/5 As.), Viehöfer (4/1), Paulo (4), Reinhart (6), Böning (2), Willoughby (17/3/7 Reb.), Sadikovic (4), Mayr (10/1/6)
Dresden: M. Heck (25/1-3er), Touray, Haase, Pisic (4), Leiba (14/9 Reb.), Kellig, Uboh (10/2), S. Heck (11/2/10 Reb.), Kupke (3
Rhöndorf / Dresden: 2er 16/30 (53%) / 15/42 (36%), 3er 6/35 (17%) / 5/22 (23%), FG 22/65 (34%) / 20/64 (31%), FT 9/13 (69%) / 22/27 (81%), AS 7 / 9, REB 43 / 39, ST 6 / 8, TO 18 / 11, BS 6 / 6, PF 23 / 19

