Löwen verpassen Dragons eine weitere Enttäuschung!
Hertener Löwen vs. Dragons Rhöndorf: 87:65
(23:18, 24:13, 23:13, 17:21)
Einmal mehr in dieser Saison kassiert Rhöndorf eine bittere Niederlage. Mit 87:65 (47:31) gehen die Dragons am Freitagabend gegen die Löwen unter. Der Sieg geht für Herten auch in der Höhe völlig in Ordnung. Das Team um Coach Max Becker ließ letztendlich an beiden Enden des Spielfeldes die notwendige Konstanz vermissen. Dadurch wird die Tabellensituation für die Rheinländer langsam aber sicher kitzelig.
Das Gastspiel im Ruhrgebiet hatten sich die Dragons sicher ganz anders vorgestellt. In etwa so, wie die ersten fünf Minuten der Begegnung liefen. Da war Rhöndorf in der Defensive hellwach, machte den Löwen das Leben schwer und führte mit 9:12. Herten fand bis dahin keinen Rhythmus, was sich mit der Einwechslung ihres Neuzugangs Kelvin Okundaye grundlegend änderte. Der 32-Jährige wechselte in dieser Woche vom Luxemburgischen Erstligisten Musel Pikes ins Ruhrgebiet, als Ersatz für den längerfristig verletzten Bryant Allen. Der Shooting Guard führte sich gleich gut mit zwei Dreiern ein und initiierte einen 10:0 Lauf zur 19:12-Führung seiner Mannschaft (8“). Die letzten 120 Sekunden des Viertels presste Rhöndorf wieder erfolgreich, landete ein paar Steals und konnte den Rückstand verkürzen (10“/23:18).
Im zweiten Spielabschnitt bestimmten erneut die Hausherren das Geschehen. Herten zog sein Set-Play routiniert auf und nutzte seine Chancen konsequent. Rhöndorf reagierte beeindruckt, traf minutenlang so gut wie nichts mehr und ließ es zudem an Intensität vermissen. Jedenfalls bekamen die Rheinländer in der Defensive nur selten Zugriff. Die Zweierquote der Löwen von 73 Prozent ist ein Indiz dafür, das Rebound-Verhältnis von 20:10 für Herten ein weiteres. Bemerkenswert, bis zur Pause konnten die Dragons keinen einzigen Offensiv-Abpraller sichern.
Im dritten Viertel manifestierten sich die Machverhältnisse auf dem Parkett der gut gefüllten Sporthalle der Rosa-Parks-Schule weiter. Welche Defensive die Dragons auch probierten, Herten hatte die passende Antwort parat. Offensiv wirkte Rhöndorf phasenweise wenig organisiert und schloss öfters hektisch aus der Distanz ab. So hatten die Löwen keine größeren Probleme den Vorsprung in der 24. Minute erst auf 20 Punkte und zum Ende des Viertels sogar auf 30 Punkte (70:40) auszubauen.
Die Begegnung war also frühzeitig entschieden und plätscherte im Schlussviertel über weite Strecken einfach dahin. Rhöndorf fühlte sich dann aber noch einmal bei der Ehre gepackt, verteidigte wie in den ersten Minuten mit hoher Intensität und konnte zumindest die letzten zehn Minuten knapp für ich entscheiden (17:21). Dabei war Hertens Neuzugang Kelvin Okundaye (15 Pkt./3-3er), David Ewald (15 Pkt./1-3er), Christian Hinckson (16 Pkt./1-3er) sowie Dario Fiorentino (8 Pkt./10 Reb.) herausragend. Auf Rhöndorfer Seite wussten Jorge Mejias (14 Pkt./4-3er) und Juhwan Harris-Dyson (11 Pkt./5 Reb.) zu überzeugen.
Die erneute Niederlage bedeutet für die Dragons noch nicht das Ende aller Playoff-Träume. Allerdings wird der Abstand zu den Plätzen an der Sonne vermutlich größer, wogegen sich der zu den Abstiegsplätzen verringern kann – was aber erst endgültig feststeht, wenn der 18. Spieltag komplett ist. Unabhängig davon muss im kommenden Heimspiel gegen die EN Baskets Schwelm eine Reaktion erfolgen.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Zunächst Glückwunsch an Herten zum verdienten Sieg. Wir haben uns heute sehr viel vorgenommen, es aber leider nie geschafft unser gewünschtes Gesicht auf dem Spielfeld zu zeigen. Am Ende war das heute einfach zu wenig um eine wirkliche Chance zu haben. Für uns gilt es jetzt weiterzumachen, das Spiel schnell aufzuarbeiten und nächste Woche zuhause gegen Schwelm zu beweisen, dass wir deutlich mehr können, als wir heute gezeigt haben. Wir glauben an uns und werden auch diesen Rückschlag wegstecken.“
Dragons Rhöndorf: Schmid (7 Pkt./1-3er), Harris-Dyson (11/11 Reb.), Dujmovic (4), Ilic (6), Viehöfer, Reinhart (7), Diallo, Böning, Dobiecki (7/1), Mejias (14/4), Sadikovic (4),
Hertener Löwen: Okundaye (15 Pkt./3-3er), Ewald (15/1), Gyamfi (5/1), Hinckson (16/1), Fiorentino (8/10 Reb.), Elkenhans (3), Jetullahi (9/1), Bogdan (3), Ober, Özmeral (7/1)
Dragons Rhöndorf / Hertener Löwen: 2er 15/35 (43%) / 18/30 (60%), 3er 7/28 (25%) / 10/27 (37%), FG 22/63 (35%) / 28/57 (49%), FT 14/16 (88%) / 21/24 (88%), REB 27 / 42, ST 8 / 8, TO 15 / 19, BS 0 / 2, PF 22 / 20

