WNBL: DragonGirls geben Sieg aus der Hand

Main Sharks Würzburg vs. Dragons Rhöndorf 63:51 (12:16/26:29/36:41)
63:51 zeigte die Anzeige am Ende der Spielzeit, ein enttäuschendes Ergebnis für die Rhöndorfer Mädels, die über weite Strecken gegen die Main Sharks aus Würzburg die Führung inne hatten. 16:12, 29:26 und 41:36 waren die Viertel ausgegangen, doch im letzte sollte nichts mehr reingehen. Der Korb schien wie vernagelt.
Im Spiel hielt die Dragons lange Zeit ihr guter Offenserebound und das starke Penetration. Zu Beginn stand auch die Defensive ordentlich und oft war die Rotation wirklich nicht von schlechten Eltern. Doch desto länger das Spiel dauerte, desto nachlässiger wurden die Rhöndorfer und man merket mehr und mehr das Fehlen einiger wichtiger Leistungsträgerinnen. Denn die Dragobs mussten in Würzburg ohne Toni DeMuirier, Daria Karabatova und Elli Emrich antreten. So wusste man schon vor dem Match, dass das eine ganz enge Kiste wird. Es schlichen sich Unsicherheiten, unkonzentrierte Aktionen und überhastete Anspiele ein und die Dragons verloren den Faden. Anweisungen der Coaches wurden nicht mehr umgesetzt und 27 Ballverluste am Ende des Games waren dann einfach zu viel und brachen Ihnen das Genick. Besonders im besagten dritten Viertel kassierten die Rhöndorfer dadurch einen 16:0-Lauf. Würzburg traf in dieser Phase besonders auch von Außen gut und übernahm so die Führung, die die Dragons nicht mehr zurückerobern konnten.
Gut präsentierten sich auf Seite der Rhöndorfer vor allem Mira Eulering (9 Punkte), Franziska Prinz (13) und Linda Brückner (13). Sie schafften es immer wieder in der Offense aggressiv den Korb zu attackieren und in der Defense entschlossen ihre Gegner zu stoppen und zuzupacken.
„Wir müssen lernen einfache Basics die von außen gecoacht werden umzusetzen, um Spiele in der Hauptrunde für uns entscheiden zu können. Außerdem muss mehr Verantwortung von Spielerinnen übernommen werden, die durch die Personalsorgen jetzt länger auf dem Feld stehen. Manche kriegen das schon ganz gut hin, doch sind es genau solche Spiele, die den jungen Spielerinnen helfen daran weiter zu arbeiten und zu wachsen. Auch in den kommenden Spielen wird die personelle Situation sich nicht ändern, da haben wir noch einige Brocken vor uns und wollen uns so gut es geht in der kommenden Woche darauf vorbereiten.“, so Martin Otto nach der bitteren Niederlage am Sonntag gegen Würzburg.
Hartmann 5, Eulering 9, Selker 2, Carstens 0, Brückner 12, Roth 0, Prinz 13, Dohr 10