„Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch!“
Samstag, 26.09., 19:00 Uhr: Dragons Rhöndorf vs. Basketball Löwen
Die erste Standortbestimmung der Saison 2026/27 hat es für Rhöndorf gleich in sich. Am kommenden Samstag (26:09., 19:00 Uhr) reist mit den Basketball Löwen ein ambitioniertes Team der ProB-Süd an. Für die Erfurter beginnt sozusagen eine neue Zeitrechnung, entsprechend schwer sind die Thüringer für die Dragons einzuschätzen. Headcoach Max Becker rechnet mit einem offenen Schlagabtausch.
Passend zur neuen Halle, die noch im laufenden Jahr bezugsfertig sein soll, haben die Basketball Löwen diese Saison die Messlatte deutlich höher gelegt. Selbstbewusst peilen die Verantwortlichen mittelfristig die ProA an. Aber auch schon in der anstehenden Spielzeit soll’s ein bisschen mehr sein, als nur der Klassenerhalt. Der Umbruch im Erfurter Team ist jedenfalls unverkennbar. Der Kader wurde mit gleich acht neuen Spielern aufgefrischt. Prominente Abgänge wie Paul Albrecht, Tyseem Lyles und Musa Abra wurden mindestens ebenwürdig neu besetzt.
Ilias Amin wechselte von BSW Sixers zu den Löwen. Für Sandersdorf erzielte der Point Guard durchschnittlich 11,7 Punkte und verteilte 3,9 Assists pro Spiel. Ein vergleichbar gutes Scoring legte Anthony Watkins beim Halbfinalisten LOK Bernau mit ø 13,4 Punkten auf. Eine sprichwörtlich etablierte Größe in der Basketballszene ist der 30-jährige Marko Bacak. Der 2,10 Meter lange Center, zuletzt bei Koblenz in der ProA, markierte dort im Schnitt solide 4,8 Punkte und 3,2 Rebounds. Bemerkenswert seine Trefferquote von 27,1 Prozent an der Dreierlinie. Nicht zu vergessen Derek Emilifeonwu. Der irische Power Forward ist ein ähnlich athletischer Typ wie Rhöndorfs Sahmi Willoughby, stand zuletzt beim Australischen Erstligisten Mackay Meteors unter Vertrag und machte dort beachtliche ø 11,4 Punkte. Nicht minder interessant ist der EU-Import Jacob Hadi aus Schweden von den Norrkoping Dolphins, ein Perspektivspieler auf der Flügelposition.
Ein spannendes Talent aus eigenen Reihen ist Luca Förster. Der 19-jährige Shooting Guard hat übrigens als Gastspieler auch schon im Trikot der Telekom Baskets bei der Youth Basketball Champions League gespielt. Ebenfalls eine Rheinländische Historie hat natürlich Samuel Nellessen. Der echte Honnefer kehrt als Flügelspieler nach Rhöndorf zurück, der in der vergangenen Saison mit ø 8,5 Punkten und 5,3 Rebounds einen großen Entwicklungsschritt gemacht hat. Von Kooperationspartner BIG Gotha haben drei Talente den Sprung in den ProB-Kader geschafft (Luke-Johan Kiraly, Bastian Rehbein und Léonar Fliege), ein Beleg für gute Nachwuchsförderung.
Auf jeden Fall muss man mit den neuformierten Löwen rechnen. Dragons Coach Max Becker hält Erfurt für stark genug um sich in der oberen Tabellenhälfte der ProB-Süd zu etablieren. Also dort, wo auch die Dragons Rhöndorf hinwollen. Folglich ist gleich am ersten Spieltag für ordentlich Zündstoff gesorgt.
Zum Saisonbeginn ist man, was die Einschätzung der Gegner angeht, immer ein wenig im Blindflug unterwegs. Welchen Eindruck machen die Basketball Löwen Erfurt nach dem Videostudium auf dich?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Erfurt hat einen neuen Trainer und viele neue Spieler, man merkt, dass die Mannschaft sich gerade findet. Sie verfügen über eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent, ähnlich wie wir. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch.Erfurt ist ambitioniert und möchte mittelfristig in die ProA aufsteigen. Entsprechende Ansätze sind bei der Zusammenstellung des Kaders zu sehen. Wie schätzt du das bestehende Talent ein?
Mit Bacak und Watkins stoßen zwei absolute Leitungsträger zum Team und auch drum herum ist viel Talent da. Es wird spannend, wie schnell sie dies in der Saison aufs Feld bringen können und ob unsere größere Eingespieltheit vielleicht ein Vorteil sein könnte.
Die Verantwortlichen von Erfurt geben bei der Platzierung ähnliche Ziele wie wir aus. Die Begegnung wird also für beide Seiten interessant, wo man aktuell steht. Nach den Testspielen sollte es den Dragons an Selbstbewusstsein allerdings nicht mangeln.
Wir brennen auf dieses Spiel und können es kaum erwarten – das wird Erfurt aber genauso gehen. Wir ziehen viel Gutes aus der Preseason, wir haben viele verschiedene Profile an Teams gespielt und uns einfinden können, am Ende ist das am Samstag aber zweitrangig, da zählt, was dann auf dem Feld passiert.
Mit Marko Bacak verfügen die Gäste über einen ganz erfahrenen Center, der in der letzten Saison noch für Koblenz in der ProA unterwegs war. Bei der Gelegenheit, wie sieht’s mit Daniel Mayr aus, wird er voraussichtlich spielen können?
Daniel ist im Teamtraining und arbeitet für sein Comeback. Es gibt eine Chance das er am Samstag im Kader stehen wird, ja, versprechen kann ich das aber noch nicht.
Überhaupt erwarten uns spannende Matchup‘s, vor allem was die jung besetzten Positionen angeht. Was die internationale Erfahrung im Team betrifft, dürften die Dragons jedoch einen Vorteil haben, oder?
Das mag sein, doch auch Erfurt verfügt mit Hardi und Emelifeonwu über Qualität. Am Ende wird entscheidend sein, wer den Wettkampfrhythmus am ersten Tag schneller findet.
Was erwartest du generell von dem Heimauftakt im DragonDome am Samstag?
Ich freue mich riesig auf unsere Rückkehr in die Halle! Das Wiedersehen mit den Fans, die Stimmung, die Energie im DragonDome und darauf das es endlich wieder um etwas geht. Wir sind bereit und freuen uns über jeden der uns beim Saisonauftakt unterstützt.
Tip-Off zur Partie gegen Erfurt ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr im DragonDome (Menzenberger Str. 70, 53604 Bad Honnef). Ab 18:45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

