Nun wollen die Dragons die Playoffs attackieren!
Sonntag, 22.03., 16:00 Uhr: BSW Sixers vs. Dragons Rhöndorf
Am Sonntag (22.03., 16:00 Uhr) startet für die Dragons bei den BSW Sixers eine neue Herausforderung. Nach dem gesicherten Klassenerhalt greift Rhöndorf nun nach den Playoffs. Ein Sieg gegen Sandersdorf ist allerdings Pflicht, soll der Traum von der Teilnahme an der Aufstiegsrunde bis zum letzten Spieltag der regulären Saison weitergehen. Die Sachsen-Anhaltiner hegen allerdings ähnliche Pläne wie die Rheinländer, es steht also ein spannendes Duell bevor.
Die Ausgangssituation ist für die Kontrahenten vor dem großen Showdown nahezu identisch. Beide Teams sind als elfter und zwölfter Tabellennachbarn. Mit jeweils 20 Punkten auf dem Konto rangieren sie nur zwei Zähler hinter Rist-Wedel, die aktuell den noch erreichbaren Playoff-Platz einnehmen. Im Kampf um den achten Rang befindet sich neben Rhöndorf und Sandersdorf auch noch Iserlohn sowie Rostock II. Im besagten Quintett haben die Dragons nicht alles in eigener Hand um sich durchzusetzen und sind letztendlich auf Schützenhilfe angewiesen. Letztendlich bedeuten Siege in den letzten beiden Begegnungen die Grundvoraussetzung, der Rest entscheidet sich dann an den anderen Schauplätzen.
Auf jeden Fall ist Sandersdorf ein würdiger Gegner im Kampf um die Playoffs. Schon das Hinspiel war ein echter Krimi, den Rhöndorf nach dramatischer Verlängerung knapp mit 105:97 für sich entscheiden konnte. Damals zeigten die Sixers was man von ihnen am Wochenende erwarten darf. Die beiden entscheidenden Spielfiguren sind der Nigerianische Playmaker Toby Okwuokei (ø 13,8 Pkt./3,8 As./7,2 Reb.) und Robert Joseph Holmes (16,3 Pkt./8,3 Reb.), ein vielseitiger US-Power Forward. Im Sog des dominanten Import-Duos haben die Backups große Schritte nach vorne gemacht: Der 19-jährige Point Guard Ilias Amin (ø 11,9 Pkt./4 As.) sowie der ein Jahr ältere Power Forward Jarne Jürgens (ø 9 Pkt./5 Reb. Nicht minder beachtlich sind die Statistiken von Emanuel Ozike (7,9 Pkt./7 Reb.), mit 2,04 Meter ein vergleichsweise kleiner aber sehr agiler Center.
Rhöndorf muss sich auf eine gewaltige Rebound-Power einstellen. Will man die zweiten Korbchancen minimieren, muss als Team konsequent am defensiven Brett ausgeboxt werden. Der Distanzwurf hingegen fiel aus Sixers Sicht zuletzt nicht wie gewünscht. Wohl auch ein Grund für einige knappe Niederlagen, ohne die Sandersdorf die Playoffs längst sicher in der Tasche hätte. Hinten operiert das Team um Coach Lukas Varga gerne mit verschiedenen Raumverteidigungen, um den Rhythmus gegnerischer Offensiven zu stören. Aber die Dragons haben Waffen, um Zonen zu knacken, was sie zuletzt mehrfach bewiesen haben.
Rhöndorf hat mit dem Klassenerhalt sein Soll für diese Spielzeit erfüllt und kann nun befreit aufspielen. Mit drei Siegen in Serie ist das Selbstbewusstsein frisch gestärkt und die Dragons haben gemäß Headcoach Max Becker, Blut geleckt. Was am kommenden Sonntag zu beweisen ist.
Der Klassenerhalt ist seit dem letzten Spieltag perfekt, herzlichen Glückwunsch dazu. Mal ganz ehrlich, wie viel Druck ist von dir und dem Team abgefallen?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Danke! Natürlich war es eine Erleichterung, es schwarz auf weiß zu haben, dass wir auch in der kommenden Saison in der ProB spielen können. Das Team hat aber durchweg am sich geglaubt und es geschafft, sich auch durch unsere Ergebniskriese nicht unterkriegen zu lassen. Die Jungs haben sich diesen Klassenerhalt, zwei Spieltage vor Schluss, selber erspielt und darauf sind wir stolz.Nun können wir sogar noch einmal die Playoffs angreifen. Wie schätzt du die Chancen diesbezüglich ein?
Wir haben unser oberstes Ziel erreicht – den Verbleib in der Liga. Nun können wir befreit nach oben schauen und die Playoffs attackieren. Das wir dabei aber auch auf Schützenhilfe angewiesen sind ist uns klar, weswegen wir bei unserem Motto bleiben und uns voll und ganz auf uns konzentrieren. Wir wollen das Beste aus den letzten beiden Spielen rausholen, um so im Kampf um die letzten Playoff-Tickets nochmal mitreden zu können.
Wie auch immer, die letzten beiden Spieltage können wir jetzt genießen. Ein Erfolg gegen die BSW Sixers scheint dabei nicht unrealistisch.
Die Sixers sind in einer ähnlichen Situation wie wir, konnten auch mit einem Sieg am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt sichern und so schauen sie nun sicher auch nach oben. Wir haben eine sehr ähnliche Ausgangslage und so ist ein spannendes Spiel zu erwarten, das wir für uns entscheiden wollen.
Für Sandersdorf lief die Rückrunde bislang nicht optimal. Acht Niederlagen stehen vier Siege gegenüber. Geht dem Gegner auf der Zielgeraden ein wenig der Sprit aus?
Die Sixers haben zuletzt gestrauchelt, aber auch ein straffes Programm gehabt. Was sie auszeichnet ist, dass sie viele Spiele, trotz Niederlage, sehr eng gestalten konnten. In Sandersdorf zu spielen ist alles andere als ein Spaziergang.
Gegen die starken Power Forwards Robert Holmes sowie Arne Jürgens wären die defensiven Fähigkeiten von David Böning und Juhwan Harris-Dyson willkommen. Wie groß sind die Chancen für den Einsatz der Beiden?
Beide machen Fortschritte, für das Teamtraining reicht es aber noch nicht. Die Jungs und wir arbeiten am Comeback. Wir werden aber keine Risiken eingehen, wenn es Zweifel an der Einsatzfähigkeit gibt. Das sie dabei sind ist also fraglich, aber nicht ausgeschlossen.
Die Jungs machten am letzten Spieltag nicht den Eindruck, dass die Saison für sie schon vorbei wäre – oder?
Die Mannschaft hat Blut geleckt, wir haben uns in einen Flow gespielt, wollen diese Energie jetzt auch noch in die verbleibenden zwei Spiele transportieren und unsere Serie weiter ausbauen. Tip-Off zur Partie gegen die BSW Sixers ist am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in der Ballsporthalle in Sandersdorf (Am Sportzentrum 25, 06792 Sandersdorf-Brehna). Ab 15.45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

