Überragendes Schlussviertel bringt Dragons den Sieg!

Foto. Martin Jung

Dragons Rhöndorf vs. Basketball Löwen: 96:74 (23:18, 17:16, 19:22, 37:18)

Rhöndorf gelingt am Samstagabend vor 451 Zuschauern am Menzenberg ein überzeugender Start in die ProB-Saison 2026/27. Mit einem berauschenden letzten Viertel lassen die Dragons den Basketball Löwen keine Chance. Am Ende steht ein souveräner 96:74-Sieg (40:34) über Erfurt und die Erkenntnis, dass in der jungen Mannschaft um Headcaoch Max Becker eine Menge Potenzial steckt.

Die Begegnung startete jedoch holprig. Beiden Teams war in den ersten Minuten eine gewisse Verunsicherung deutlich anzumerken. Entsprechend gingen auf beiden Seiten gute Korbchancen daneben. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keiner nennenswert absetzen konnte. Nach zehn Minuten stand es 23:18. Bemerkenswert war noch das Comeback von Daniel Mayr, nach über einem Jahr Verletzungspause, was mit Standing Ovation gefeiert wurde.

Im zweiten Viertel übernahmen zunächst die Löwen die Initiative. Anthony Watkins (27 Pkt.) sowie Derek Emelifeonwu (15 Pkt.) machten ordentlich Druck und waren maßgeblich an der zwischenzeitlichen 33:25-Führung beteiligt. Doch Rhöndorf konterte prompt. Justin Onyejiaka (19 Pkt.) startete als Energizer und Scorer für seine Dragons voll durch. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause glichen die Dragons wieder aus und gingen mit einem knappen sechs Punkte-Vorsprung in die Kabine (20“/40:34)

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel sorgte Carlo Schmid für Rhöndorfs erste zweistellige Führung in der Partie (21“/44:34). Geschlagen waren die Thüringer aber noch lange nicht. In der 28. Minute war Erfurt wieder bis auf einen Zähler dran (52:51). Rückblickend sorgten Tom Viehöfer (12 Pkt.) per Dreier und Dušan Ilic mit einem Buzzer für den entscheidenden Dämpfer. Zwar betrug der Rückstand für die Löwen nach dem dritten Viertel nur drei Punkte (30“/59:56), es war aber ein Wirkungstreffer.

Im Schlussabschnitt brannten die Dragons ein wahres Dreier-Feuerwerk ab. Dušan Ilic, Tom Viehöfer und Malik Idbihi (12 Pkt.) ließen den Ball jenseits der Dreierlinie fliegen und trafen nach Belieben. Eine Dreierquote von 47 Prozent ist schon eine Hausnummer. Als David Böning zwei Minuten vor Schluss per Korbleger auf 91:72 stellte, war die Begegnung längst entschieden.

Nach der Schlusssirene waren sich die Fans einig: Die positiven Aspekte überwogen deutlich. Die junge Guard-Garde verdiente sich Bestnoten, genauso wie die Neuzugänge Mychael Paulo und Justin Onyejiaka. Auch wenn einige Dragons noch hinter den Erwartungen zurückblieben, das Kollektiv funktionierte über weite Strecken des Spiels schon auf erstaunlich hohem Niveau. Ein Fakt, der Lust auf mehr macht

 

Max, der Start ins Spiel war ein wenig zäh. Das Team hat gut eine Halbzeit gebraucht um sich frei zu spielen. Oder siehst du das anders?

Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Sicherlich waren wir zu Beginn des Spiels nervös, insgesamt bin ich aber mit der gesamten Mannschaft sehr zufrieden. Das erste Saisonspiel ist noch einmal was ganz anderes. Du kannst dich noch so gut vorbereiten, wenn es dann um Punkte geht ist es eine andere Anspannung, ein anderer Druck. Wir haben Zeit gebraucht, um uns an das physische Spiel von Erfurt zu gewöhnen. Wir haben damit zu kämpfen gehabt, aber immer wenn wir unsere defensiven Konzepte erfolgreich umgesetzt haben, konnten wir Läufe schaffen. Im letzten Viertel ist dann bei uns offensiv der Knoten geplatzt und wir konnten unsere engagierte Leistung mit dem verdienten Sieg belohnen.

Das letzte Viertel war in der Tat beeindruckend. Da war gefühlt jeder Wurf ein Treffer … 

Jeder Spieler macht Druck auf den gegnerischen Korb und strahlt Gefahr aus. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie wir das heute als Kollektiv gelöst haben. Am Ende des Tages können wir nur als Team gewinnen und das haben wir heute getan.

Ich finde, dass sich Dušan Ilic, Tom Viehöfer und Malik Idbihi heute ein Sonderlob verdient haben. Hat dich ihre Leistung nicht auch überrascht?

Wir müssen bedenken, alle drei sind noch U19-Spieler und spielen in dieser physischen ProB mit einer absoluten Selbstverständlichkeit. Auch wenn wir das von ihnen erwarten, kann man das schon einmal hervorheben.

Darüber hinaus haben Mychael Paulo sowie Justin Onyejiaka ein klasse Einstand in Rhöndorf gegeben.

Beide gaben heute ihr Debut für die Dragons, haben das überragend gemacht und uns genau das gegeben, was wir von ihnen brauchten.

Welche Rückschlüsse ziehst du aus der Begegnung?

Wir werden das Spiel natürlich aufarbeiten, aber wir können viel Positives aus dem Spiel ziehen und werden uns bestmöglich aufs erste Auswärtsspiel in München vorbereiten.

 

Dragons Rhöndorf: Carlo Schmid (11 Pkt./1-3er), Ilic (18/2/6 Reb./8 As.), Viehöfer (12/4), Paulo (13/3), Onyejiaka (19/7 Reb.), Böning (2), Willoughby (5/6 Reb.), Sadikovic (4/9 Reb.), Idbihi (12/3-3er), Pettenò, Mayr

Erfurt: Watkins (27 Pkt./5-3er), Claßen (6/1), Amin (5), Fliege, Emelifeonwu (15/1), Radefeld (2), Brand (7/1/7 Reb.), Bacak (8/7 Reb.), Zimmermann, Nellessen (4)

Dragons Rhöndorf / Basketball Löwen: 2er 23/49 (47%) / 18/39 (46%), 3er 13/27 (48%) / 8/28 (29%), FG 36/76 (47%) / 26/67 (39%), FT 11/20 (55%) / 14/21 (67%), REB 47 / 39, ST 6 / 4, TO 22 / 13, BS 5 / 2, P

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 „Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch!“