So Isset! – Eine zentrale Frage

Der Count Down bis zum ersten Testspiel läuft. Am 26. August hat die basketballlose Zeit unterm Drachenfels endlich ein Ende. Dann geben die neuformierten Dragons in Linz gegen die Riesen aus Leverkusen ihren ersten mit Spannung erwarteten Leistungstest ab.

Derzeit brennt den Fans sprichwörtlich noch eine zentrale Frage unter den Nägeln: Wer wird den noch offenen Spot unter den Brettern besetzen? Durch den Abgang von Florian Wendeler klafft hier noch eine Lücke. Ganz so leicht, wie der ein oder andere vermutet, ist der Job eines Centers allerdings nicht zu besetzen. Zumal Lange Leute vergleichsweise richtig teuer geworden sind. Besonders für Spieler mit deutschem Pass müssen die Klubs tief in die Tasche greifen.

Ein Grund dafür ist die neue Ausländerreglung, die ab dieser Spielzeit greift. Demnach müssen fortan jederzeit drei „Local Player“ auf dem Feld stehen. Was darunter zu verstehen ist, kann im Einzelnen unter www.basketball.de nachgelesen werden. Zusätzlich dürfen maximal zwei „Nicht-EU-Ausländer“ pro Spiel eingesetzt werden. Natürlich sinnvoll im Hinblick auf die Förderung ambitionierter deutscher Talente. Für viele Klubs in der ProB akut jedoch durchaus ein Problem.

Beispielsweise einen dritten US-Boy zu verpflichten, quasi als Edelreservisten für den Notfall, wird sich niemand leisten können bzw. wollen. Verschiedene Aufsteiger aus der Regionalliga verschärfen die Situation noch zusätzlich. Bis dato dürfen sie nämlich beliebig viele ausländische Spieler einsetzen, entsprechend international sind die Kader besetzt. Für die ProB müssen sie ihre Kader nun zwangsweise komplett umstricken, was den Markt hiesiger Korbjäger weiter reduziert.

Ganz abgesehen von Verfüg- und Bezahlbarkeit, sucht jeder Trainer natürlich einen Spieler der ins Team passt. Dabei hat er nicht nur die spielerische Komponente im Blick sondern auch die menschliche. Team-Chemie ist ein durchaus sensibles Gebilde und ein Fehlgriff kann schnell zu „Kater-Stimmung“ führen, wie wir alle wissen!

Die Summe der genannten Faktoren macht die bislang erfolglose Suche nach einem deutschen Fünfer zwar nicht schöner, jedoch verständlicher. Aber Thomas Adelt & Co. sind am Ball und wie heißt es doch so schön: was „Lange“ währt, wird endlich gut!

Euer

Klaus Beydemüller