PlayoffFEUER gelöscht! – Dragons unterliegen auch in Wolfenbüttel

MTV Herzöge Wolfenbüttel vs. Dragons Rhöndorf 103:91 (25:21/25:23/21:17/32:30)
Auch das zweite Spiel der Playoff-Serie zwischen den Dragons Rhöndorf und den MTV Herzögen aus Wolfenbüttel bot wieder beste Basketball-Unterhaltung und wie bereits beim ersten Aufeinandertreffen im DragonDome hatten auch diesmal die Korbjäger aus Niedersachsen das bessere Ende für sich. Mit dem zweiten Sieg in der Tasche löst der Kooperationspartner von Erstligist Basketball Löwen Braunschweig damit verdient das Ticket für das Viertelfinale der diesjährigen Playoffs.

Vor 610 Zuschauern in der Lindenhalle zu Wolfenbüttel waren über die gesamte Spielzeit viele Parallelen zum ersten Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams im DragonDome zu erkennen. Wie bereits eine Woche zuvor entwickelte sich in den Anfangsminuten ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Dragons, die nach Freiwürfen von Thomas Michel mit 14:8 in Führung gehen konnten. Doch auch an diesem Sonntag-Nachmittag hatte das Team von Trainer Steven Esterkamp immer wieder die passende Antwort parat und drehte die Partie bis zum Ende des ersten Viertels (25:21). Vor allem unter dem Korb fanden die Mannen vom Menzenberg keinen rechten Zugriff auf die starken Innenspieler der Herzöge, was vor allem Lars Lagerpusch und Ole Angerstein effektiv und teils auch spektakulär zu nutzen wussten. Bei den Drachen war es immer wieder Topscorer Kameron Taylor, der das Spiel in seine Hand nahm und mit Einzelaktionen zu glänzen wusste, aber auch von seinen Teamkameraden immer wieder gefunden wurde. Doch auch 20 Punkte des US-Boys in der ersten Halbzeit konnten nicht verhindern, dass die Dragons mit einem 50:44-Rückstand den Gang zur Halbzeitansprache in die Kabine antreten mussten.
Nach der Pause war zunächst Geduld gefragt, denn es sollten fast zwei Minuten vergehen, ehe der wieder einmal stark aufspielende US-Guard Demetrius Ward die ersten Punkte für die Gastgeber via 3er aufs Tableau bringen sollte (53:44). Die Drachen kämpften aufopferungsvoll, doch immer wenn ein potentieller Ausgleich in Reichweite kam fanden die Herzöge eine passende Antwort und zogen wieder davon. Vor allem US-Boy Tarique Thompson sorgte mit 8 Punkten in Folge für Jubelstimmung im Rund der Lindenhalle und brachte die Herzöge erstmals deutlich mit 65:53 in Front. Zwar konnten die Drachen bis zum Ende des dritten Spielabschnitts nochmals leicht verkürzen, doch beim Stand von 71:61 war allen Beteiligten im Drachen-Lager klar, dass es eine verdammt schwere Aufgabe in den verbleibenden 10 Minuten werden würde. Auch das finale Viertel wurde letztlich eine stark verkürzte Kopie der bisherigen Serie, denn immer wieder schafften es Drachen den Rückstand unter großem Aufwand zu verkleinern, doch die Herzöge hatten immer die passende Antwort im Repertoire. Ein 3er des gut aufspielenden Thomas Michel ließ beim 88:81 nochmals Hoffnung auf eine Wende aufkommen, die anschließenden Punkte von Louis Figge sorgten jedoch für die Vorentscheidung zu Gunsten der nun befreit aufspielenden Gastgeber, die am Ende einen auch in der Höhe verdienten 103:91-Sieg über die Ziellinie brachten.
Somit gewinnen die MTV Herzöge Wolfenbüttel die Playoff-Serie gegen die Dragons mit 2:0 und ziehen ins Viertelfinale der Posteason 2018 ein, wo sie ab dem kommenden Wochenende auf den FC Schalke 04 Basketball treffen. Für die Dragons beginnt nach dem öffentlichen Saisonabschluss am kommenden Samstag im DragonDome nun eine lange Sommerpause, die erst mit dem Aufgalopp zur Spielzeit 2018/2019 ihr Ende finden wird.
Thomas Adelt (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an Steven Esterkamp und sein Team zum verdienten Einzug ins Viertelfinale. Leider haben wir es auch heute nicht geschafft in den entscheidenden Phasen den richtigen Zugriff aufs Spiel zu bekommen, was ein qualitativ hochwertiges Team wie Wolfenbüttel zu nutzen wusste. Auch wenn das Ausscheiden nun schmerzt, können wir auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und dieses positive Gefühl wird mit etwas Abstand sicherlich überwiegen.“
Rhöndorf: Frankl-Maus (10/1-3er, 5 Assists), Watkins (8), Taylor (36/1, 8 Rebounds), Blass (9), Geretzki (5/1), Vermum (0), Möller (2), Koschade (2), Michel (18/3), Kneesch (1)
Wolfenbüttel: Ebert (9/1-3er), Ward (20/3, 8 Assists), Pöschel (5/1), Bilski (6), Mpacko (0), Thompson (17/3), Figge (10), Bothe (1), Güldenhaupt (9/2), Angerstein (8), Lagerpusch (18, 7 Rebounds)