Mit Energie und Power die Löwen bändigen!

Freitag, 23.01., 20:00 Uhr: Hertener Löwen vs. Dragons Rhöndorf

Am kommenden Freitag (23:01./20:00 Uhr) wartet das nächste Team aus dem Ruhrpott auf Rhöndorf. Dann treffen die Dragons auf die Löwen. Herten ist als Tabellenfünfter alles andere als eine angenehme Herausforderung, im Vergleich mit Essen jedoch eher ein Team auf Augenhöhe. Abgesehen davon –
in Anbetracht der engen Liga-Lage kann jeder Erfolg in der Endabrechnung von entscheidender Bedeutung sein.

Von einem „Generationentreffen“ zu sprechen ist natürlich übertrieben. Allerdings ist das Team von Headcoach Robin Singh mit durchschnittlich 27,8 Jahren deutlich älter sowie erfahrener als Rhöndorf (20,1 Jahre). Ein Umstand, der sich im Hinspiel deutlich bemerkbar machte. Damals kochten die Löwen mit ihrer Routine die Dragons in der zweiten Halbzeit ab und gewannen mit knapp 87:82. Mit entscheidend war, dass Herten gegen Ende ihre Plays geduldig bis zum letzten Moment durchzog und die Bigpoints mit Ablauf der Shot Clock einnetzte. Etwas, was sich beim kommenden Auftritt der Badestädter nicht wiederholen soll.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gastgeber ist Shooting Guard Bryant Allen. Der 35-jährige US-Amerikaner geht als Topscorer (ø 15,8 Pkt.) voran und ist aus der Distanz wie Korbnähe gleichermaßen gefährlich. Nicht minder erfahren ist Gilbert Kofi Gyamfi (34) auf der Flügelposition, wo der Ghanaer 9,2 Punkte pro Partie erzielt. Ebenfalls ein Mitdreißiger ist der Kosovare Faton Jetullahi (31), ebenso jederzeit für zweistellige Scores gut (ø 10,6 Pkt.). Christian Matthew Hinckson (26/ø 12,7 Pkt.) ist ein vielseitiger Small Forward aus Guyana, der nicht nur punkten sondern auch ordentlich rebounden kann. Center Dario Fiorentino (ø 11,5 Pkt./4,9 Reb.), mit 39 Jahren quasi König der Löwen, ist noch immer ein steter und effektiver Unruheherd unter den Körben. David Ewald (26) zieht die Fäden im Spiel und setzt hauptsätzlich seine Nebenspieler in Szene (ø 6,3 Pkt./5,1 As.).

Herten ist also eine international und sehr erfahren besetzte Mannschaft, die man besonders Zuhause auf der Rechnung haben muss. Die letzten vier Heimspiele haben die Löwen allesamt erfolgreich bestritten. Bedeutet für die Jungs um Coach Max Becker, frühzeitig ins Rollen kommen und Rhythmus finden. Vor allem aber müssen die Dragons ihr gewohnt schnelles Spiel aufziehen, Lösungen gegen Zonenverteidigungen in petto haben und vor allem ihre Korbchancen hochprozentig nutzen. Wenn man die Löwen nicht mit konsequenter Verteidigungsarbeit möglichst durchgängig unter Druck setzt und ihnen die Initiative überlässt, wird’s schwer mit dem erhofften Auswärtssieg.

 

Essen konnte kein Maßstab auf Augenhöhe für uns sein. Betrachtest du Herten jetzt als ernsthafte Standortbestimmung?

Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Ja, so kann man es nennen. Mit einem Sieg kann man sich den Playoff-Plätzen wieder massiv annähern, mit einer Niederlage geht es zunächst erstmal darum sich nach unten absichern. Dennoch wird auch nach dem Spiel noch nichts entschieden sein.

Die Löwen haben uns im Hinspiel mit ihrer Erfahrung geschlagen. Sind wir inzwischen in der Lage die Routine besser zu matchen?

Ich denke, dass wir seit dem Hinspiel große Schritte gemacht und viel gelernt haben. Dennoch ist ein Spiel in Herten äußerst schwer zu gewinnen. Wir werden einen klaren Game-Plan verfolgen und versuchen Wege zu finden ihre Erfahrung zu matchen.

Nicht nur der Sieg wäre im Hinblick auf die Playoff-Qualifikation wichtig, auch der direkte Vergleich wird zunehmend ein Thema, oder? 

Wir spielen auswärts beim Tabellenfünften, da ist uns der Sieg erstmal als Ziel genug.

In Sachen Athletik und Tempo dürften wir Vorteile haben, Herten dagegen im Setplay. Siehst du das ähnlich?

Ja, so kann man das beschreiben, wir spielen sehr gegensätzlich. Es wird spannend zu sehen, wer sich wie an den anderen anpassen wird und muss sowie wer das Spiel diktiert.

Uns trennen derzeit ein Sieg vom Playoff-Platz und zwei Niederlagen von der Abstiegszone. Hast du schon einmal eine so ausgeglichene Liga erlebt? 

Diese Liga ist schon sehr speziell, du kannst mit nichts wirklich planen. Das ist äußerst reizvoll, da so gefühlt jedes Spiel von jetzt an ein kleines Finale ist, um den Abstand auf die Playoff-Ränge zu verkürzen und den Abstand nach unten zu vergrößern.

Noch bleiben neun Spiele in der regulären Saison. Wie schätzt du unsere Entwicklungskurve im Vergleich mit der Konkurrenz ein?

Wir bis jetzt vier Spiele in der Rückrunde gespielt. In drei von diesen vier Spielen haben wir besser abgeschnitten als im Hinspiel. Unsere Entwicklungskurve zeigt nach oben. Wenn wir diesen Trend halten können, blicke ich optimistisch auf die nächsten Wochen.

 

Tip-Off zur Partie gegen Essen ist am kommenden Freitag um 20:00 Uhr in der Sporthalle Rosa-Parks-Schule (Fritz-Erler-Straße 2, 45701 Herten). Ab 19:45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

Zurück
Zurück

Löwen verpassen Dragons eine weitere Enttäuschung!

Weiter
Weiter

Essen war eine Nummer zu groß für Rhöndorf!